Pressemitteilung 19.09.17

Aus dem Gemeinderat

Informieren Sie sich über die jüngsten Beschlüsse des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU) und des Betriebsausschusses Städtische Gebäude des Esslinger Gemeinderates in den öffentlichen Sitzungen vom 18. September 2017.

ATU

Sanierung des Berkheimer Sees kann beginnen

Der Ausschuss für Technik und Umwelt des Esslinger Gemeinderates hat die Vergabe der landschaftsgärtnerischen Arbeiten zur Sanierung des Berkheimer Sees beschlossen. Damit können die Sanierungsarbeiten beauftragt werden und in den nächsten Wochen anlaufen.

Der Wasserverlust des Berkheimer Sees wurde im Rahmen eingehender Untersuchungen bereits 2015 dokumentiert und untersucht. Ursächlich für die Wasserverluste ist demnach die Versickerung des zulaufenden Quellwassers durch die marode Dichtungsfolie, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht bzw. überschritten hat.

Um Folgeschäden durch versickerndes Wasser zu vermeiden, hatte das gemeinderätliche Gremium - nach einem klaren Votum aus dem Bürgerausschuss Berkheim für die Erhaltung des Sees und seiner umgebenden Grünfläche als identitätsstiftendes „Wahrzeichen“ - in der Sitzung des ATU vom 28. November 2016 dem vom städtischen Grünflächenamt vorgelegten Entwurfskonzept zugestimmt.

Die Ausführungspläne sehen vor, die Wasserfläche zu reduzieren, um Abstand vom Wurzelwerk der umgebenden Bäume zu halten und die flachen Uferböschungen naturnah bepflanzen zu können. Dadurch soll die Lebenserwartung der Foliendichtung erhöht und Schäden durch Wurzeln und UV-Licht vermieden werden. Zugleich wird der Eintrag von Laub vermindert, was die Verschlammung des Teichs reduziert.

Um ein ausgeglichenes ökologisches Gleichgewicht des Gewässers und die natürliche Ansiedlung von Amphibien zu gewährleisten, ist geplant, zukünftig nur Kleinfische, z.B. Moderlieschen oder Bitterling, aus autochthonen Beständen einzusetzen. Auf größere Fischarten, wie z.B. Karpfen, soll künftig verzichtet werden. Das Bauvorhaben wird von Tierökologen begleitet.

Wichtiges Ziel ist die Erhöhung der Artenvielfalt (Biodiversität). Es soll ein möglichst artenreiches, naturnahes Kleingewässer entstehen, das im Wasser und im Umfeld Lebensraum für viele standortgerechte Pflanzen- und Tierarten bietet. Dazu wurde das Pflanzkonzept für die Uferbereiche sorgfältig entwickelt und mit externen Fachleuten abgestimmt. Das Umfeld des Gewässers wird mit heimischen Kräutermischungen angesät.

Bestandteil der Neugestaltung ist eine durchlaufende neue Sitzkante aus Beton. Entlang des Seewiesenwegs sollen als Ersatz für die nicht mehr verkehrssicheren und zwischenzeitlich wegen des Eschentriebsterbens gerodeten Eschen Solitärbäume in einem neu angelegten Grünstreifen gepflanzt werden. Die Lindenreihe, die im Spätherbst dieses Jahres noch gepflanzt werden soll, bildet den räumlichen Abschluss zum Seewiesenweg und bindet die naturnah gestaltete Parkanlage als attraktives Ensemble ein.

Das fachgerechte Abfischen des Gewässers vor Baubeginn erfolgt durch Fachleute des Fischereivereins Esslingen. Die dafür beantragte Genehmigung des Regierungspräsidiums Stuttgart liegt vor. Die Sanierungsarbeiten sollen mit den vegetationstechnischen Arbeiten und dem allmählichen Wiederbefüllen des Gewässers in etwa zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die Arbeiten sind jedoch witterungsabhängig, so dass sich eventuell Verzögerungen ergeben können. 


Betriebsausschuss Städtische Gebäude

Sofortige Dachsanierung für Jugendtreff T 1

Einstimmig Grünes Licht zu einer sofortigen Dachsanierung am Containerdach des Jugendtreffs t1 auf dem Zollberg gab jetzt der Betriebsausschuss Städtische Gebäude des Esslinger Gemeinderates. Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht hatte für die Verwaltungsspitze zugesagt, die Dachsanierung als Sofortmaßnahme so schnell es beim Handwerk geht noch im Jahr 2017 über den SGE umzusetzen. Für ein flach geneigtes Dach (6°) mit Trapezabdeckung und Holz-Unterkonstruktion sowie einem Anschluss an aufgehende Bauteile und einer außenliegenden Dachrinnen-Entwässerung fallen dabei Kosten von rund 80.000 € an.

"Die umgehende Lösung mit der Dachsanierung soll der wichtigen Jugendarbeit im T1 eine wichtige mittelfristige Perspektive sichern. Und sie schafft der Stadt und dem t 1 die ausreichende Zeit, um sich zeitnah auf dem Zollberg mit Grundsatzfragen zur zukünftigen Weiterentwicklung inklusive der Perspektive für die Jugendarbeit zu beschäftigen", waren sich EBM Wallbrecht sowie die Fraktionen und Gruppen des Gemeinderates am 18. September einig.


Planungsbeschluss für Feuerwache Wäldenbronn

Der Betriebsausschuss Städtische Gebäude das städtische Gebäudemanagement, die Planungen der Leistungsphasen 1 bis 7 für den Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses auf dem Bolzplatz an der Barbarossastraße in Wäldenbronn zu vergeben. Zugleich stimmte der BA mit breiter Mehrheit dem Kostenrahmen von insgesamt höchstens 2.150.000,- EUR zu. Zudem gab der Betriebsausschuss grünes Licht für die außerplanmäßige Ausgabe im Vermögensplan für Planungskosten der Feuerwache Wäldenbronn in 2017 in Höhe von 50.000 Euro. Die Deckung erfolgt durch Umschichtung aus liquiden Mitteln des SGE. Die Veranschlagung der Mittel für das Gesamtprojekt erfolgt im Doppelwirtschaftsplan 2018/2019.

Grundsatzbeschluss und Standort
Der Gemeinderat hatte am 29.05.2017 in einer öffentlichen Sitzung beschlossen, den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses auf einem Teil des Bolzplatzes an der Barbarossastraße zwischen Spielplatz und Sportplatz zu verwirklichen.

Grundlage Planung/Planungsumfang
Die Grundlage für den Raum- und Flächenbedarf ist gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Wäldenbronn, der Freiwilligen Feuerwehr, und dem Städtischen Gebäude Esslingen entwickelt und danach von der Verwaltungsspitze verabschiedet worden. Insgesamt wird das Gerätehaus mit einer Nutzfläche von 484 qm sowie einer Verkehrsfläche von 96 qm für 45 Einsatzkräfte (37 Männer und 8 Frauen) und 3 Fahrzeuge konzipiert. Der Bedarf für die notwendigen PKW-Stellplätze für die anrückenden Einsatzkräfte der Abteilungsfeuerwehr beläuft sich auf 27 PKW-Stellplätze.

Ziel des SGE ist es, so Oliver Wannek vom SGE im BA SGE,  parallel zur Entwicklung des Vorhaben bezogenen Bebauungsplanes und nach Genehmigung des Bauantrages die neue Feuerwache bis Juni 2020 an die Feuerwehrabteilung Wäldenbronn zu übergeben.


Vergabe von Bauarbeiten für Seewiesenschule

Der Betriebsausschuss Städtische Gebäude beauftragte einstimmig das städtische Gebäudemanagement mit der Vergabe der Gewerke Rohbauarbeiten ( 498.000 €), Zimmerarbeiten ( 209.000 €), Metallbauarbeiten an Fassaden (151.000 €) und Dachabdichtungsarbeiten (85.000 €) für die Seewiesenschule. Zugleich stimmte der BA SGE den Leistungen für die Bauleitung, die Gewährleistungsüberwachung, den Ausführungsterminen sowie einer überplanmäßigen Ausgabe im Jahr 2017 in Höhe von 256.000 € zu. Die Deckung erfolgt beim SGE aus liquiden Mitteln.

Die Gesamtkosten von 4,359 Mio € für den Umbau und Erweiterung der Seewiesenschule bleiben jedoch unverändert. Im Oktober ist der Start für die Ausführung der jetzt beschlossenen Bauarbeiten geplant. Bis August 2018 sollen nach Aussage des städtischen Gebäudemanagements der Um- und Ausbau der Schulmensa und bis August 2019 die gesamten Bauarbeiten  abgeschlossen werden.

Der Esslinger Gemeinderat hatte am 17. Oktober 2016, unmittelbar nach der Entscheidung zur Schulentwicklung der weiterführenden Schulen, den Plänen der Stadtverwaltung zum Umbau des Hauptgebäudes und zum Anbau der Mensa einstimmig zugestimmt. Mit den Um- und Anbauarbeiten verbunden sind eine Anpassung der Gemeinschaftsschulräume an die Anforderungen des neuen pädagogischen Konzeptes mit Räumen für Differenzierung, Inklusion und Ganztag. Auch die Arbeitsplätze der Lehrerschaft werden dadurch ein neues Gesicht bekommen. Darüber hinaus braucht die neue Ganztagsgrundschule zusätzliche Räume für den Ganztagsbetrieb sowie die Essensversorgung der Kinder in der Mensa. Gleichzeitig werden mit den Bauarbeiten baurechtliche Vorgaben zum Brandschutz umgesetzt und die Barrierefreiheit hergestellt.


 

Info

Ansprechpartner

Roland Karpentier
Amtsleiter und Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (07 11) 35 12-27 32
Fax (07 11) 35 12-55 27 32
Gebäude: Neues Rathaus
Raum: 111

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