Flucht und Asyl

Asyl in Esslingen

Esslingen am Neckar leistet als Große Kreisstadt einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Menschen, die bei uns Zuflucht und Asyl suchen, einen guten Platz zum Leben finden.

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die nach Esslingen am Neckar kommen, ist seit 2015 stetig gestiegen. Der Landkreis Esslingen ist die zuständige untere Aufnahmebehörde während der vorläufigen Unterbringung. Wir wirken an dieser Aufgabe aktiv mit und sorgen als Große Kreisstadt dafür, dass 17,4 Prozent - entsprechend unserem Anteil an der Bevölkerung im Landkreis - hier aufgenommen werden können.

Zahlen und Fakten

Derzeit befinden sich 661 Zuflucht suchende Menschen (Stand Oktober 2017) in der vorläufigen Unterbringung, d.h. sie werden durch den Landkreis in der Stadt Esslingen am Neckar untergebracht. Dazu zählen 51 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Jugendhilfeeinrichtungen in Esslingen untergebracht sind. Diese Menschen werden auf Wohnungen oder in Gemeinschaftsunterkünften im gesamten Stadtgebiet verteilt. Die Größe der Gemeinschaftsunterkünfte variiert. Der derzeit größte Standort kann bis zu 250 Personen beherbergen, ist jedoch aktuell mit knapp 160 Personen belegt (Standort Weststadt).

In der Anschlussunterbringung wurden im Jahr 2016 rund 320 Personen mit Wohnraum versorgt. Damit wurde die für die Stadt Esslingen vorgegebene Quote für das Jahr 2016 erfüllt.

Im Jahr 2017 werden der Stadt Esslingen ca. 650 geflüchtete Menschen zugewiesen, die mit Wohnraum versorgt werden müssen.

Aktueller Zugang der Asylbeweber für Baden-Württemberg:

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration

Rechtsgrundlagen
Auf der Internetseite des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg finden Sie Informationen über das neue Flüchtlingsaufnahmegesetz.
www.fluechtlingsrat-bw.de

Ein- und Zuwanderung in Deutschland
Laut des Statistischen Bundesamts lebten 2014 knapp elf Millionen Menschen in Deutschland, die selbst eingewandert sind. Das heißt gut jeder fünfte Mensch in Deutschland hat einen Migrationshintergrund.

Weitere Zahlen, Informationen und Antworten: www.esslingen.de/kulturkreise


Das Esslinger Konzept

Das dezentrale Konzept der Stadt Esslingen verfolgt den Ansatz, die Gemeinschaftsunterkünfte gleichmäßig auf die einzelnen Bürgerausschussbezirke zu verteilen. Damit möchten wir den direkten Kontakt mit den Nachbarn erleichtern und so Ängsten vorbeugen. Im direkten Gespräch und durch öffentliche Bürgerinformationen erhoffen wir uns:

  • bessere Akzeptanz in der Bevölkerung
  • leichteres Einlassen auf die neuen Nachbarn
  • Sicherheit durch die überschaubare Zahl

Bis zum Herbst 2015 galten 70 Plätze als anzustrebende Größe der Unterkünfte und es sollte in jedem Bürgerausschussbezirk nur eine Gemeinschaftsunterkunft geben. Das dezentrale Konzept ist grundsätzlich richtig, hat sich bisher bewährt und soll beibehalten werden. Da sich die Flüchtlingszahlen im Laufe des Jahres 2015 jedoch stetig nach oben entwickelt haben, war eine Modifikation des Konzepts für die Erstellung von Gemeinschaftsunterkünften erforderlich. Der Esslinger Gemeinderat hat im Oktober 2015 folgende Modifikation des dezentralen Konzepts beschlossen:

  • in einem Bürgerausschussbezirk können mehrere Gemeinschaftsunterkünfte errichtet werden;
  • die Kapazität der Gemeinschaftsunterkünfte kann von den bisher festgelegten 70 Plätzen nach oben abweichen, verbleibt aber im zweistelligen Bereich;
  • zur Festlegung der Platzkapazität einer Gemeinschaftsunterkunft werden folgende Kriterien herangezogen: vorhandene Fläche, Einwohnerzahl und Sozialstruktur.

Um die anteilige Quote von 17,4 Prozent innerhalb des Landkreises Esslingen zu erfüllen, ist es notwendig, dem Landkreis über die Standorte zur dezentralen Unterbringung der Menschen auf der Flucht hinaus, auch Standorte mit einer Kapazität von jeweils bis zu 300 Personen zu anzubieten.

Im Dezember 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, die Kapazität des Notstandortes Neue Weststadt zu erweitern und befristet bis zum Baubeginn der neuen Hochschule 2020 zu genehmigen. Die Unterkunft hat eine Kapazität von 250 Personen und ist derzeit mit knapp 160 Personen belegt (Stand: Oktober 2017).


Vorläufige Unterbringung

Standort Anzahl der Plätze Anzahl gemeldeter Personen Art der Unterkunft
Berkheim, Seestraße 3 3 Wohnung
Innenstadt, Rennstraße 111 82 Gemeinschaftsunterkunft
Innenstadt, Pulverwiesen 26 3 Gebäude
Innenstadt, Neue Weststadt 246 156 Notstandort
Weil, Klosterallee 99 93 Gemeinschaftsunterkunft
Oberesslingen, Plochinger Straße 53 52 Gebäude
Oberesslingen, Schorndorfer Straße 99 78 Gemeinschaftsunterkunft
Pliensauvorstadt, Spitalsteige 9 0 Gebäude
Sulzgries, Kornhalde 91 42 Gemeinschaftsunterkunft
Wäldenbronn, Brunnenwiesenweg 9 12 Wohnungen
Zell, Robert-Koch-Straße 101 89 Gemeinschaftsunterkunft

Derzeit sind 51 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) durch den Landkreis in verschiedenen Einrichtungen in der Stadt untergebracht. Diese Personengruppe rechnet der Landkreis der Stadt auf die erforderliche Quote für die vorläufige Unterbringung an. Damit befinden sich derzeit 661 Zuflucht suchende Menschen in der vorläufigen Unterbringung in Esslingen am Neckar (Stand: Oktober 2017).


Anschlussunterbringung

Im Dezember 2015 fasste der Esslinger Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Schaffung von neuem kostengünstigem Geschosswohnungsbau für die Zielgruppen des Esslinger Wohnraumversorgungskonzeptes.

Mit dem Wohnraumraumversorgungskonzept stellt sich die Stadt den Herausforderungen, die sich aus der Zuwanderung der vielen Menschen auf der Flucht ergeben. Die hohen Flüchtlingszahlen wirken sich auch auf die Zahlen der Anschlussunterbringung aus. Auch in der Anschlussunterbringung muss die Stadt 17,4 Prozent der Menschen – entsprechend dem Anteil der Bevölkerung der Stadt Esslingen an der Gesamteinwohnerzahl des Landkreises – auf ihrer Gemarkung unterbringen. Während sich die vorläufige Unterbringung weitgehend außerhalb des regulären Wohnungsmarktes abspielt, sind die Personen bei der Anschlussunterbringung vor allem auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen, den es in Esslingen nur in sehr eingeschränktem Umfang gibt.
 
Um zu vermeiden, dass sich die bereits angespannte Situation auf dem Esslinger Wohnungsmarkt weiter verschärft, sollen mit der Aufstellung neuer Bebauungspläne die Voraussetzungen geschaffen werden, um zeitnah bezahlbare Wohnungen für alle betroffenen Bevölkerungsgruppen zu errichten. Gemeinderat und Stadtverwaltung legen Wert darauf, dass die geplanten neuen Wohnungen in diesen Gebieten sowohl Esslinger Haushalten als auch Menschen auf der Flucht in der Anschlussunterbringung zur Verfügung gestellt werden.


Geplante Standorte der Anschlussunterbringung (AU)

Stadtteil Standort Wohnungen Personen Voraussichtlicher Bezug
Berkheim Rohrackerweg 6, davon 4 für AU ca. 30 4. Quartal 2017
Berkheim Brühlstraße 6, davon 4 für AU ca. 36 1. Quartal 2018
Mettingen Obertürkheimer Straße 22 bis zu 100 1. Quartal 2018


Info

Allgemeine Anliegen

Bürgerengagement

Herr Daniel Friz

Koordination Bürgerengagement Flüchtlingsarbeit

Telefon (07 11) 35 12-31 15
Aufgaben:

Koordinator Füchtlingsarbeit

Referat für Migration und Integration

Miriam Denninghaus

Koordination kommunaler Integrations-, Asyl- & Flüchtlingsarbeit - Flüchtlingsbeauftragte

Telefon (07 11) 35 12-23 73
Fax (07 11) 35 12-33 82
Gebäude: Rathasplatz 2/3
Raum: 156
Aufgaben:
  • Kooperation & Koordination im kommunalen Integratios-, Asyl- & Flüchtlingsbereich
  • Koordination Migrationsberatung & Dolmetscherpool
  • Sachbearbeitung

 

Wichtige Links

Hilfeportal "HelpTo" Esslingen