Klimaschutzkonzept

Integriertes Klimaschutzkonzept Esslingen

Die Stadt Esslingen hat sich über ihre Mitgliedschaft im Klimabündnis hinaus verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 25% zu reduzieren. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, gaben Gemeinderat und Verwaltung ein integriertes Klimaschutzkonzept für Energie und Verkehr in Auftrag.

Externe Fachleute des Heidelberger ifeu-Institutes haben nach unterschiedlichen Beteiligungsrunden den Schlussbericht zu den Bereichen Energie mit 33 und zum Bereich Verkehr mit weiteren 10 Einzelvorschlägen vorgelegt. Vorbehaltlich der jeweiligen Haushaltspläne sollen nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates vom 28. Juni in den nächsten Jahren bis 2020 finanzielle und personelle Ressourcen zur Umsetzung, Koordination und Steuerung durch die Stadtverwaltung bereitgestellt werden.

Jährliche Berichte sollen einen guten Blick auf die Projektfortschritte sowie die Konsequenzen für das notwendige Budget und Personal aufzeigen. Erst 2012 wurde der erste Klimabilanzbericht veröffentlicht - mit einem ermutigenden ersten Ergebnis. [Pressemeldung]

CO2 Szenarien

Das ifeu-Institut erarbeitete bei der Konzepterstellung zwei CO2-Szenarien für das Zieljahr 2020.

  • TREND-Szenario - alles wie bisher
    Wie sieht die CO2 - Entwicklung bis 2020 aus, wenn alles so weiterläuft wie bisher, also die Akteure vor Ort Ihre Aktivitäten nicht über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus bewegen?
  • KLIMA-Szenario - was kann erreicht werden?
    Wie kann die CO2 - Entwicklung bis 2020 aussehen, wenn Esslingen gemeinsam mit verschiedenen Akteuren die Klimaschutzbemühungen von Stadt und Bürgern intensiviert, indem alle technisch-wirtschaftlichen Effizienzpotentiale und eine klimafreundliche Energieversorgung umgesetzt werden.

Die im KLIMA-Szenario berechneten Einsparmöglichkeiten werden nur durch intensive Zusammenarbeit aller Akteure vor Ort und der Stadt erreicht. Dazu wurden Maßnahmenempfehlungen entwickelt. Insgesamt 43 Einzelbausteine lassen sich auf mehrere Zielgruppen verteilen: Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Stadtverwaltung, Multiplikatoren wie Hochschule, Handwerk und Kirchen.

Das Konzept

"Mit der Anstellung unserer neuen Klimaschutzmanagerin und dem erfolgreichen Start des Energiezentrums Esslingen haben wir gezeigt, dass wir entschieden handeln wollen", so Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht.

Bereich Energie

In einem über 30 Punkte umfassenden Katalog empfiehlt das ifeu-Institut für den Bereich Energie neben dem Ausbau des Energiezentrums, Modellprojekten wie einer klimafreundlichen Neuen Weststadt und Kampagnen für den Klimaschutz, etwa die Einführung eines Klimaschutzstadtplanes und eines Klimaschutz-Controllings. Darüberhinaus sollen bereits vorhandene Anreize wie Ökoprofit oder Fifty-Fifty-Projekt ausgebaut oder das Esslinger Wärmesiegel modifiziert werden.

Noch mehr Firmen sollen für den Klimaschutz gewonnen werden, etwa über Solaranlagen auf Firmendächern. Verstärkt genutzt werden sollen erneuerbare Energien und innovative Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekte. Auch soll die Energieeffizienz städtischer Gebäude weiter verbessert werden. Mit dem Ziel "Klimaschutz für Alle" soll auch die Kooperation der Stadt mit der Hochschule, dem Handwerk, Kirchen, Vereinen und Verbänden ausgebaut werden.

Bereich Verkehr

Schwerpunkt der Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr ist die Verhinderung einer zukünftigen Zunahme des Individualverkehrs und Verlagerung auf den Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖPNV). Im Fokus der Maßnahmen muss neben dem Binnenverkehr auch der Quell-Ziel-Verkehr mit dem Umland sein, da dieser einen großen Anteil an den verkehrsbedingten Emissionen im Stadtgebiet hat. Die konkreten Projekte erstrecken sich etwa von einer Marketing- und Qualitätsoffensive im ÖPNV über ein Radverkehrs- und Fußverkehrskonzept Esslingen und ein Betriebliches Mobilitätsmanagement bis zur Initiative "Nachhaltige Mobilität für die Neuen Neckarwiesen" und ein neues Parkraummanagement.

Projektpartner und Förderer

Für die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes erhielt die Stadt Esslingen am Neckar eine Zuwendung vom

Bundesministerium für Umwelt,Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Förderkennzeichen 03KS0049
Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich (PtJ)
ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH


Info

Kontakt

Renate Daurer

Umweltschutzbeauftragte

Telefon (07 11) 35 12-25 72
Fax (07 11) 35 12-55 25 72
Gebäude: Neubau
Raum: 240

Download

Intergriertes Klimaschutzkonzept (1,6 MB)
Integriertes Klimaschutzkonzept Endfassung (1,6 MB)

Weitere Informationen

Energiezentrum Esslingen
Esslingen und CO
Stadtwerke Esslingen

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