Pressemitteilung 19.10.17

Aus dem Gemeinderat

Informieren Sie sich über die jüngsten Beschlüsse des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU) des Esslinger Gemeinderates in der öffentlichen Sitzungen vom 18. Oktober 2017.

ATU

Kleines Kopfsteinpflaster für Krämerstraße

Eben verlegte Kleinpflastersteine in der Größe 10 x 10 Zentimeter statt historischem Großpflaster: Diesem Kompromissvorschlag der Stadtverwaltung stimmte der Ausschuss für  Technik und Umwelt des Esslinger Gemeinderates in seiner öffentlichen Sitzung vom 18. Oktober einstimmig zu. Die Bauarbeiten sollen im November 2017 beginnen und bis Ende März 2018 abgeschlossen werden.

Die stärkere Berücksichtigung der Aspekte Barrierefreiheit verursacht Mehrkosten in Höhe von 20.000 €. Somit steigen die Gesamtkosten für alle Straßenbeläge in den insgesamt 3 Ausbauabschnitten im Bereich Vogelsang auf 400.000 €.

"Ich sehe in der jetzt beschlossenen Lösung mit einem eben verlegten Kleinpflaster einen verträglichen Kompromiss  zwischen den unterschiedlichen Anforderungen Stadtgestaltung, Gehfreundlichkeit und historischen Straßenbeziehungen", stellte Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht am Ende der Beratungen im ATU fest. Zugleich kündigte BM Wallbrecht an, dass sich die Stadtverwaltung perspektivisch mit einer Fortführung und Anpassung der Leitplanung für öffentliche Bereiche im historischen Stadtkern befassen werde.

Zuvor hatte der stellvertretende Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Thomas Feiert, im ATU die seitherige Leitplanung für Umbauarbeiten innerhalb des Altstadtrings für Straßen und Plätze erläutert. Mit dieser Leitplanung sollte vor allem denkmalschutzrechtlichen und städtebaulichen Aspekten Rechnung getragen werden. Zugleich machte die Stadtverwaltung deutlich, dass mit der Verlängerung der Krämerstraße zur Vogelsangstraße, zusammen mit dem Neubau der Kreisparkasse 2016 eine neue barrierefreie Anbindung zur Allmandgasse mit Granit- Plattenbelag hergestellt worden ist. Die übergeordneten Naherholungsziele Merkelpark oder Maille sind seither noch barrierefreier zu erreichen. Die Verlängerung der Allmandgasse in Richtung Neckarstraße, die 2015 verwirklicht wurde, eröffnet zudem eine zusätzliche Alternative, barrierefrei, mit taktilen Leitsystemen ausgestattet, den Busboulevard und im weiteren Verlauf den ZOB zu erreichen. Beide Straßenverbindungen sind Neubaumaßnahmen und im Leitbild noch gar nicht als Straßenfläche ausgewiesen. Somit wurde bei der Belagswahl ein neuwertiger Plattenbelag gewählt, der dem bereits am ZOB oder im Bereich der Alten Feuerwache verlegten Belag gleicht.  

Kompromisse für mehr Barrierefreiheit

Die bestehende Leitplanung weist die nun noch umzubauenden Straßenbereiche Allmandgasse und Krämergasse als sogenannte „mittelalterliche Wohnstraßen“ aus. Als Gestaltungselement wird nach der Leitplanung Granitgroß- bzw. Kleinpflaster vorgesehen. Aus heutiger denkmalschutzrechtlicher Sicht ist das Granitgroßpflaster (sog. „Historisches Kopfsteinpflaster“ wie es noch in Teilen der Krämergasse liegt) als das geeignete Oberbaumaterial anzusehen.

Als möglich wurde auch die Einteilung Granitgroßpflaster in der Krämergasse und gehfreundliches Granitkleinpflaster in der Allmandgasse in Erwägung gezogen. Diese Variante wurde Basis für die Planung. Die Ausbaupläne zur Neugestaltung der Allmandgasse und Krämerstraße waren im ATU am 5.7.2017 öffentlich vorgestellt, genehmigt und die Bauleistungen nach öffentlicher Ausschreibung an die Fa. Moll vergeben worden. Um dem Gedanken der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum weiter entgegenzukommen, wurde entgegen der Leitplanung und im Nachgang zur Ausschreibung der Granitplattenbelag der ‚neuen‘ Krämerstraße bis zu der genannten ‚neuen‘ Allmandgasse verlängert. Somit sind die Straßenübergänge vor der bestehenden Senioren-Wohnanlage „Alexanderstift" Allmandstraße 8 barrierefrei.

Diese nachträgliche Optimierung verursachte bereits Mehrkosten in Höhe von ca. 10.000 Euro. Nach einer gemeinsamen Diskussion mit Bewohnern der Senioren-Wohnanlage und zusätzlichen Wünschen nach Belagsänderungen auch aus dem Gemeinderat schlug das Technische Rathaus dem Gemeinderat am 18. Oktober einen weiteren Kompromiss vor, dem der ATU einstimmig zustimmte: Die Krämerstraße mit Granitkleinpflaster auszulegen, analog zur Materialwahl in der Allmandgasse. Dieser zusätzliche Kompromiss erschließt die Senioren-Wohnanlage barrierefrei von allen 4 Seiten, verursacht aber nochmals Mehrkosten von rund 10.000 €.


 

Info

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