Pressemitteilung 27.02.2017

Holzeinschlag zwischen Weil und Parksiedlung

Die Waldwege Hundsbüttelweg und Scharnhäuserweg sind seit Montag, 27. Februar nicht befahrbar. Für Radfahrer ist eine Umleitung ausgeschildert.

Von Montag,den 27.02.2017 bis voraussichtlich Ende März führt das Grünflächenamt der Stadt Esslingen am Neckar in Esslingen Weil dringend notwendige Baumfällarbeiten zur Verkehrssicherung und turnusgemäße Regeldurchforstung/Holzerntearbeiten durch.

Aus Sicherheitsgründen werden während der gesamten Maßnahme auch die jeweils betroffenen angeschlossenen Waldwege Hundsbuckelweg und Scharnhauserweg mehrere Wochen nicht passierbar sein. Eine Umleitung über den Weiler Berg wird für die Radfahrer ausgeschildert. Im Interesse der eigenen Sicherheit und zur Vermeidung von Verzögerungen und Mehrkosten bittet die städt. Forstverwaltung alle Waldbesucher, unbedingt die Absperrungen zu beachten.

Dabei werden unter anderem instabile, vom „Eschentriebsterben“ befallene, sowie durch das Trockenjahr 2016 geschädigte Bäume zum Schutz der Waldbesucher und Angrenzer beseitigt und die Bestände außerhalb des Bannwalds und der Waldrefugien (Stilllegungsflächen), durchforstet, so der stellv. Forstrevierleiter Jens Denzinger.

Abschnittsweise wird es an den Bestandesrändern durch den Totallausfall der Baumart Esche zu stärkeren Eingriffen kommen. Die Eschen zeigen mittlerweile im gesamten Stadtwald eindeutige Krankheitssymptome wie z.B. absterbende Kronen. Im fortgeschrittenen Stadium sterben sie unweigerlich ab. Die Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und die Verkehrssicherheit sowie die Arbeitssicherheit sind bedroht. Seit 2006 breitet sich der Pilz in Baden-Württemberg kontinuierlich aus und mancherorts ist die Esche bis auf einen minimalen Prozentsatz verschwunden.

Nach den Holzerntearbeiten werden die Waldränder in stufige Bestandesränder mit ökologisch wertvollen Strauchzonen überführt. Viele heimisch vorkommende Straucharten, die Nahrung und Lebensraum für z.B. etliche Vogelarten und Insekten bieten, sind jetzt schon dort zu finden. Teilweise werden nach Bedarf in Lücken auch Ergänzungspflanzungen erfolgen.

Die anfallenden Stämme werden zu Sägeholz und Brennholz verarbeitet, das Kronenmaterial zu Hackschnitzeln die in einem Heizkraftwerk klimaneutral verwertet werden, so Jens Denzinger.

Auf Teilflächen wird auch absichtlich Totholz liegengelassen; wieso braucht es Totholz und alte Bäume?

Jahrhunderte lang wurde Totholz aus den Wäldern entfernt, entweder weil es als Brennholz oder Baumaterial gefragt war oder einfach aus purem Ordnungssinn: ein korrekt bewirtschafteter Wald musste von herumliegendem Holz befreit und aufgeräumt sein. Trotz großer Anstrengungen in den vergangenen Jahren, gibt es in den europäischen Wirtschaftswäldern nach wie vor zu wenig stehendes und liegendes Totholz, um die ökologische Funktion der Wälder zufriedenstellend zu gewährleisten. Die Stadt Esslingen am Neckar leistet mit ihrem Alt- und Totholzprogramm hierzu einen wertvollen Beitrag.

Die Maßnahme ist mit dem Kreisforstamt abgestimmt und wurde dem örtlich zuständigen Bürgerausschuss im Vorfeld erläutert.

Alle betroffenen Waldbesucher und Anwohner werden für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen um Verständnis gebeten.

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