Schutzstreifen

Schutzstreifen machen Radfahrer sichtbar

Seit zwei Jahren gibt es Schutzstreifen für RadfahrerInnen auf einem Abschnitt der Entengraben- und Kiesstrasse. Diese geben RadfahrererInnen einen eigenen Raum und damit mehr Sicherheit auf der Fahrbahn – wenn sich alle an die Regeln halten.

agfk Volker Lannert

Eine Möglichkeit, Raum für RadfahrerInnen auf der Straße zu markieren, sind Schutzstreifen. Sie zeigen Auto-, LKW- und BusfahrerInnen: Achtung, auch RadlerInnen fahren hier und gehören ebenfalls zum Straßenverkehr. Schutzstreifen sind Teil der Fahrbahn und durch eine unterbrochene Linie und ein Fahrradpiktogramm gekennzeichnet.
RadfahrerInnen fahren auf der Fahrbahn sicherer als auf separaten Geh- und Radwegen, da sie besser gesehen und wahrgenommen werden. Außerdem gibt es auf der Fahrbahn weniger Konflikte mit einfahrenden Autos aus Querstraßen und Einfahrten, FußgängerInnen oder Hindernissen wie z.B. Mülltonnen, Plakataufsteller, Verkehrszeichen oder Laternenmasten.
 
Seit zwei Jahren sind Schutzstreifen-Markierungen auf einem Abschnitt der Entengraben- und der Kiesstraße angebracht. Durch Leitlinien auf der Fahrbahn markierte Schutzstreifen für den Radverkehr dürfen – wie andere markierte Leitlinien auch - nur bei Bedarf überfahren werden und nur wenn der Radverkehr dabei nicht gefährdet wird. Auf den durch Leitlinien markierten Schutzstreifen für den Radverkehr darf nicht geparkt werden.
 

Korrektes Überholen von RadfahrerInnen auf dem Schutzstreifen mit einem Seitenabstand von mindestens 1,50 m
Schutzstreifen dürfen nur im Ausnahmefall überfahren werden und Radfahrer dürfen dabei nicht behindert werden
Ein Überfahren des Schutzstreifens wie in diesen Fällen ist nicht zulässig.

Da der vorhandene Straßenquerschnitt des Altstadtringes relativ schmal ist, war hier eine Sonderlösung gefragt: dem Radverkehr wird in beide Fahrtrichtungen ein 1,50 m breiter Schutzstreifen am Fahrbahnrand angeboten. Der Kraftfahrzeugverkehr teilt sich die verbleibende Fahrbahn von 5,0 m, was für zwei nebeneinanderfahrende Pkw ausreichend ist. Wird es bei breiteren Fahrzeugen wie Bussen oder Lkw zu eng, so kann entweder nur eine Fahrspur genutzt werden oder der Schutzstreifen darf im Einzelfall befahren werden – vorausgesetzt, dadurch werden keine RadfahrerInnen behindert.
Das Gleiche gilt auch für die RadlerInnen: nur bei Hindernissen ist ein Überfahren des Schutzstreifens nach links erlaubt und dabei darf der Kfz-Verkehr nicht behindert werden. RadfahrerInnen sollten in der Mitte des Schutzstreifens fahren und dürfen dann auch an stehenden oder langsamer fahrenden Fahrzeugen rechts vorbei fahren.
 
"Wichtig für die Sicherheit von RadfahrerInnen ist, dass sie mit ausreichend großem Abstand überholt werden - mindestens mit 1,5 m. Wer überholt, darf dabei niemanden behindern oder gar gefährden – insbesondere ist auf FußgängerInnen und RadfahrerInnen zu achten“ stellt Christine Locher, Verkehrsplanerin bei der Stadt Esslingen, klar. „Bei engen Straßen, wie es in Esslingen vielerorts der Fall ist, ist es besonders wichtig, dass alle VerkehrsteilnehmerInnen aufeinander Rücksicht nehmen – so ist es im Rücksichtnahmegebot in § 1 der Straßenverkehrsordnung verankert“ appelliert Locher.
Wenn es eng wird, müssen AutofahrerInnen ihr Tempo drosseln. Und RadfahrerInnen sind verpflichtet, nachfolgenden schnelleren Fahrzeugen an geeigneten Stellen das Überholen zu ermöglichen
„RadfahrerInnen und FußgängerInnen sind als sogenannte „schwache Verkehrsteilnehmer“ besonders gefährdet. Sie haben keine Knautschzone. Autofahrer sollten sich ihnen gegenüber besonders vorsichtig verhalten.“ meint Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht.

Das kleine Ein-Mal-Eins für den Schutzstreifen

Vier Regeln ermöglichen, dass der Verkehr mit Schutzstreifen problemlos weiterrollt. Es gilt: Nebeneinander statt gegeneinander.

  • Grundsätzlich ist der Schutzstreifen für die RadfahrerInnen reserviert. Als AutofahrerIn darf man ihn nur im Bedarfsfall überfahren, ohne die RadlerInnen zu gefährden.
  • Parken auf dem Schutzstreifen ist nicht erlaubt, nur das Halten bis zu drei Minuten (das Fahrzeug darf nicht verlassen werden; wer länger als drei      Minuten hält oder sein Fahrzeug verlässt, der parkt).
  • Schutzstreifen dürfen von RadfahrerInnen nur in Fahrtrichtung benutzt werden (RadfahrerInnen fahren immer auf der rechten Straßenseite). Geister-RadlerInnen gefährden sich und andere VerkehrsteilnehmerInnen überdurchschnittlich.
  • RadfahrerInnen dürfen auf dem Schutzstreifen an der Ampel rechts an wartenden Autos vorbei fahren.

Flyer Schutzstreifen machen Radfahrer sichtbar (308 KB)


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