Wohnraumversorgung

Das Esslinger Wohnraumversorgungskonzept

Esslingen ist ein begehrter Wohn- und Arbeitsort in der Region und das Wohnungsangebot ist knapp. Damit sich der Esslinger Wohnungsmarkt wieder entspannt, wirkt die Stadt Esslingen mit einer zielgerichteten Wohnraumpolitik der derzeit unbefriedigenden Situation aktiv entgegen.

Nicht nur finanzschwache Haushalte oder bedürftige Haushalte mit Wohnberechtigungsscheinen sind durch das knappe Wohnungsangebot in Esslingen betroffen. Auch Haushalte, die auf der Suche nach Wohnungseigentum sind, spüren die Herausforderungen des beschränkten Wohnungsangebots. Hinzu kommt, dass die Stadt Esslingen vermehrt für bleibeberechtigte Menschen auf der Flucht Wohnraum in der sogenannten Anschlussunterbringung zur Verfügung stellen muss.

Eine angemessene und bezahlbare Wohnung zu haben, ist für alle Menschen von grundlegender Bedeutung. Daher hat die Stadt Esslingen das Wohnraumversorgungskonzept auf der Grundlage des Wohnraumsituationsberichts von 2011 entwickelt.

Wohnraumsituationsbericht 2011 (732 KB)

Zielgruppen des Wohnraumversorgungskonzepts

Für einige Zielgruppen ist die Versorgung mit Wohnraum aus eigener Kraft besonders erschwert:

  • Gruppe I
    Wohnungen für Familien
     
    Familien benötigen eine bezahlbare Miete. Deshalb wird eine Förderung über das Landeswohnraumförderungsprogramm mit Belegungsrechten zugunsten der Stadt angestrebt.
     
  • Gruppe II
    Altersgerechte Wohnungen für Senioren oder für Haushalte mit 1-2 Personen
     
    Auch Senioren und Haushalte, die aus 1 bis 2 Personen bestehen, benötigen eine bezahlbare Miete. Auch für diese Zielgruppe wird eine Förderung über das Landeswohnraumförderungsprogramm mit Belegungsrechten zugunsten der Stadt angestrebt.
     
  • Gruppe II
    Mietwohnungen für Familien mit mittlerem Einkommen, d.h. einer Einkommensgrenze bis zu 30% über dem Landeswohnraumförderungsprogramm
     
    Die hier angesprochenen Familien benötigen zwar keine finanzielle Förderung, der Zugang zu Wohnungen muss aber dennoch erleichtert werden.
     
  • Gruppe IV
    Wohnungseigentum für Familien mit mittlerem Einkommen, d.h. einer Einkommensgrenzen bis zu 30% über dem Landeswohnraumförderungsprogramm
     
    Diese Zielgruppe bilden vor allem junge Familien, die an der Schwelle zum Wohneigentum stehen. Ihnen wird der Zugang zu Wohnraum erleichtert. Eine finanzielle Förderung ist auch hier nicht erforderlich.
     

Handlungsfelder der Wohnraumversorgung

Über vier Handlungsfelder trägt die Stadt künftig zur Verbesserung der Wohnraumversorgung bei:

Baulandumlegungen
Umlegungen von privaten Grundstücken zur Entwicklung von Bauland werden nur vorgenommen, wenn die Eigentümer einen Flächenbeitrag in Form einer Flächenabtretung von 30% Fläche kostenlos und 20% zu einem reduzierten Wert leisten. Damit werden vorrangig die öffentlichen Erschließungsanlagen mit Straßen, Wegen und Grünflächen hergestellt; verbleibende Flächen stellt die Stadt für Wohnungsbau zur Verfügung. Zudem müssen sich die Grundstückseigentümer an den Entwicklungskosten für das Baugebiet beteiligen.

Änderungen und Abweichungen vom bestehenden Planungsrecht
Soweit für private Grundstücke eine erhöhte bauliche Ausnutzung ermöglicht wird, ist ein Teil der daraus resultierenden Bodenwertsteigerungen zur Schaffung von Wohnraum für die Zielgruppen einzusetzen.
Merkblatt: Private Grundstücke (33 KB)

Veräußerung städtischer Grundstücke
Städtische Grundstücke, die für Wohnungsbau geeignet sind, werden nur veräußert, wenn darauf überwiegend Wohnraum für die oben genannten Zielgruppen geschaffen wird.
Merkblatt: Städtische Grundstücke (21 KB)
 
Erwerb von Belegungsrechten
Vor allem bei den Wohnungsbaugesellschaften wird angestrebt, die Zahl der Wohnungen mit Belegungsrecht zugunsten der Stadt zu erhöhen. Vorrangig sollen dafür die Fördermöglichkeiten des Landeswohnraumförderprogramms in Anspruch genommen werden.


Die Eckwerte zum Wohnraumversorgungskonzept werden bis zum Jahr 2018 anhand konkreter Maßnahmen erprobt.

Eckwerte zum Wohnraumversorgungskonzept (59 KB)

Nähere Informationen zur Wohnraumföderung finden Sie vor allem im Portal der
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank).


Info

Kontakt

Baurechtsamt
Baurechtsamt
Ritterstraße 17
73728 Esslingen am Neckar
Telefon +49 (7 11) 35 12-23 61
Fax +49 (7 11) 35 12-55 23 67

Downloads

Merkblatt Private Grundstücke (33 KB)
Info-Blatt Städtische Grundstücke Geschosswohnungsbau (448 KB)
Eckwerte zum Wohnraumversorgungskonzept (59 KB)
Wohnraumsituationsbericht (732 KB)

Links

Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank).

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