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73728 Esslingen am Neckar
Das Tor im Pliensauturm - Dokumentation
Ein lange Zeit ungewohntes Bild
Der alte Wunschtraum

Alle Esslinger sehnen sich wohl nach der Ansicht dieser Postkarte zurück, die um das Jahr 1900 geschrieben und nach Karlsruhre verschickt worden ist. Damals konnte man aus der Pliensaustraße durch das alte Stadttor direkt über die Neckarbrücke gehen oder fahren. Der Blick durch das Tor war frei.

Mit dem Bau der Brücke über die Bahngleise und der mächtigen Rampenanlage wurde diese Ansicht 1926 für viele Jahrzehnte verstellt. Nicht nur dass das Tor zugemauert und der ganze Turm durch die Betonwand verschandelt wurde, auch die Anbauten wurden abgerissen oder zugeschüttet. Immerhin hat man dem vielfachen Wunsch nach völligem Abriss zum Glück damals widerstanden. Eine erste kleine Reparatur wurde 1972 vorgenommen, als die Vogelsangbrücke gebaut war und der Verkehr nicht mehr über die alte Neckarbrücke geführt wurde. Da hat man zusammen mit dem Bau der ersten Fußgängerzone die Betonwand neben der Treppe abgerissen.
Nur noch Wenige können sich an die Treppe vom Tor hinunter an das Neckarufer erinnern. Seit 1925 war sie im Erdreich unter einer der Rampen verschwunden, ebenso wie das kleine "Färbertörle" daneben.
Ein erster Schritt

Ein lange Zeit ungewohntes Bild

Aus der Versenkung geholt

Im Zuge der Arbeiten an dem neuen Fußgängersteg wurde der Fuß des Pliensauturms jetzt wieder freigelegt. So erhielt der Turm nicht nur seine ursprünglichen Proportionen zurück, zugleich konnte damit der Stadt Esslingen ein Stück ihrer Baugeschichte wieder zurückgegeben werden.
