
Kontakt:
73728 Esslingen am Neckar
Die Verlängerung der Bahnsteigunterführung - Dokumentation
Abbruch der Bahnhofsgaststätte und der Überdachungen
Kampfmittelsondierungen und Herstellung des Baugrubenverbaus
Abbruch des Treppenabgangs und des Gleistroges
So sieht es im Moment oberirdisch aus
Abbruch der Bahnhofsgaststätte und der Überdachungen
Ab November 2008 begann die Baumaßnahme zunächst mit dem Abbruch der ehemaligen Bahnhofsgaststätte sowie der Überdachungen zwischen Gaststätte und Bahnhof. Diese Fläche wurde als Baufeld für die Verlängerung der Bahnsteigunterführung benötigt.
Kampfmittelsondierungen und Herstellung des Baugrubenverbaus
Bevor neben dem bestehenden Treppenabgang in die Tiefe gegraben werden durfte, musste sichergestellt werden, dass sich in diesem Bereich keine Kampfmittel befanden. In der Trasse des Verbaus wurden deshalb vorab von einer qualifizierten Spezialfirma Bohrungen durchgeführt. Im Anschluss daran konnten die Spundwände einvibriert werden.
Abbruch des Treppenabgangs und des Gleistroges

Die Abbrucharbeiten in Gleisnähe konnten nur nachts unter Sperrung des Gleises 2 und mit Sicherungsposten ausgeführt werden. Hierzu wurde die massive Betondecke vorab in mehrere Teile zersägt, die dann nachts zwischen 1 und 5 Uhr mit einem Autokran abgehoben wurden.

Als Zugang zu den Gleisen wurde für die Bahnkunden eine provisorische Treppe (im Hintergrund der Folie) eingebaut. Nach Umleitung der Fußgänger konnte der alte Zugang zu den Bahnsteigen abgebrochen und die Baugrube für die Verlängerung der Bahnsteigunterführung ausgehoben werden.
Rohbauarbeiten
Im Frühjahr 2009 war die Baugrubensohle erreicht und die Herstellung der Verlängerung der Bahnsteigunterführung konnte beginnen. Auf dem Bild links ist bereits der zukünftige Aufzugsschacht zu erkennen. In der Mitte wird später der neue Treppenaufgang nach oben geführt und rechts sieht man die Bodenplatte der Radabstellanlage.
Die Baugrube wurde entlang des Bahnhofsgebäudes mittels einer massiven Bohrpfahlwand gesichert, um Setzungen am Gebäude zu verhindern.
Innenausbau
Nach Fertigstellung des Rohbaus begannen die Handwerker mit den zahlreichen Arbeiten des Innenausbaus. Zunächst wurde ein Estrich aufgebracht und dieser mit 3 cm dicken Granitplatten belegt. Der Aufzug musste im neuen Aufzugsschacht montiert werden. Die abgehängte Decke mit integrierter Beleuchtung wurde installiert und ein Geländer als Absturzsicherung angebracht.

Im nächsten Schritt wurde ein Sockel für die Funktionswand hergestellt, in welcher die Schließfächer, die Fahrkartenautomaten und Vitrinen ihren Platz fanden. Die Funktionswand ist leicht gewölbt und unterstützt so den großzügigen Hallencharakter.

Die Radabstellanlage ist mittels Paravants (am linken Bildrand) aus transparenten Glasbausteinen vom Zugang zu den Gleisen abgetrennt und hell beleuchtet. 121 Fahrradabstellplätze stehen insgesamt zur Verfügung, davon 14 in abschließbaren Fahrradboxen, die vermietet werden, 86 Stellplätze in Doppelparkern und 21 einzelne Fahrradständer. Über einen öffentlichen Wettbewerb erhielt die Radabstellanlage den Namen "PedalES".
So sieht es im Moment oberirdisch aus
Der neue Treppenabgang hat als Wetterschutz ein provisorisches Dach erhalten. Im Zuge der Realisierung des neuen ZOB's wird ein größeres Dach den gesamten ZOB überspannen. Im Vordergrund sind schon die endgültigen Bordsteine der Ausfahrt aus den Busstellplätzen zu sehen. Sie wurden bereits auf der Decke der Bahnsteigunterführung montiert und der Asphaltbelag der zukünftigen Fahrbahnen hergestellt.
|
2,6 Mio. Euro |
Beteiligte
|
Gestaltung und Innenausstattung |
orange arch, Berlin |
|
Rohbauplanung |
Ingenieurbüro Hahn, Plochingen |
|
Ausschreibung und Bauleitung |
Gassmann + Grossmann, Stuttgart |
|
Bauausführung Rohbau |
Fa. Leonhard Weiss, Göppingen |
|
Bauausführung Innenausstattung |
Fa. BAMA Trockenbau, Stuttgart |
|
Koordinierung mit der Deutschen Bahn |
DB Station & Service, Stuttgart |
|
Bauherr |
Stadt Esslingen am Neckar, Tiefbauamt |




