Angefangen hat alles mit einem "Kaltmuffenkitt", der Kanalrohre miteinander verband, ohne dabei erhitzt werden zu müssen. Als Anfang der 1960er Jahre der Kitt aufgrund neuer Entwicklungen nicht mehr verwendet wurde, stand das Unternehmen an einem Wendepunkt. Doch mit der Entwicklung eines Blitzzements, der innerhalb von fünf Minuten trocknet, gelang es Kiesel, sich am Markt zu behaupten. Ein Klebemörtel kam als weiteres Produkt hinzu und trug zur nachhaltigen Etablierung der Marktstellung bei. Auch die Krise der Baubranche Ende der 1990er Jahr überstand das Unternehmen, das heute 110 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von rund 40 Mio. Euro generiert.
Seit dem Tod seines Vaters Otto (1983) leitet Wolfgang Kiesel die Firma. Und auch zukünftig soll das Unternehmen fest in Familienhand bleiben, denn Tochter Beatrice leitet bereits die Marketing-Abteilung. So will Kiesel auch in Zukunft eigenständig bleiben und allen möglichen Übernahmeangeboten widerstehen.
Quelle: Eßlinger Zeitung vom 17.11.2009 - "Erfolgreich im Untergrund"