
Kontakt:
73728 Esslingen am Neckar
Die neue Fußgängerbrücke am Pliensauturm - Dokumentation
Der Wettbewerb - Entscheidung am 4.12.1998
Fertigstellung des Aufzugs und der Rampe
Anlieferung des Brückenkörpers
Der Wettbewerb - Entscheidung am 4.12.1998

Der preisgekrönte Entwurf vom Büro Steinhilber und Weis schlägt zwei versetzte Stege über den Neckar und die Bahngleise westlich des Pliensauturms vor. Dadurch soll der Turm von Rampen und Treppen befreit und der Blickkontakt durch das Tor in die Altstadt wieder freigegeben werden. Zunächst wird am 27.9.2004 jedoch nur die Realisierung des ersten Stegs über die Neckarstraße und die Gleise beschlossen.
Planungsphase

Regen Anteil nahm die Öffentlichkeit an der Diskussion über die Gestaltung der Rampe. Die Nähe einer Grundstückszufahrt hätte bei einem linearen Verlauf eine Neigung von 13% ergeben. Das Problem wurde schließlich durch eine doppelläufige Variante mit rund 8% Gefälle zur allseitigen Zufriedenheit gelöst.
Abbruchphase

In einer ersten Bauphase wurde ab April 2005 die Treppenanlage und die Rampe zur Neckarstraße abgerissen. Nachdem die Oberleitungen provisorisch verlegt worden waren, wurde in Abstimmung mit der Bahn mit dem schrittweisen Abbruch des Brückenkörpers begonnen. Nur nachts zu ganz bestimmten Uhrzeiten konnten die durchtrennten Betonelemente herausgehoben und verladen werden.
Neue Fundamente und Stützen

Mit der Anlieferung und Aufstellung der vorgefertigten Stützelemente begann dann die "konstruktive" Phase des Brückenbaus. Nachdem die Fundamente vorbereitet waren, dauerte das Aufrichten nur wenige Tage.
Fertigstellung des Aufzugs und der Rampe

Im Gegensatz zum filigranen Stahlsteg sind Aufzugsschacht, Rampe und Treppenanlage aus Stahlbeton hergestellt worden. Die Arbeiten für das Schalen, Bewehren und Betonieren der Bauteile nahmen insgesamt 25 Wochen in Anspruch. Ursprünglich sollte das im Werk in Regensburg vorgefertigte längere der beiden Brückenelemente aus Stahl über den Neckar angeliefert werden. Ein Sondervorschlag der ausführenden Firma Baresel sah jedoch den Transport beider Brückenelemente auf Schwertransportern vor. Aber auch der Transport über die Straße war eine anspruchsvolle Aufgabe.
Anlieferung des Brückenkörpers

Nachtmontage

In der Nacht vom 21. zum 22. Juli 2007war es dann so weit. Nach einem vorausgegangenen Probehub schwebte der Stahlkoloss ganz langsam hoch über die Oberleitungen der Bahntrasse vorbei am ehrwürdigen Pliensauturm in die vorgesehene Position - ein Schauspiel, das nicht alle Tage zu beobachten ist. Neben dem denkwürdigen Anlass des Brückenschlags wird den zahlreichen Zuschauern Regen und Sturm in Erinnerung bleiben, die am Samstag, den 10. November 2007 die Feier begleiteten. Der guten Stimmung und der Freude über das gelungene Werk tat das allerdings keinen Abbruch. Foto: www.gerografie.de
Einweihung


|
4,055 Mio Euro | |
|
Beteiligte |
Steinhilber und Weis |
|
Tragwerksplanung |
Pfefferkorn Ingenieure |
|
Projektsteuerung |
WPM Projektmanagement |
|
Bauausführung |
Fa. Baresel GmbH |