Pressemitteilung 18.05.2021

Aus dem Gemeinderat

Informieren Sie sich über die jüngsten Beschlüsse des Esslinger Gemeinderats in der Sitzung vom 17. Mai 2021.

Esslinger Altes Rathaus

Hans-Georg Sigel wird Esslinger Baubürgermeister

Der Gemeinderat der Stadt Esslingen am Neckar wählte am 17. Mai 2021 mit breiter Mehrheit (37 von 39 stimmberechtigten anwesenden Mitgliedern des Gemeinderates) den Stadtbaumeister der Großen Kreisstadt Nördlingen – Hans-Georg Sigel- zum zukünftigen Bürgermeister der Stadt Esslingen für das Technische Dezernat. Er wird Nachfolger von Bürgermeister Wilfried Wallbrecht, der Ende Juni 2021 nach 23- jähriger Tätigkeit als Dezernent aus dem städtischen Dienst ausscheiden und in den Ruhestand treten wird.

"Mit Hans-Georg Sigel gewinnt die Stadt Esslingen einen qualifizierten Fachmann, der als Stadtbaumeister bereits jahrelange fachliche und kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt hat“ betonte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. Das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Leitung des Dezernat II lag bei der Fraktion Freie Wähler.
„Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, der Verwaltungsspitze sowie der Bürgerschaft", freute sich Hans-Georg Sigel über seine Wahl.

Hans-Georg Sigel ist 1980 in Münsingen geboren und in Römerstein auf der Schwäbischen Alb aufgewachsen. Als Jugendlicher betrieb er Skilanglauf als Leistungssport und war viele Jahre dem Radsport als Trainer verbunden. Er studierte Stadtplanung in Nürtingen und Kassel. Als Baureferendar der Fachrichtung Architektur mit dem Schwerpunkt Städtebau, Raumordnung und Landesplanung beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg lernte er das Technische Dezernat in Esslingen bereits kennen. Weitere Stationen waren für ihn Brüssel und beim Verband der Region Stuttgart. Seit 2010 ist Hans-Georg Sigel Stadtbaumeister in der Großen Kreisstadt Nördlingen in Bayern. Daneben ist Hans-Georg Sigel seit 2011 Mitglied im Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft „Forum Stadt e.V.“, einem Zusammenschluss von Städten mit historischer Bausubstanz, deren Geschäftsstelle in Esslingen ist. Hans-Georg Sigel ist verheiratet und hat vier Kinder.

Ingo Rust zum Ersten Bürgermeister gewählt

Der Gemeinderat der Stadt Esslingen am Neckar wählte am 17. Mai 2021 mit breiter Mehrheit (36 von insgesamt 39 stimmberechtigten anwesenden Mitgliedern des Gemeinderates) den Bürgermeister für Finanzen, Digitalisierung, Öffentlichen Nahverkehr und Klinikum – Ingo Rust- zum Ersten Bürgermeister der Stadt Esslingen. Er folgt in dieser Funktion auf den bisherigen Baudezernenten und Ersten Bürgermeister Wilfried Wallbrecht, der Ende Juni 2021 nach 23- jähriger Tätigkeit als Dezernent aus dem städtischen Dienst ausscheiden und in den Ruhestand treten wird.

"Ingo Rust ist ein erfahrener Bürgermeister, der Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft seit Jahren kennt. Ich freue mich, dass die Stadt Esslingen mit ihm einen Ersten Bürgermeister bekommt, der seine Fähigkeiten und seine Kompetenz in den vergangenen Jahren bereits unter Beweis gestellt hat und der diese mit ganzer Kraft zum Wohle unserer Stadt einsetzt“ unterstrich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

"Ich bedanke mich ausdrücklich für das Vertrauen des Gemeinderates und freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Ich freue mich riesig, die Stadt weiterhin gestalten und repräsentieren zu dürfen " freute sich Bürgermeister Ingo Rust über seine Wahl.

Ingo Rust ist 1978 in Heilbronn geboren und in Abstatt bei Heilbronn aufgewachsen. Er hat in Esslingen studiert und an der Hochschule Esslingen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet, bevor er 2003 als Abgeordneter in den Landtag von Baden-Württemberg wechselte, wo er 2005 zum Vorsitzender des Finanzausschusses gewählt wurde. 2011 wurde er zum Staatssekretär im Finanz- und Wirtschaftsministerium des Landes ernannt. Ende 2014 wählte ihn der Gemeinderat der Stadt Esslingen zum Finanzdezernent der Stadt. Ingo Rust ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Esslingen.

Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzepts

Die im Dezember 2020 von der Esslinger Stadtverwaltung angekündigte Weiterentwicklung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Esslingen ist in großen Teilen fertiggestellt. In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats stellte die Verwaltung am 17. Mai eine belastbare Prognose für die Abschlussbilanz der CO2-Minderung auf dem Stadtgebiet zum Jahr 2020 vor. Im nächsten Schritt schließen sich jetzt verschiedene Partizipationsmodule zur Weiterentwicklung an. Bis zum Jahresende soll dann der Gemeinderat konkrete Maßnahmen zur Erreichung der zukünftigen Esslinger Klimaschutziele bis 2030 beschließen.

Mit Ende des Jahres 2020 lief das erste kommunale Klimaschutzziel der Stadt Esslingen am Neckar aus. Der im Jahr 2010 vom Gemeinderat gefasste Beschluss der Stadt Esslingen, die CO2-Emissionen im Stadtgebiet im Vergleich zum Ausgangswert des Jahres 2007 um 25% bis zum Jahr 2020 zu senken, wurde, so OBM Dr. Jürgen Zieger, "in einer Gemeinschaftsleistung aller Akteure in Esslingen erfolgreich umgesetzt und sogar deutlich übertroffen. Der kommunale Klimaschutz der Stadt hat damit seinen ersten zentralen Meilenstein erreicht".

Da noch nicht alle Daten vorliegen, die für die komplexe Berechnung der CO2-Bilanzierung notwendig sind, kann noch keine fixe Zahl für die Abschlussbilanz genannt werden. „Die bereits vorliegenden Informationen erlauben allerdings eine belastbare Prognose für das Jahr 2020“, erläuterte OB Dr. Zieger. „Demzufolge lag nach vorläufigen Stand im Jahr 2020 eine Verminderung der CO2-Emissionen von über 30% verglichen mit den Werten aus dem Jahr 2007 vor. Wir gehen davon aus, dass die abschließenden Berechnungen diese Prognose bestätigen und blicken daher durchaus mit Stolz auf diese erste erfolgreiche Zieletappe zurück.“ Ein Verbleib beim Status Quo nach diesem Gemeinschaftserfolg wird es aber auf keinen Fall geben. Wie angekündigt, wurde das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Esslingen in den letzten Monaten mit einer klaren Zielsetzung fortgeschrieben: der Erarbeitung der notwendigen Grundlagen für die Festsetzung eines zweiten kommunalen Klimaschutzieles sowie eines entsprechenden Maßnahmenkatalogs.

Gerade der analytische Anteil des Konzeptes zur aktuellen Emissionssituation sowie den Potenzialen für weitere CO2-Einsparungen ist für die kommunale Klimapolitik relevant - nicht nur hinsichtlich einer künftigen Klimaschutzzielsetzung. „Die durchgeführten Analysen machen auch eine realistische Einschätzung unserer bisherigen Erfolge möglich“, so Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht. „Die erreichten CO2-Einsparungen ím Sektor Gewerbe und Industrie tragen beispielsweise erheblich zum aktuellen Rückgang der Emissionen im Stadtgebiet bei. Perspektivisch wurden allerdings auch große Einsparpotenziale im Sektor der privaten Haushalte identifiziert. Wir sehen uns deshalb in unserer Aussage bestätigt, dass auch das Erreichen künftiger Klimaschutzziele nur durch aktives Mitwirken der gesamten Stadtgemeinschaft möglich ist.“ Als weiteres erfolgreiches Beispiel für die gemeinsame Anstrengung zum Klimaschutz sieht die Verwaltungsspitze das Engagement der Stadtwerke Esslingen (SWE). Durch Investitionen in die ökologische Energieerzeugung und weitere Maßnahmen zur Minderung von Emissionen konnten die SWE im Jahr 2020 überregional rund 40.000 Tonnen CO2 einsparen.

In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag stellte die Verwaltung das fortgeschriebene Integrierte Klimaschutzkonzept im Detail vor. Die Stadträt:innen konnten sich ein detailliertes Bild der Analysen und daraus abgeleiteter Prognosen machen. Auch erste Maßnahmen zu den Sektoren Energie-, Wärme- und Verkehrswende wurden präsentiert, ebenso weitere zu den Bereichen „Akteur:innen im Klimaschutz“ und „Weitere Maßnahmen“. Diese ersten Ansätze und Impulse möchte die Stadt unter Mitwirkung der Esslinger Akteure im weiteren Verlauf des Prozesses verfeinern und ergänzen, um letztlich spezifische Maßnahmenbündel zu entwickeln. In dieser Phase der Erarbeitung wird die Stadtverwaltung dann auf die Mitwirkung der Bürger:innen zählen. Momentan wird verwaltungsintern erarbeitet, wie die Beteiligung der Öffentlichkeit in Pandemiezeiten an diesem für die gesamte Stadt so wichtigen Thema umgesetzt werden kann. Zumal der Klimaschutz nicht die alleinige Herausforderung ist, zu der das aktuelle Konzept Antworten liefern wird. „Der Klimawandel fordert von uns Lösungen zur Erreichung der Klimaneutralität, aber auch zum Umgang mit seinen Folgen“, legt Dr. Katja Walther dar, Leiterin des Sachgebiets Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Stadtplanungsamt. Dort wurde das Integrierte Klimaschutzkonzept in Zusammenarbeit mit GEO-NET (Hannover), REE-Mix (Landau) und berchtoldkrass space&options (Karlsruhe) fortgeschrieben. "Unser Ansatz war daher, die Klimawandelanpassung in die Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes einzugliedern.“ Neben den Ergebnissen zur CO2-Minderung werden daher auch Auswertungen und Dachmaßnahmen zu Hitzebelastung, Starkregenereignissen und weiteren Folgen des Klimawandels im weiterentwickelten Klimaschutzkonzept für Esslingen zu finden sein.

Die Stadt sieht sich für die Herausforderungen des Klimwandels während der kommenden zehn Jahre gut aufgestellt und rechnet mit dem Beschluss der Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes durch die Gremien nach der Sommerpause. Parallel zu der noch ausstehenden Bürger:innenbeteiligung für eine finale Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs wird aktuell ein konkretes Klimaschutzziel für das Jahr 2030 entwickelt. Nach diesen letzten Schritten kann das weiterentwickelte Integrierte Klimschutzkonzept der Stadt Esslingen dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt werden.

In Mettingen entsteht eine neue Kindertagesstätte mit 45 Plätzen

Der Esslinger Gemeinderat hat am 17. Mai 2021 die Weichen für die Einrichtung einer neuen Kindertagesstätte im Stadtteil Mettingen gestellt. In der Obertürkheimer Str. 28 wird ein bestehendes Wohnhaus und ehemalige Gaststätte zu einer 2-gruppigen Kindertageseinrichtung mit 45 Plätzen umgebaut. Das Haus soll zukünftig 45 Kindern von 3 bis 6 Jahren eine Heimat bieten. Die Freie Evangelische Schule Esslingen wird über seine Schulträgerschaft hinaus in direkter Nachbarschaft zu seiner bestehenden Grund- und Realschule erstmals auch als Kita-Träger an den Start gehen. Mit diesem der Schule vorgeschalteten frühkindlichen Angebot erweitert der freie Träger seine Angebotspalette.

Die Stadtverwaltung hat im Rahmen der Bedarfsplanung berechnet, dass im Stadtteil Mettingen und in der Gesamtstadt der Bedarf an Betreuungsplätzen vor allem für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren noch nicht gedeckt ist. Der Handlungsdruck Anschlussbetreuungen anzubieten ist hoch. Für Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger wird mit dieser Einrichtung die vorhandene Versorgungslücke ein Stück weiter geschlossen. „Wir lassen in unseren Bemühungen zur Schaffung zusätzlicher Plätze nicht nach und passen unsere Angebote kontinuierlich den sich verändernden Bedarfen der Eltern an“, so OB Zieger.

Bürgermeister Yalcin Bayraktar geht davon aus, „dass voraussichtlich bis September 2021 die die erste Gruppe an den Start gehen kann und dann im Januar 2022 die zweite Gruppe. Für den Umbau der Wohn- und Geschäftsräume erhält der Träger einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 634.000 Euro. Als Bundesinvestitionskostenzuschuss werden ca. 140.000 Euro erwartet. Die Verwaltung rechnet mit zusätzlichen jährlichen Mehraufwendungen in Form von Zuschüssen an den zukünftigen Betreiber in Höhe von 306.000 Euro für den Betrieb der Einrichtung.

Konzeptionelle Weiterentwicklung des Theodor-Haecker-Preises

Theodor-Haecker-Preis der Stadt Esslingen am Neckar – internationaler Menschenrechtspreis für politischen Mut
Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 17. Mai 2021 die konzeptionelle Weiterentwicklung des Theodor-Haecker-Preises, des internationalen Menschenrechtspreises der Stadt Esslingen am Neckar. Der Preis wird seit 1995 an Personen, die sich in herausragender Weise für Menschenrechte, Frieden und Demokratie eingesetzt haben, vergeben.

Obwohl der Preis mit seinem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro bundesweit unter den wichtigsten Menschenrechtspreisen einzuordnen ist und auch in der überregionalen Presse Beachtung findet, waren in den vergangenen Jahren der Besucherzuspruch bei der Preisverleihung rückläufig sowie die Verankerung in der Stadt nicht ausreichend. Die nun beschlossene Neukonzeption sieht, neben einer Optimierung des Namens zu „Theodor-Haecker-Preis der Stadt Esslingen am Neckar – internationaler Menschenrechtspreis für politischen Mut“, geeignete Maßnahmen zur Steigerung der Wirkung des Preises für die Stadt und die Preisträger:innen vor. Dabei bleibt es wie bisher bei der internationalen Preisvergabe mit der Dotierung in Höhe von 10.000 Euro, um Menschenrechtsaktivist:innen vor allem in Ländern, in denen es keinen schützenden Rechtsstaat gibt, in ihrem Tun zu unterstützen. Die Recherche über die Kandidat:innen wird professionalisiert; mithilfe eines überregionalen Netzwerks soll der Theodor-Haecker-Preis gestärkt werden.

"Aktivist:innen bei Ihrem Einsatz für Menschenrechte und im Kampf gegen Diskriminierung zu unterstützen ist auch ein Teil des Verständnis als Friedensstadt. Mit der Verleihung des internationalen Theodor-Haecker-Preises sowie allen bürgerschaftlichen und sozialen Engagements rund um die Preisverleihung tritt die Stadt Esslingen am Neckar nachdrücklich dafür ein, dass die Wahrung der Menschenrechte der Kompass ist und bleibt – in Deutschland, in Europa und weltweit “ so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

„Die Entscheidung, den Theodor-Hacker-Preis mit seiner internationalen Ausrichtung weiterzuführen, begrüße ich sehr“, sagt Kulturamtsleiterin Alexa Heyder. „In einer globalisierten Welt, in der aktuell die Liste der Länder, in denen Menschen, die sich für Menschenrechte, Freiheit, Gleichbehandlung oder freie Meinungsäußerung einsetzen, bedroht, verhaftet oder verurteilt werden, immer länger wird, dürfen wir die Augen nicht verschließen. Auch was weit weg von Deutschland geschieht, hat Auswirkungen auf unser Leben hier in Deutschland, sei es durch unsere Handelsbeziehungen oder durch Flüchtlingsbewegungen. Direkt oder indirekt spüren wir die Auswirkungen hier bei uns.“
Deshalb soll auch die Wahrnehmung des Theodor-Haecker-Preises vor allem innerhalb der Stadt, aber auch darüber hinaus ausgebaut werden, in dem mit neuen Formaten die Preisverleihung moderner gestaltet sowie neue Zielgruppen gewonnen werden, zum Beispiel durch Mitgestaltung des Rahmenprogramms. Einige Maßnahmen wurden bereits bei der Preisverleihung 2020 erprobt; die positive Resonanz ist eine Bestätigung für das neue Konzept.

Zukünftig wird auch die parallel zum Preis verliehene Ehrengabe öffentlich ausgeschrieben und erhält mit einer Dotierung von 1.500 Euro eine deutliche höhere Wertschätzung als mit der bisherigen Dotierung von 250 Euro. Sie wird an Gruppen oder Personen vergeben, die die Themen Radikalismus und Gewalt bzw. Gewalt, Frieden oder Diktatur in besonderer Weise behandelt haben oder an Wissenschaftler:innen, die sich mit dem Werk Theodor Haeckers auseinandergesetzt haben. Durch die Einbindung der Empfänger:innen der Ehrengabe und vieler Esslinger Akteur:innen in das Aktionsprogramm zum Theodor-Haecker-Preis wird die Wahrnehmung vor Ort gesteigert.

Bürgermeister Yalcin Bayraktar: „Dass Esslingen eine weltoffene Stadt ist, die für Frieden und Menschenrechte steht, zeigt sich auch durch die Verleihung des Theodor-Haecker-Preises. Durch ihn wird alle drei Jahre eine Person in ihrem Kampf für Menschenrechte unterstützt und das Thema der Preisträgerin bzw. des Preisträgers in Esslingen in den Fokus gerückt. Durch die im Kontext der Preisverleihung stattfindenden Begegnungen und Veranstaltungen sowie Projekte mit Jugendlichen und in Schulen wird ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung geleistet.“

Der Theodor-Haecker-Preis wurde bisher 14 Mal verliehen, zuletzt im Herbst 2020 an Rugiatu „Neneh“ Turay aus Sierra Leone, für ihren Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM).

Weitere Informationen unter www.esslingen.de/haecker-preis

Gemeinderat benennt Sportgelände in Weil

Nachdem der Umbau der Sporthalle in Weil 2018 abgeschlossen wurde, steht nun die Baufertigstellung des Sportparks, mit seinen Sportflächen samt Bürgerpark, bevor. Nebst Nennungen wie „Sportpark Esslingen“, „Eberhard-Bauer-Stadion/-Halle“ haben sich die Arbeitstitel „Sportpark Weil“ bzw. „Sporthalle Weil“ verbreitet. Die Stadt Esslingen hat einen Namenswettbewerb durchgeführt, um einen offiziellen Namen für den Gesamtkomplex mit der Sporthalle sowie dem Sportpark einen offiziellen Namen unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu finden. „Das Gelände ist mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 15 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in den Sport in Esslingen überhaupt. Das multifunktionale Sportgelände verbindet Möglichkeiten für Vereine, Schulen und die Öffentlichkeit. Daher war mir ein Beteiligungsprozess von Anfang an sehr wichtig“, betont Sportbürgermeister Yalcin Bayraktar.

Insgesamt wurden 138 Namensvorschläge eingereicht. In einem mehrstufigen Prozess konnte die Jury bestehend aus den zukünftigen Betreibervereinen FC Esslingen e.V. und SV 1845 Esslingen, dem Sportverband Esslingen, der Esslinger Zeitung sowie der Stadtverwaltung zwei Namensvorschläge eingrenzen. Nun fiel der finale Entschluss im Gemeinderat auf "Sportpark Weil". „Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam mit unseren Bürger:innen einen offiziellen Namen festgelegt haben, der unser Sportgelände über die Stadtgrenzen hinaus repräsentieren wird, so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger zu dem Ergebnis des Namensfindungsprozess.

Gemeinderat verabschiedet Anpassung Sportförderrichtlinien

Der Gemeinderat verabschiedet Anpassung der Sportförderrichtlinien der Stadt Esslingen sowie der Benutzungs- und Kostenordnung für städtische Sportstätten
Die Mietsätze der Benutzungs- und Kostenordnung zur Anmietung der städtischen Sportstätten wurden letztmalig mit Einführung des Euro 2002 angepasst. Die Sportförderrichtlinien wurden zuletzt in Jahr 2011 angepasst. Neben redaktionellen Aktualisierungen erfordern die Entwicklungen im Sportbereich eine Anpassung der Sportförderrichtlinien. Die Überarbeitung dient der Verbesserung der städtischen Sportförderung, die nach wie vor - gemäß des Subsidiaritätsprinzips - als Hilfe zur Selbsthilfe anzusehen ist.

Der Sport ist ein unverzichtbares Element unserer sich wandelnden Zivilgesellschaft. Ihm kommt eine zentrale Bedeutung für das Gemeinwohl in der Stadt, insbesondere eine zentrale gesellschaftliche Integrationsfunktion zu. Die Esslinger Sportvereine verfügen über zielgruppenorientierte vielfältige Angebote für alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen, sowie Menschen mit Behinderung.
Der Sport als Querschnittsaufgabe wirkt sich auf nahezu alle Lebensbereiche einer Stadt aus. Durch die grundlegenden Werte des Sports - auch seiner überregionalen Erfolge für unsere Stadt - wird die Identifikation der Bürger:innen von Esslingen mit ihrer Heimatstadt gestärkt. Durch die zeitgemäßen Anpassungen soll der Sport in Esslingen am Neckar weiter befähigt werden, die gesellschaftliche Bedeutung des Sports noch besser herauszustellen und durch Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zu optimieren.

Anpassungen der der Sportförderrichtlinie:
Zur Stärkung der fachlichen Qualifikation der Übungsleiter:innen wird das Erlangen einer nächst höheren Übungsleiter:innen-Lizenz bezuschusst. Zur Wahrung der Aufsichtspflicht wird die Anzahl der der zuschussfähigen Betreuer:innen im Kinder- und Behindertenbereich angehoben. Für die Altersklassen U10-U16, sowie für den Behindertensportbereich können zwei Betreuer:innen angegeben werden. Zuschüsse zu bedeutenden Sportveranstaltungen sind nun durch die Aufnahme von transparenten Einzelkriterien vereinheitlicht. Ferner wurde Rahmens der Zuschüsse zur Pflege- und Unterhaltung von vereinseigenen Sportstätten angepasst. Hierbei werden Reit- und Tennishallen sowie Radsportflächen in die Förderberechtigung aufgenommen. Im Bereich sind im Bereich der Anmietung von nicht-städtischen Sportflächen sind nun Eisbahnen und Freisportflächen förderfähig

Anpassungen der Benutzung und Kostenordnung für städtische Sportstätten:
Neben redaktionellen Änderungen liegt der Schwerpunkt bei der Anpassung der Benutzungs- und Kostenordnung in der moderaten Erhöhung der Nutzungsgebühren zur Hallenbelegung, in Höhe von sechs Prozent, aufgrund der gestiegenen Bewirtschaftungskosten der Sportstätten. Zudem wurden Vorgaben der Verwaltung für die Anbringung von Werbung in und auf den städtischen Sportanlagen definiert und der Gemeinderatsbeschluss zur ausschließlichen Nutzung von Mehrweggeschirr bei Veranstaltungen umgesetzt.

Info

Kontakt

Büro des Oberbürgermeisters
Büro des Oberbürgermeisters
Rathausplatz 2
73728 Esslingen am Neckar
Niclas Schlecht

Stellvertretender Pressesprecher
Persönlicher Referent des Oberbürgermeisters

Telefon (07 11) 35 12-27 51
Fax (07 11) 35 12-55 27 51
Gebäude Neues Rathaus
Raum 110

Hilfreiche Seiten

13
11
* Unter Umständen werden keine oder weniger als 10 Ergebnisse angezeigt