Ausstellungsrundgang

Als Einstimmung auf den Ausstellungsrundgang können Sie hier bereits zwei der Hörstationen probehören.
Die Ausstellung in den Räumen der Franziskanerkirche und des Evangelischen Gemeindehauses macht das Leben und Arbeiten in der mittelalterlichen Stadt erfahrbar. Neben Geschichte und Funktion der Klöster und Pfleghöfe lernen die Besucher den Tagesablauf von Nonnen und Mönchen kennen. Dieser war geprägt von Gebeten, Chorgesang und Armenfürsorge.
Zahlreiche wertvolle Leihgaben aus verschiedenen Museen, Bibliotheken und Archiven, die von der religiösen Kultur des Mittelalters zeugen, werden erstmals in Esslingen gezeigt. Als Hauptwerk der Ausstellung konnte die spätgotische Pietà aus dem ehemaligen Dominikanerinnenkloster Weiler bei Esslingen als Leihgabe des Landesmuseums Württemberg gewonnen werden.
Jenseits von Chorgesang und Stundengebet gab es aber auch den ganz profanen Alltag. Wie waren Nonnen und Mönche angezogen? Was stand auf dem Speiseplan? Hiervon berichten archäologische Funde, die bei Ausgrabungen in Esslingen gemacht wurden.
Mit der Einführung der Reformation in Esslingen im Jahre 1532 wurde das Ende der Bettelordensklöster in Esslingen eingeleitet. Einige der Pfleghöfe wurden weiterhin betrieben, bis auch sie nach der Säkularisation einer anderen Nutzung zugeführt wurden. Ein Blick auf das Nachleben der Bauten, in denen über Jahrhunderte die Esslinger Klöster und Pfleghöfe untergebracht waren, schließt die Ausstellung ab.