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73728 Esslingen am Neckar
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Das Ziel ist eine lebenswerte Pliensauvorstadt
2001 wurde die Pliensauvorstadt in das Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt" aufgenommen. Das Bund-Länder-Programm hilft Stadtteilen, in denen städtebauliche und soziostrukturelle Probleme zusammen treffen.
Die traditionelle Stadtsanierung mit der Modernisierung von Gebäuden, Freiflächen und Verkehrswegen ist dabei nur ein Ziel. Gefördert wird vor allem die nachhaltige Integration aller gesellschaftlichen Gruppen im Stadtteil. Eine breite Vernetzung und Bürgerbeteiligung, die durch ein begleitendes Quartiersmanagement sicher gestellt werden, zählen deshalb zu den Fördervoraussetzungen.
Rund 28 Hektar Fläche umfasst das Sanierungsgebiet in der Pliensauvorstadt. Insgesamt 3,4 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln können bis 2009 hier investiert werden. Davon muss die Stadt Esslingen am Neckar ein Drittel beisteuern. Da der Förderrahmen vergleichsweise gering ist, werden private Modernisierungen im Sanierungsgebiet finanziell nicht unterstützt.
Die Sanierungsmittel fließen in die Neugestaltung öffentlicher Gebäude, Plätze und Freiflächen - und kommen damit allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Pliensauvorstadt zugute.
Erste Planungen und vorbereitende Untersuchungen zur Erneuerung des Stadtteils wurden im Jahr 2002 auf den Weg gebracht. Nähere Informationen zum Sanierungsgebiet, den sozialplanerischen und städtebaulichen Zielen sowie zur Prioritätenliste für die Stadterneuerung finden Sie im Bereich "Was bedeutet Soziale Stadt?". Hier sind auch wichtige Hinweise für Grundstückseigentümer verzeichnet, etwa zu den erhöhten steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für die Modernisierung und Instandsetzung privater Gebäude im Sanierungsgebiet.
Die städtebaulichen und stadtplanerischen Ziele nehmen in verschiedenen Projekten Gestalt an:
Auf dem Bohner+Köhle-Areal ist bis 2007 ein Bürgerhaus, eine Kindertagesstätte, ein Altenpflegeheim und ein Stadtteilplatz entstanden. Ergänzt wird die neue Mitte in Kürze durch die betreuten Seniorenwohnungen. In der Breite ist ein neues Wohngebiet geplant. Die Weilstraße soll zum Rückgrat des Stadtteils werden, mit attraktiven Wegen für Fußgänger und Radfahrer, mit einladenden Plätzen zum Verweilen und besseren Verbindungen zu Schulen und Kirchen, zu den neu gestalteten Spielplätzen und dem neuen Domizil des Jugendtreffs Makarios.
Die Vernetzung und Neuorientierung nach innen sind nicht nur auf Gebäude und Straßen beschränkt, sie beziehen auch die Menschen in der Pliensauvorstadt mit ein: Bereits in der Planungsphase engagieren sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, unterstützt durch die Quartiersmanagerin, die Fachkräfte der Stadtverwaltung und externe Experten, für ihren Stadtteil. Die breite Bürgerbeteiligung ist institutionalisiert in verschiedenen Projektgruppen, dem Forum Pliensauvorstadt und der Lenkungsgruppe. Der Bürgerausschuss Pliensauvorstadt als gewählte Stadtteilvertretung ist in das Programm "Soziale Stadt" aktiv eingebunden.