Piotrkow Trybunalski

Piotrkow Trybunalski - Polen

Piotrkow Trybunalski

Die Kreisstadt Piotrkow Trybunalski liegt in Zentralpolen in der Wojewodschaft (Region) Lodz. In der sehenswerten, malerischen Altstadt ist das architektonische System des Mittelalters noch gut zu erkennen.

Quelle: Szymon Dędek / Wikimedia

Charakteristisch ist der ovale Umriss der Grenzen der Stadt, der Markt, winkelige Gassen, Bürgerhäuser mit Innenhöfen von einzigartiger Atmosphäre, sowie tiefe Keller aus der zeit des Mittelalters und der Renaissance. Zahlreiche Schlösser, Klöster und Kirchen sowie die Reste der Wehrmauer aus dem 15. Jh. prägen das Stadtbild. Zug um Zug werden seit  einigen Jahren die Häuser in der Innenstadt renoviert.   Die Mehrzahl der 82 000 Einwohner von Piotrkow Trybunalski lebt in den zum Teil sozial geprägten Wohnvierten in den Randbezirken der Stadt.

Geschichte

Der erste Bestandteil des Namens –„Piotrkow“- leitet sich vom Namen des Stadtgründers ab, des Adeligen Piotr Dunin, der in der ersten Hälfte des 12. Jh. lebte. Den zweiten Namen – Trybunalski“- hat sie dem Königstribunal, dem höchsten Gerichtshof der alten Republik Polens zu verdanken. Von 1578 bis 1792 war Piotrkow Trybunalski  Sitz dieses Gerichtshofes. 
Dank ihrer günstigen Lage direkt am Handelsweg, der von Pommern nach Russland und Ungarn führte, wuchs die Siedlung rasch an und erhielt 1292 das Stadtrecht. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 15. und 16. Jahrhundert. Feuersbrünste und der Einfall der schwedischen Truppen im 17. Jh. und die Auflösung des Reichstribunals im 18. Jh. läuteten den Niedergang der Stadt ein. Erst mit dem Bau der Bahnstrecke Wien-Warschau, die durch Piotrkow Trybunalski führte, erlebte die Stadt 1846 einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung: zwischen Altstadt und Bahnlinie entstand ein neues Stadt- und Industriezentrum.
Piotrkow Trybunalski gilt als die Wiege des polnischen Parlamentarismus. Auf einer Generalversammlung des Adels, die im Jahr 1493 von König Jan Olbracht einberufen worden war, bekam das polnische Parlament seine bis heute gültige Gestalt in Form von zwei Kammern: des Senats (Ältestenrat) und des Sejms (Abgeordnetenkammer).


Bildung und Kultur

Piotrkow ist bekannt für ein liberales Gedankengut. Die zahlreichen Bildungseinrichtungen stehen ganz in der Tradition der bekannten Reformer der Aufklärungszeit, Frycz Modrzewski und Hieronym Stanislaw Konarski. An der Hochschule Akademia Swietokrzyska studieren über 6000 Studenten. Angeboten werden auch musische Studiengänge wie Schauspielunterricht für Theater und Film, Musik, Tanz und Bildende Kunst. Die Musikschule „Jan Paderewski“ ist bekannt für ihre gute Ausbildung. Jährlich finden dort nationale und internationale Musikwettbewerbe statt.
Das Kulturzentrum von Piotrkow ist ein beliebter Treffpunkt – nicht nur für junge Piotrkauer. Das ganze Jahr über wird dort ein buntes Kulturprogramm mit den Schwerpunkten Performance Art, Video/Sound Art und Installation präsentiert. Zum kulturellen Jahresprogramm zählen auch die internationalen Musik- und Tanzfestspiele in der Stadt.


Wirtschaft und Tourismus

Die Hauptwirtschaftszweige in Piotrkow Trybunalski sind der Maschinenbau, Holz-, Glas und Textilindustrie. In den letzten Jahren haben sich auch  einige größere Logistik- Unternehmen und Bauunternehmen angesiedelt. Die Stadt ist nach Lodz das zweitgrößte Industriezentrum der Region. Die verkehrsgünstige Lage von Piotrkow Trybunalski bietet für Investoren und Unternehmen eine gute Standortperspektive. Die Stadt verfügt auch über einen kleinen Flughafen. Etabliert hat sich Piotrkow auch im Bereich von internationalen Messen und Ausstellungen.

Der künstlich angelegte Bugaj-See am Stadtrand ist ein attraktives Erholungsgebiet und ein Geheimtipp für Angelfreunde!



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