Pressemitteilung 23.10.17

Baumfällungen im Stadtgebiet

Nach Abschluss der jährlich durchgeführten Baumkontrollen sind ca. 70 geschädigte, kranke und nicht mehr verkehrssichere Bäume zur Entfernung vorgesehen.

Die Stadt Esslingen am Neckar hat neun strategische Ziele für eine nachhaltige Stadtentwicklung definiert. Eins dieser Ziele lautet "Esslingen sorgt für gesunde Lebensbedingungen und schont die natürlichen Ressourcen". Die Anzahl der Stadtbäume ist ein festgesetzter Indikator, der die Zielerreichung messbar machen soll. 28.500 Einzelbäume sind aktuell in der Pflege des Grünflächenamts. Diese Anzahl gilt es zumindest zu halten, besser zu erhöhen.

Nach Abschluss der jährlich durchgeführten Baumkontrollen sind ca. 70 geschädigte, kranke und nicht mehr verkehrssichere Bäume zur Entfernung vorgesehen. Diese sind wie jedes Jahr durch einen rosaroten Punkt gekennzeichnet. Auf Nachfrage gibt das Grünflächenamt gerne gezielt Auskunft.

Die immer längeren Trockenperioden, meist einhergehend mit hohen Temperaturen, zehren an den Kraftreserven der städtischen Bäume. In diesem Jahr hat der heiße Juni vielfach zu einer Schwächung des Austriebs geführt. Dies kann in den nächsten Jahren zu einem hohen Fruchtbehang und sog. Vergreisungen an Bäumen führen. Zusätzlich hat der späte Frost im April bestimmte spätaustreibende Baumarten wie Eichen, Gingko oder Walnuss geschädigt. Dies betraf auch eine frisch gepflanzte Ungarische Eiche in der Hohenbühlanlage. Sie wurde zunächst durch den Spätfrost im April, dann durch den Hitzeeinbruch im Juni und final vom Eichensplintkäfer zum Absterben gebracht. Diese mit dem Borkenkäfer verwandte Käferart riecht förmlich, wenn eine Eiche im Stress ist und sich nicht gegen Schädlingsbefall wehren kann. Auffallend war in den Ergebnissen der diesjährigen Baumkontrolle auch, das städtische Birken starke Hitze- und Trockenschäden bekamen und dadurch verstärkt unter den zu fällenden Bäumen zu finden sind.

Leider muss auch ein ortsbildprägender Baum gefällt werden. Die Linde in der Brunnenstraße in Berkheim, auf dem Platz der ehemaligen Wette, weist massive Schädigungen in der Wachstumsschicht auf. Am Stamm sind große Teile der Borke bereits abgestorben. Dadurch blieb auch das Kronenwachstum aus. Über die Jahre ist ein Sicherheitsrisiko entstanden, das nun die Fällung unvermeidbar macht. Eine Kaiserlinde in einer angemessenen Größe ist als Ersatz vorgesehen. Auch eine alte Kastanie in der Richard-Hirschmann Straße muss entfernt werden. Hier ist eine Silberlinde geplant. Zwei große Platanen in der Stuttgarter Straße werden durch säulenförmige Spitzahorn ersetzt.

Als Ausgleich für die Fällungen sollen ca. 150 Baumpflanzungen in Herbst und Frühjahr sorgen. 100 davon sind zusätzliche Bäume, ganz im Sinne des strategischen Ziels. Der sanierte See in Berkheim erhält sechs Silberlinden. Für den Martin-Elsaesser-Weg sind sechs neue Baumstandorte mit Hopfenbuchen vorgesehen. Die alte Heusteige erhält eine kleine Birkenreihe. Bei der Auswahl der Arten und Sorten geht der Trend weiter zu Bäumen, die dem laufenden Klimawandel noch trotzen können. Hierzu zählen beispielsweise Selektionen der Holländischen Linde, der Silberlinde und der Hainbuche sowie die Zerreiche.

Es ist eine ständige Aufgabe des Grünflächenamts, die Rahmenbedingungen für Stadtbäume in Esslingen zu bewerten. Die geeignete Baumart für den jeweiligen Standort, eine gute Pflanzqualität und Standortvorbereitung, verbunden mit einer umfassenden Pflege in den ersten Standjahren: dies sind die Garanten für einen stetigen Aufbau der Esslinger Stadtbäume.

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