Parkraumkonzept

Neues Parkraumkonzept für die Innenstadt

Das Parkraumkonzept für eine Innenstadt muss eine Vielzahl von Nutzergruppen berücksichtigen: Kunden, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, Anwohner, Beschäftigte und Studierende benötigen ebenso Parkraum wie Besucher und Touristen.

Durch verschiedene Bauvorhaben in der Innenstadt wie z.B. das Weissinger Areal, die Erweiterung von Karstadt, das Vogelsangareal, ZOB oder Neue Weststadt und der Veränderungen des Parkierungsangebotes ist eine Überarbeitung des Parkierungskonzeptes unabdingbar.

Ausgangslage

Ein Verkehrs- und Parkierungskonzept vom Anfang der 1990er weist die größten öffentlichen und bewirtschafteten Parkplätze aus:

  • Marktplatz und Rathausplatz
  • Vogelsangparkplatz
  • Oberer Metzgerbach
  • Schelztorstraße
  • Charlottenplatz
  • Fabrikstraße
  • Abt.-Fulrad-Straße
  • Kesselwasen, Roßmarkt und Wehrneckarstraße

Entsprechend der Zentralität und der Nachfragehäufigkeit wurde das Parkierungsangebot in 3 Zonen unterteilt, für die unterschiedliche Parkgebühren festgelegt wurden.

Insgesamt stehen innerhalb des Altstadtringes, der angrenzenden Oststadt bis zur Blumenstraße sowie der Weststadt 650 öffentliche Parkplätze zur Verfügung, die mit einem Parkscheinautomaten bewirtschaftet werden.

Darüber hinaus können 2115 Parkplätze mit einer Parkscheibe ohne Gebühren benutzt werden oder stehen für das Bewohnerparken zur Verfügung. In den Parkhäusern, die mit Ausnahme des Parkhauses am Kleinen Markt von privaten Parkhausbetreibern bewirtschaftet werden, sind weitere 2956 Parkplätze verfügbar. Die Parkhäuser gruppieren sich entlang des Altstadtringes und sind direkt von hier anfahrbar.

Die Parkhäuser sind in das städtische Parkleitsystem eingebunden, das für die Nutzer die wegweisende Beschilderung und eine dynamische Belegungsanzeige bietet. Die Belegungsinformation ist auch über die Homepage der Stadt abrufbar, so dass Interessierte diese Informationen bereits vor Antritt Ihrer Fahrt erhalten können.
Parkhäuser

Zur Abdeckung der Stellplatznachfrage der Bewohner wurde der Innenstadtbereich in 9 Bewohnerparkzonen unterteilt, für die insgesamt etwa 2400 Bewohnerparkausweise ausgegeben wurden. Diese Bewohnerparkausweise berechtigen die Inhaber zum Parken auf den gekennzeichneten Flächen ohne Entrichtung von Parkgebühren.


Bürgerbeteiligung

Bei der Erarbeitung des neuen Parkierungskonzeptes wird die Öffentlichkeit einbezogen. Die Beteiligung erfolgt über Vertreter aus verschiedenen in der Innenstadt aktiven Gruppierungen in einem Arbeitskreis. Beteiligt sind zudem:

  • Ämter der Stadtverwaltung
  • Einzelhändler
  • Bürgerausschuss Innenstadt
  • CityInitiative und Stadtmarketing Esslingen
  • Arbeitskreis für Behinderte
  • Stadtseniorenrat
  • Polizei Esslingen

Die fachliche Unterstützung der Erarbeitung des neuen Parkierungskonzeptes erfolgt durch das Ingenieurbüro IGV.


Ziele und Maßnahmen

Das neue Parkraumkonzept hat unter Berücksichtigung der jeweiligen Örtlichkeiten, Rahmenbedingungen und Interessen die folgenden Ziele:

  • Minimierung des Parksuchverkehrs
  • Optimale Ausnutzung der Parkräume
  • Förderung von Elektromobilität
  • Optimierung des Anwohnerparkens
  • Akzeptanz bei der Bevölkerung

Parksuchverkehr
Folgende Maßnahmen zur Verringerung des Parksuchverkehrs in der Altstadt werden zur Zeit diskutiert bzw. werden im Rahmen eines Verkehrsversuchs erprobt:

  • Verzicht auf die Bewohnerparkplätze und Kurzzeitparkplätze Rathausplatz
  • Ausweitung der Fußgängerzone Rathausplatz zwischen Neuem und Altem Rathaus bis Marktplatz
  • Verzicht auf Kurzzeitparkplätze in Tiefgarage Kleiner Markt mit Reservierung der Tiefgarage für Bewohner und  Berechtigte
  • Neuordung des Parkens um den Marktplatz mit Verlagerung der Parkplätze von Marktplatz 1 und Kielmayerhaus Richtung Späth´sches Haus
  • Marktplatz ab etwa Kielmayerhaus Fußgängerzone zusammen mit Rathausplatz und Kleiner Markt - Zufahrt nur Liefer- und Dienstleistungsverkehr
  • Neuordnung der Wochenmarktfläche unter Einbeziehung von Teilen des Rathausplatzes
  • Neue Parkgebührensatzung mit neuer Abgrenzung und Zuordnung von Gebührenzonen
  • Festlegung der neuen Gebührenhöhe und der Höchstparkdauer
  • Anpassung Parkierungsregelung in der Weststadt und Veränderung der Abgrenzung / Einteilung der Bewohnerparkgebiete in der Innenstadt
    Bewohnerparkgebiete (317 KB)

Aktueller Stand (Dezember 2016)

Der Ausschuss für Technik und Umwelt des Gemeinderates hat in seiner Sitzung am 1. Februar 2016 grundlegende Entscheidungen für den Verkehr in der westlichen Altstadt getroffen. Während für den Rathausplatz die Einrichtung einer Fußgängerzone und zusätzliche Kurzzeitparkplätze im Bereich Marktplatz und Agnespromenade als Verkehrsversuch für die Dauer von 2 Jahren entsprechend dem Antrag der Verwaltung beschlossen wurde, wird der Verkehrsversuch am Kesselwasen in Kürze beendet.

Fußgängerzone auf dem Rathausplatz
Im Sommer 2016 wurde die bereits bestehende Fußgängerzone auf den gesamten Rathausplatz ausgedehnt. Damit wird der gesamte Bereich zwischen Altem und Neuem Rathaus zum Fußgängerbereich. Die bisher angebotenen Bewohnerparkplätze vor der Reichsstadt entfielen ebenso wie die Kurzzeitparkplätze vor dem Neuen Rathaus. Ersatz für die Kurzzeitparkplätze wurde entlang der Stadtkirche und in der Agnespromenade geschaffen. Die Parkplätze in der Abt-Fulrad-Straße werden als Kurzzeitparkplätze bewirtschaftet.
Für alle Kurzzeitparkplätze gilt künftig die Höchstparkdauer von einer Stunde.

Tiefgarage Kleiner Markt
In der Tiefgarage Kleiner Markt werden keine Kurzzeitparkplätze mehr angeboten. Diese Regelung wurde vor Beginn des Verkehrsversuchs auf Grund von mehreren Baustellen im Bereich des Rathausplatzes eingeführt und im Verkehrsversuch übernommen. Diese Parkplätze sind für Bewohner und sonstige Berechtigte mit entsprechendem Parkausweis reserviert. Diese Regelung bleibt während der Dauer des Verkehrsversuches.
Bis zum Ende des Verkehrsversuches wurde der Antrag der FDP, die Parkplätze in der Tiefgarage Kleiner Markt an Anwohner zu einem marktüblichen Mietpreis fest zu vermieten, zurückgestellt. Die Realisierung dieses Antrages hätte zur Folge gehabt, dass rund 71 Parkplätze nicht mehr der Bewohnerparkbegünstigung für den Bereich Marktplatz und Beutauvorstadt zur Verfügung stehen würden. Dem Ausschuss für Technik und Umwelt ist allerdings von der Verwaltung regelmäßig zu berichten, wie sich die Situation in der Tiefgarage Kleiner Markt während des Verkehrsversuches entwickelt. Sollte sich zeigen, dass es bei den Parkplätzen größere Leerstände gibt, wird im Ausschuss darüber befunden, wie damit umgegangen wird.

Neukonzeption für den Wochenmarkt
Der Ausschuss hat auch dem von der Verwaltung vorgeschlagenen stufenweisen Vorgehen bei der Einrichtung der Fußgängerzone zugestimmt. So wird eine Erweiterung Richtung Stadtkirche ins Auge gefasst, um evtl. die Fläche für den Wochenmarkt im Zusammenhang mit einer noch zu erarbeitenden Neukonzeption ändern zu können. Eine Entscheidung darüber trifft der Ausschuss zu gegebener Zeit.

Die Ergebnisse des Verkehrsversuches werden nach 2 Jahren in einem Erfahrungsbericht zusammengefasst. Dieser bildet die Basis für den Beschluss über die Weiterführung, Änderung, Beendigung oder Ausweitung des Versuches.

Kurzzeit- und Bewohnerparken am Kesselwasen
Nicht gefolgt ist der Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung, das reine Bewohnerparken am Kesselwasen zu belassen und das Kurzzeitparken im unmittelbaren Einzugsgebiet der Fußgängerzonen Innere Brücke/Pliensaustraße, Unterer Metzgerbach und Bahnhofstraße im Roßmarkt zu konzentrieren.
Im Kesselwasen und Roßmarkt gilt nun wieder eine Bewohnerparkregelung sowie in der Zeit von 9-19 Uhr eine Kurzzeitparkregelung mit Parkschein. Die Höchstparkdauer beträgt auch hier eine Stunde


Pressemitteilungen und Gemeinderatsvorlagen


Info

Ordnungsamt / Standesamt
Ordnungsamt / Standesamt
Ordnungsamt: Beblingerstr. 3 und 1 \ Standesamt: Rathausplatz 2
73728 Esslingen am Neckar
Telefon (07 11) 35 12-23 27
Fax (07 11) 35 12-55 34 15
Herr
Raphael Clauss
Projektleitung Parkraumkonzept
Telefon (07 11) 35 12-21 43

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Workshopergebnis (432 KB)
Parkierung Marktplatz-Rathausplatz

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