Pressemitteilung 03.05.17

Baustart zum Umbau der Sporthalle Weil

Die Esslinger Sporthalle Weil wird zur Multifunktionshalle: Oberbürgermeister Dr. Zieger und Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter gaben dafür den Startschuß.

Die im Jahr 1972 gebaute Sporthalle Weil soll zukünftig mehr sein als nur eine Sporthalle. Neue Räume und neue Nutzungen werden aus ihr eine barrierefrei gestaltete und energetisch aufgewertete Multifunktionshalle machen, die auch für Integration und Inklusion steht. Die Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit macht diese zeitgemäße Weiterentwicklung möglich. Die zukünftige Multifunktionshalle stellt einen wichtigen Eckpfeiler des „Sportparks Weil“ dar. Die Gesamtprojektkosten liegen bei 7,69 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund über das Förderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" ca. 41 Prozent der Projektkosten, d. h. rund 3,2 Millionen Euro. Am 2. Mai 2017 starteten Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger die umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Symbolisch demontierten sie zum Baustart die alte Alu-Fassade und erläuterten den umfangreichen Nutzen der zukünftigen Multifunktionshalle.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert bis Ende 2018 bundesweit Projekte mit einer Gesamtsumme von insgesamt 140 Millionen Euro. Mit Hilfe des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kann nun auch die Weiler Halle modernisiert werden – inklusive Barrierefreiheit und energetischer Sanierung. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit unserem Konzept im Ministerium überzeugen konnten“, sagt Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. „Über 1.000 Anträge hat es gegeben. Nur 56 wurden bewilligt, davon sieben in Baden-Württemberg.“

Die Gesamtprojektkosten liegen bei 7,69 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund ca. 41 Prozent der Projektkosten, also rund 3,2 Millionen Euro. „Mit der quartiersbezogenen Einbindung des Vorhabens in unser Städtebauprojekt ‚Soziale Stadt Mettingen-West/Brühl/Weil‘ konnten wir eine maßgebliche Voraussetzung für die Förderung erfüllen“, erläutert Zieger, „denn mit der ‚Sozialen Stadt‘ setzen wir gerade in Weil auf die verbindende und integrierende Wirkung des Sports.“ Vor dem Hintergrund, dass in naher Zukunft in den Stadtteilen Weil und Brühl neuer Wohnraum für fast 1.000 Menschen entsteht und sich somit die Bevölkerungsstruktur im Quartier stark verändern wird, wird dies eine große Rolle spielen.

Das Gesamtprojekt der Sanierung und des Umbaus der Sporthalle Weil wurde konsequent aus gesamtstädtischen und stadtteilentwicklungspolitischen Strategien abgeleitet. Die Projektkonzeption wurde in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren entwickelt, aber auch mit potentiellen Nutzer/innen. Während die Nutzung der Sporthalle mit Foyer und Gymnastikräumen weiterhin von der Stadt Esslingen betrieben wird, wird für die Sozial- und Gruppenräume ein eigenständiges Betreibermodell entwickelt – hierfür konnten der Sportverband, der Dachverband der Esslinger Sportvereine, der SV 1845 Esslingen und der FC Esslingen als gemeinsame Interessenten gewonnen werden.

Das Förderprogramm gibt einen engen und damit ambitionierten Zeitplan vor: Bis Ende 2018 müssen der Umbau komplett abgeschlossen und die Halle mit einem Eröffnungsfest eingeweiht sein. Zukünftig wird die Multifunktionshalle Weil dann mit Sporthalle, Gymnastik- sowie Sozial- und Gruppenräumen drei Bereiche aufweisen. Die Architekten haben vorgesehen, dass die Halle nach wie vor dreigeteilt werden kann, wenn auch auf kleinerer Fläche. Ein Eingangsbereich soll für Austausch, Informationen und Ansprache dienen. Die Sozial- und Gruppenräume eignen sich für Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit. Durch Angebote von Seiten der Vereine wie beispielsweise Inklusionsprojekte und Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf können auch benachteiligte Kinder und Jugendliche umfassend unterstützt und gefördert werden. Auch Trainer- und Fortbildungsveranstaltungen sowie Veranstaltungen von Bildungsträgern könnten dann zukünftig hier stattfinden. Neben der Nutzung der Räumlichkeiten durch Vereine und Institutionen ist auch eine Nutzung für private Festivitäten durch Vereinsmitglieder oder Stadtteilbewohner/innen denkbar.

„Die Stadt Esslingen freut sich sehr, dass der Bund die Stadt auch bei diesem so wichtigen Vorhaben mit umfangreichen Finanzhilfen unterstützt“ unterstrich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger, der sich bei den verantwortlichen Personen beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Namen der Stadtverwaltung und des Gemeinderates ausdrücklich bedankte. „Mit dem jetzt erfolgten Startschuss für die Sanierung und den Umbau der Sporthalle Weil und den in Kürze startenden parallelen Investitionen aus dem integrativen „Soziale Stadt“- Projekt Mettingen-Weil-Brühl werden wir die sozialen, städtebaulichen und infrastrukturellen Aspekte und Zusammenhänge im gesamten Stadtquartier spürbar verbessern“, so OB Zieger.

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