Flucht und Asyl

Asyl in Esslingen

Als Große Kreisstadt steht Esslingen am Neckar dazu, ihren Beitrag zu leisten, damit die zu uns kommenden Flüchtlinge und Asylbewerber einen guten Platz zum Leben finden.

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die nach Esslingen am Neckar kommen, steigt. Der Landkreis ist die zuständige untere Aufnahmebehörde. Wir wirken an dieser Aufgabe aktiv mit und sorgen als Große Kreisstadt dafür, dass 17,4 Prozent - entsprechend unserem Anteil an der Bevölkerung im Landkreis - hier aufgenommen werden können.

Zahlen und Fakten

Derzeit befinden sich 869 Flüchtlinge (Stand Februar 2017) in der vorläufigen Unterbringung, d.h. sie werden durch den Landkreis in der Stadt Esslingen am Neckar untergebracht. Diese Menschen werden auf Wohnungen oder in Gemeinschaftsunterkünften im gesamten Stadtgebiet verteilt. Die Größe der Gemeinschaftsunterkünfte variiert. Der derzeit größte Standort beherbergt knapp 250 Personen. Zudem sind 106 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Jugendhilfeeinrichtungen in Esslingen untergebracht.

In der Anschlussunterbringung werden im Jahr 2016 rund 320 Personen mit Wohnraum versorgt. Damit wurde die für die Stadt Esslingen vorgegebene Quote für das Jahr 2016 erfüllt.

Aktueller Zugang der Asylbeweber für Baden-Württemberg:

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration

Rechtsgrundlagen
Auf der Internetseite des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg finden Sie Informationen über das neue Flüchtlingsaufnahmegesetz.
www.fluechtlingsrat-bw.de

Ein- und Zuwanderung in Deutschland
Laut des Statistischen Bundesamts lebten 2014 knapp elf Millionen Menschen in Deutschland, die selbst eingewandert sind. Das heißt gut jeder fünfte Mensch in Deutschland hat einen Migrationshintergrund.

Weitere Zahlen, Informationen und Antworten: www.esslingen.de/zuwanderung


Das Esslinger Konzept

Das dezentrale Konzept der Stadt Esslingen verfolgt den Ansatz, die Gemeinschaftsunterkünfte gleichmäßig auf die einzelnen Bürgerausschussbezirke zu verteilen. Damit möchten wir den direkten Kontakt mit den Nachbarn erleichtern und so Ängsten vorbeugen. Im direkten Gespräch und durch öffentliche Bürgerinformationen erhoffen wir uns:

  • bessere Akzeptanz in der Bevölkerung
  • leichteres Einlassen auf die neuen Nachbarn
  • Sicherheit durch die überschaubare Zahl

Bis zum Herbst 2015 galten 70 Plätze als anzustrebende Größe der Unterkünfte und es sollte in jedem Bürgerausschussbezirk nur eine Gemeinschaftsunterkunft geben. Das dezentrale Konzept ist grundsätzlich richtig, hat sich bisher bewährt und soll beibehalten werden. Da sich die Flüchtlingszahlen im Laufe des Jahres 2015 jedoch stetig nach oben entwickelt haben, war eine Modifikation des Konzepts für die Erstellung von Gemeinschaftsunterkünften erforderlich. Der Esslinger Gemeinderat hat im Oktober 2015 folgende Modifikation des dezentralen Konzepts beschlossen:

  • in einem Bürgerausschussbezirk können mehrere Gemeinschaftsunterkünfte errichtet werden;
  • die Kapazität der Gemeinschaftsunterkünfte kann von den bisher festgelegten 70 Plätzen nach oben abweichen, verbleibt aber im zweistelligen Bereich;
  • zur Festlegung der Platzkapazität einer Gemeinschaftsunterkunft werden folgende Kriterien herangezogen: vorhandene Fläche, Einwohnerzahl und Sozialstruktur; demnach kommt der Sozialverträglichkeit eine hohe Bedeutung bei der Festlegung der Platzzahl an den Standorten zu.

Um die anteilige Quote von 17,4 Prozent innerhalb des Landkreises Esslingen zu erfüllen, ist es notwendig, dem Landkreis über die bisher geplanten Standorte zur dezentralen Unterbringung der Menschen auf der Flucht hinaus, weitere Standorte mit einer Kapazität von jeweils bis zu 300 Personen zu anzubieten.

Im Dezember 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, die Kapazität des Notstandortes Neue Weststadt zu erweitern und befristet bis zum Baubeginn der neuen Hochschule 2020 zu genehmigen. Die Unterkunft ist mit knapp 100 Bewohnern belegt, wird aber auf eine Gesamtkapazität von 250 Plätzen erweitert.


Bestehende Standorte der vorläufigen Unterbringung

Standort Anzahl der Plätze Anzahl gemeldeter Personen Art der Unterkunft
Berkheim, Seestraße 3 3 Wohnung
Innenstadt, Rennstraße 111 115 Gemeinschaftsunterkunft
Innenstadt, Pulverwiesen 26 3 Gebäude
Innenstadt, Neue Weststadt 246 184 Notstandort
Mettingen, Halbergstraße 10 8 Wohnung
Weil, Klosterallee 99 103 Gemeinschaftsunterkunft
Mettingen, Schenkenbergstraße 28 25 Gebäude
Oberesslingen, Landhausstraße 23 0 Wohnungen
Oberesslingen, Plochinger Straße 38 34 Gebäude
Oberesslingen, Plochinger Straße 14 9 Wohnungen
Oberesslingen, Plochinger Straße 26 20 Gebäude
Oberesslingen, Schorndorfer Straße 99 87 Gemeinschaftsunterkunft
Pliensauvorstadt, Spitalsteige 9 0 Gebäude
Sulzgries, Kornhalde 91 56 Gemeinschaftsunterkunft
Wäldenbronn, Brunnenwiesenweg 9 15 Wohnungen
Zell, Robert-Koch-Straße 101 101 Gemeinschaftsunterkunft

Derzeit sind 106 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) durch den Landkreis in verschiedenen Einrichtungen in der Stadt untergebracht. Diese Personengruppe rechnet der Landkreis der Stadt auf die erforderliche Quote für die vorläufige Unterbringung an.


Anschlussunterbringung

Im Dezember 2015 fasste der Esslinger Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Schaffung von neuem kostengünstigem Geschosswohnungsbau für die Zielgruppen des Esslinger Wohnraumversorgungskonzeptes. Zugleich beauftragte er die Verwaltung damit, die städtebauliche Entwicklung der von der Verwaltung vorgeschlagenen vier Flächen anzugehen. In seiner öffentlichen Sitzung vom 25. Januar 2016 beschloss der Gemeinderat als nächsten Schritt für diese Gebiete die Aufstellung von Bebauungsplänen.

Mit diesen Beschlüssen stellt sich die Stadt den Herausforderungen, die sich aus der Zuwanderung der vielen Menschen auf der Flucht ergeben. Im Jahr 2015 sind 1,1 Millionen Flüchtlinge und Asylbegehrende nach Deutschland gekommen.

Diese hohen Flüchtlingszahlen wirken sich auch auf die Zahlen der Anschlussunterbringung aus. Auch in der Anschlussunterbringung muss die Stadt 17,4 Prozent der Menschen – entsprechend dem Anteil der Bevölkerung der Stadt Esslingen an der Gesamteinwohnerzahl des Landkreises – auf ihrer Gemarkung unterbringen. Die Stadt Esslingen geht davon aus, dass sie bis Ende 2016 über 600 Personen mit Wohnraum versorgen muss. Während sich die vorläufige Unterbringung weitgehend außerhalb des regulären Wohnungsmarktes abspielt, sind die Personen bei der Anschlussunterbringung vor allem auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen, den es in Esslingen nur in sehr eingeschränktem Umfang gibt.
 
Um zu vermeiden, dass sich die bereits angespannte Situation auf dem Esslinger Wohnungsmarkt weiter verschärft, sollen mit der Aufstellung der neuen Bebauungspläne die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um in diesen Gebieten zeitnah bezahlbare Wohnungen für alle betroffenen Bevölkerungsgruppen zu errichten. Das Esslinger Wohnraumversorgungskonzept hat vor allem die Haushalte im Blick, die sich auf dem Wohnungsmarkt nicht oder nur eingeschränkt aus eigener Kraft versorgen können, denen die Stadt jedoch ein Angebot machen will oder gesetzlich machen muss. Gemeinderat und Stadtverwaltung legen Wert darauf, dass die geplanten neuen Wohnungen in diesen Gebieten sowohl Esslinger Haushalten als auch Menschen auf der Flucht in der Anschlussunterbringung zur Verfügung gestellt werden.


Geplante Standorte der Anschlussunterbringung (AU)

Stadtteil Standort Wohnungen Personen Voraussichtlicher Bezug
Berkheim Rohrackerweg 6, davon 4 für AU ca. 30 1. Quartal 2017
Berkheim Brühlstraße 6, davon 4 für AU ca. 36 1. Quartal 2017
St. Bernhardt Flandernstraße 7, davon 4 für AU ca. 36 2. Quartal 2017
Mettingen Obertürkheimer Straße 22 bis zu 100 3. Quartal 2017

Stimmen und Geschichten

OB Dr. Jürgen Zieger
Dr. Jürgen Zieger
"Ich erlebe in der Bevölkerung eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber diesen großen gesellschaftlichen Herausforderungen."
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geklautes Bild
Stephan Stötzler-Nottrodt
"Menschlichkeit, Verständnis und Begegnung sind [...] mindestens so wichtig wie Regeln, Gesetze, Zahlen oder professionelle Betreuung."
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Eine echte Chance:
Drei Flüchtlinge machen in den Städtischen Pflegeheimen Esslingen ihre Ausbildung."
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Info

Allgemeine Anliegen

Bürgerengagement

Herr Daniel Friz

Koordination Bürgerengagement Flüchtlingsarbeit

Telefon (07 11) 35 12-31 15
Aufgaben:

Koordinator Füchtlingsarbeit

Frau Irina Lutz
Telefon (07 11) 35 12 34 17
Gebäude: Schelztorstraße 38

Referat für Migration und Integration

Miriam Denninghaus

Koordination kommunaler Integrations-, Asyl- & Flüchtlingsarbeit - Flüchtlingsbeauftragte

Telefon (07 11) 35 12-23 73
Fax (07 11) 35 12-33 82
Gebäude: Rathasplatz 2/3
Raum: 156
Aufgaben:
  • Kooperation & Koordination im kommunalen Integratios-, Asyl- & Flüchtlingsbereich
  • Koordination Migrationsberatung & Dolmetscherpool
  • Sachbearbeitung

 

Wichtige Links

Hilfeportal "HelpTo" Esslingen
Facebook "Esslingen unterstützt Flüchtlinge"

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