vermiet.ES

Leerstehenden Wohnraum in Esslingen nutzen

Helfen Sie mit, an der Wohnraumversorgung für weniger privilegierte Bürger und Bürgerinnen zu arbeiten und stellen Sie hier Ihre leer stehenden Objekte für eine Vermietung zur Verfügung.

Eine angemessene und bezahlbare Wohnung zu haben, ist für alle Menschen von grundlegender Bedeutung. Eine solche zu finden, stellt besonders für  bleibeberechtigte Menschen auf der Flucht (Anschlussunterbringung) sowie für bedürftige Esslinger Haushalte mit Wohnberechtigungsschein eine große Herausforderung dar.

In Esslingen gibt es derzeit ca. 300 Haushalte mit 740 Personen, mit Wohnberechtigungsschein, die teilweise seit Langem nach einer angemessenen und bezahlbaren Wohnung suchen.

Mit einem gemeinsamen öffentlichen Aufruf wenden sich deshalb OB Zieger, der evangelische Dekan Bernd Weißenborn und der leitende katholische Pfarrer Stefan Moehler an die Esslinger Bürgerschaft und an private Vermieter von Wohnraum in Esslingen. Sie bitten gemeinsam darum, frei stehenden privaten Wohnraum der Stadt Esslingen zur Bewältigung der akuten wohnungspolitischen Gemeinschaftsaufgabe vor allem in der Anschlussunterbringung zur Verfügung zu stellen.

Mietangebot

Online-Formular vermiet.ES

Ihr konkretes Mietangebot können Sie uns hier schnell und einfach per Online-Formular mitteilen. Das Formular fragt die wichtigsten Daten und Fakten zu Größe, Baujahr, Ausstattung oder Aufteilung der Wohnung ab und bietet die Möglichkeit, Bilder oder Pläne hochzuladen.

Kontakt, Koordination und Unterstützung

vermiet-es@esslingen.de

Die Leitstelle Wohnen beim Amt für Soziales und Sport koordiniert  eingehende Angebote und berät Eigentümer zu den Mietkonditionen und Anmietverfahren der Stadt. Sie prüft die eingehenden Wohnungs- oder Gebäudeangebote auf deren Eignung und nimmt Kontakt zu den Eigentümern auf.

Presse

Pressemitteilung "Gemeinsamer Aufruf von OB Zieger, Dekan Weißenborn und Pfarrer Möhler"

Leer stehende Wohnungen in Esslingen am Neckar nutzen
Wohnungen für Anschlussunterbringung und an Bedürftige vermieten

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger, der evangelische Dekan Bernd Weißenborn und der leitende katholische Pfarrer Stefan Möhler appellieren gemeinsam an private Vermieter in Esslingen, leer stehenden Wohnraum wieder auch vermehrt weniger privilegierten Zielgruppen des Esslinger Wohnungsmarktes bereit zu stellen. „Lassen Sie uns gemeinsam weiter an der Wohnraumversorgung arbeiten und helfen Sie aktiv mit, den angespannten Esslinger Wohnungsmarkt zu entlasten. Jedes einzelne passende Angebot leistet einen wichtigen wohnungs- und gesellschaftspolitischen Beitrag für die Esslinger Stadtgemeinschaft und ist praktische Solidarität“, so die Partner des Esslinger Appells zur Vermietung leerer Wohnungen. Das städtische Amt für Soziales und Sport ist die Koordinationsstelle für solche Wohnungsangebote. Seither wurden der Stadt Esslingen bereits rund 70 leerstehende Wohnungen bzw. Häuser angeboten.

Eine angemessene und bezahlbare Wohnung zu haben, ist für alle Menschen von grundlegender Bedeutung. Eine besondere Herausforderung stellt dies für die von der Stadt Esslingen vermehrt unterzubringenden bleibeberechtigten Menschen auf der Flucht in der sogenannten Anschlussunterbringung sowie für bedürftige Esslinger Haushalte mit Wohnberechtigungsschein dar. So muss die Stadt Esslingen nach derzeitigem Stand im Jahr 2016 mindestens 500 bleiberechtigte Menschen nach ihrer Flucht in Esslingen konkret mit Wohnraum versorgen. Gleichzeitig haben derzeit rund 300 Esslinger Haushalte mit rund 740 Personen einen Wohnungsberechtigungsschein. Diese Haushalte suchen teilweise seit Langem nach einer angemessenen und bezahlbaren Wohnung.  „Die Aufgabe und Herausforderung, diesen Menschen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist und bleibt eine große Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Esslinger Bürgerschaft und damit von uns allen“, unterstreicht denn auch Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. Mit einem gemeinsamen öffentlichen Aufruf wenden sich deshalb OB Zieger, der evangelische Dekan Bernd Weißenborn und der leitende katholische Pfarrer Stefan Moehler an die Esslinger Bürgerschaft und an private Vermieter von Wohnraum in Esslingen. Sie bitten gemeinsam darum, frei stehenden privaten Wohnraum der Stadt Esslingen zur Bewältigung der akuten wohnungspolitischen Gemeinschaftsaufgabe vor allem in der Anschlussunterbringung zur Verfügung zu stellen.

Der Esslinger Gemeinderat hat im Dezember und im Januar weitreichende grundlegende Beschlüsse zum Verkauf von Flächen in Weil sowie zur Aktivierung von acht weiteren städtischen Bestandsflächen für neuen Geschosswohnungsbau mit rund 350 Wohnungen getroffen. Allerdings werden im Anschluss an die notwendigen Bebauungsplanverfahren die meisten dieser Neubauwohnungen nach dem Wohnraumversorgungskonzept erst 2017 bzw. 2018 bezugsfertig sein. Aufgrund der unverändert starken Zuzüge in den Kernbereich der Region Stuttgart und damit auch Esslingen wird bis dahin Wohnraum für die meisten Zielgruppen in Esslingen am Neckar sehr knapp und hochpreisig bleiben. Dies bestätigen der städtische Wohnraumsituationsbericht genauso wie der neu aufgelegte Mietspiegel der Stadt 2016.  Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum trifft neben Familien und Senioren mit durchschnittlichem oder geringem Einkommen insbesondere bleibeberechtigte Menschen auf der Flucht und bedürftige Haushalte mit Wohnungsberechtigungsscheinen hart. Während sich die vorläufige Unterbringung von Menschen auf der Flucht weitgehend außerhalb des regulären Wohnungsmarktes abspielt, sind die Personen bei der Anschlussunterbringung vor allem auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen, den es in Esslingen nur in sehr eingeschränktem Umfang gibt.

Umso wichtiger ist es deshalb, dass neben den erfolgten Weichenstellungen für neuen Geschoßwohnungsbau in der Stadt soweit irgendwie möglich auch zeitlich befristet leer stehende Wohnungen wieder vermietet werden. Die Stadt Esslingen, der evangelische Kirchenbezirk sowie die katholische Gesamtkirchengemeinde Esslingen bitten deshalb dringend darum, der Stadtverwaltung  leer stehende Wohnungen für die Anschlussunterbringung sowie zur Versorgung bedürftiger Haushalte zu vermieten. Bislang wurden der Stadtverwaltung von Kirchen, Privaten wie auch von Baugesellschaften erfreulicherweise bereits 70 Wohnungen zur Anmietung angeboten. Nach einer technischen, wirtschaftlichen und sozialen Vorprüfung der Angebote durch den Eigenbetrieb Städtische Gebäude und das Amt für Soziales und Sport konnte die Stadt in den letzten Monaten bereits einige Dutzend Wohnungen erfolgreich anmieten. Einzelne Anbieter wie etwa die Firma Wohnbau Metzger boten der Stadt Wohnungen befristet sogar kostenlos an. Die Zahl zur Vermietung geeigneter leer stehender Wohnungen in Esslingen dürfte nach Überzeugung der Stadt wie der Kirchen jedoch noch deutlich größer sein.

„Meist könnten die leer stehenden Einheiten auch mit wenig Aufwand dem Wohnungsmarkt bereitgestellt werden“, so OB Zieger. Sollte einer der Gründe für einen Leerstand in den Schwierigkeiten im Umgang mit den komplizierten mietrechtlichen Vorschriften oder in der Bewirtschaftung der Mietwohnungen liegen, so weist OB Zieger darauf hin: die Stadt Esslingen hat beim Amt für Soziales und Sport eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet  Das Amt wiederum kooperiert beim Objektmanagement eng mit dem Eigenbetrieb Städtische Gebäude.  "Bislang ist in Esslingen eine Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung den Flüchtlingen gegenüber wahr zu nehmen. Es wäre ein schönes Zeichen, wenn das auch in der Wohnungsfrage weitergehen würde. Als evangelische Kirche unterstützen wir die städtische Initiative dazu gerne. Ein Dach überm Kopf dient der Integration und dem sozialen Frieden" so Dekan Bernd Weißenborn vom evangelischem Kirchenbezirk Esslingen.

"Auch die katholische Gesamtkirchengemeinde Esslingen ist bereit, als Zwischenmieter zu fungieren, wenn potentielle Vermieter Wohnraum zu Verfügung stellen können, aber nicht direkt an Flüchtlinge oder Bedürftige vermieten möchten" so Pfarrer Stefan Möhler.
Nähe Auskünfte sind über das Katholische Pfarramt, Mettinger Straße 2 unter der Telefonnummer 3969190 zu erhalten.  

Interessierte können sich mit Mietangeboten gerne an das Amt für Soziales und Sport, Beblingerstraße 3, 73728 Esslingen am Neckar, Herrn Wolfgang Hüttner, Tel. 3512 –2630, E-Mail: Wolfgang.Huettner@esslingen.de, wenden. Die Stadtverwaltung prüft diese Angebote dann in jedem Einzelfall auf deren Eignung.  Um privaten Wohnraum noch rascher erfassen, prüfen und bewerten zu können, hat die Stadt Esslingen auf ihrer Homepage www.esslingen.de/vermiet-es ein neues Formular geschaffen. In dieses Formular können die wichtigsten Daten und Fakten zu Größe, Baujahr, Ausstattung oder Aufteilung von Wohnungen eingepflegt und an das Amt für Soziales und Sport gesandt werden.



Info

Kontakt

Amt für Soziales und Sport
Amt für Soziales und Sport
Beblingerstraße 3
73728 Esslingen am Neckar
Telefon (07 11) 35 12-24 42
Fax (07 11) 35 12-55 24 42
Zentrale Koordinierungsstelle

Ansprechpartner

Wolfgang Hüttner
Telefon (07 11) 35 12-26 30

Online-Formular

vermiet.ES
Wohnungsangebot online einreichen

Hilfreiche Seiten

Es liegen keine Seitenbewertungen vor
* Unter Umständen werden keine oder weniger als 10 Ergebnisse angezeigt