Pressemitteilung 20.12.16

Bürgerengagement in der Flüchtlingsarbeit

Alle(s) in Bewegung: Ein bewegtes Jahr für das Bürgerengagement in der Flüchtlingsarbeit in Esslingen neigt sich dem Ende zu. Bewegt in vielerlei Hinsicht: In insgesamt acht Unterstützungskreisen engagieren sich derzeit mehr als 600 Menschen für und mit Geflüchteten in über 65 thematisch gegliederten Arbeitsgruppen.

Drei dieser Unterstützungskreise haben sich in diesem Jahr gegründet. Ein weiterer Unterstützungskreis befindet sich aktuell in der Gründungsphase. Thematisch ist das Engagement sehr vielfältig: „Wir geben Sprachkurse, haben eine Fahrradwerkstatt, veranstalten jede Woche ein Begegnungscafé und begleiten Geflüchtete bei Behördengängen, Arztbesuchen, oder bei der Suche nach Wohnraum. Und das ist noch lange nicht alles“, berichtet ein Engagierter nicht ohne Stolz.

Wer Interesse hat sich zu engagieren, kann sich an die Koordinationsstelle Bürgerengagement in der Flüchtlingsarbeit bei der Stadt Esslingen am Neckar wenden. Angesiedelt ist diese in der Abteilung Familie, Jugend, Senioren und Bürgerengagement. Dort kümmern sich Daniel Friz und Irina Lutz um die Unterstützung und Begleitung der Engagierten bei ihrem so wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Flüchtlingsarbeit. Sie stehen mit den Unterstützungskreisen in regelmäßigem Austausch, vermitteln zwischen Engagierten und hauptamtlich Tätigen und stehen allen Interessierten beratend und vermittelnd als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Januar 2017 zieht die Koordinationsstelle in die neuen Räume des Forum Esslingen – Zentrum für Bürgerengagement in die Schelztorstraße 38.

Auch weiterhin wird sich viel bewegen. Mittlerweile ziehen viele der Geflüchteten von der vorläufigen Unterbringung in privaten oder städtischen Wohnraum. Nicht nur das Thema Wohnen wird daher auch im Bürgerengagement immer präsenter: „Die Anschlussunterbringung ist uns wichtig. Wir haben dafür eigens ein Team auf die Beine gestellt, das sich mit den veränderten Bedingungen auseinandersetzt“, so Rainer Hillgärtner vom Unterstützungskreis Gemeinsam für Flüchtlinge in RSKN.

Insgesamt rücken in der Anschlussunterbringung Projekte zur Integration, wie der Aufbau von Nachbarschaftskontakten, Informationsvermittlung zu Alltagsthemen, Sprachpatenschaften, Hausaufgabenhilfe stärker in den Fokus. Darüber hinaus werden die Themen Ausbildung und Arbeit immer wichtiger, während gleichzeitig auch weiterhin Menschen an den Standorten der vorläufigen Unterbringung in den Stadtteilen ankommen. Es bleibt also weiterhin alles in Bewegung.