Auszeichnung für die Stadt Esslingen

Personalmanagement Award 2013

Ausgezeichnet - am 27. Juni erhielt die Stadt Esslingen am Neckar den Personalmanagement Award 2013 für ihr Projekt „Gewinnung von pädagogischem Fachpersonal zur Betreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr“.

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Personalentwicklerin B. Widmann nimmt den Preis von J. Saur, Präsident des BPM, entgegen

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jpg Download Pressefoto ©baumannstephan.com.jpg.jpg 03.07.2013 4,6 MB

Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) hat am Abend des 27. Juni im Berliner Friedrichstadt-Palast den Personalmanagement Award für besondere Leistungen im Bereich der Fachkräftesicherung verliehen. Die Stadt Esslingen am Neckar erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Organisationen und Verbände für ihr Projekt „Gewinnung von pädagogischem Fachpersonal zur Betreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr“.

Mit dem Personalmanagement Award ehrt der Verband herausragende Leistungen im Human Resources Management. Der inhaltliche Fokus der Auszeichnung wechselt jährlich. Im Jahr 2013 lag der inhaltliche Schwerpunkt auf dem Thema Fachkräftesicherung. Das Ziel des Personalmanagement Awards ist es, Best Practice-Beispiele ausfindig zu machen, die als Leuchttürme für den Berufsstand gelten und auf die ganze Branche ausstrahlen. Eine Jury bestehend aus Vertretern des BPM-Gesamtvorstandes sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien entschied über die Gewinner.

Am 1. August 2013 tritt der sogenannte "Rechtsanspruch U3" in Kraft. Gemeint ist damit die Bildung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege, auf die Kinder mit Vollendung des ersten Lebensjahres Anspruch haben.

Die Folge ist, dass sich alle Kommunen und freien Träger um die wenigen Fachkräfte bemühen, die es momentan auf dem Markt gibt. Es ergibt sich daraus eine außergewöhnliche Konkurrenzsituation mit konkretem Termin. Die Stadt Esslingen am Neckar hat zeitnah ein konkretes Projekt initiiert, um diesen Rechtsanspruch erfüllen zu können.

Vor dem Start des Projekts im vergangenen Oktober wurden Ideen von allen Beteiligten von Haupt- und Personalamt und Amt für Sozialwesen gesammelt. Geleitet wird das Projekt von der Personalentwicklung der Stadt. Daraus wurden konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Dabei geht es nicht nur um die Verbesserung der Prozessabläufe, sondern auch um Maßnahmen, die sowohl neue Wege zur Personalgewinnung beschreiten, Interesse am Beruf schaffen, die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadt halten als auch Nachwuchs ausbilden.

Das Land Baden-Württemberg hat in diesem Zusammenhang im Schuljahr 2012/2013 das neue Modell „Praxisintegrierte Ausbildung zum/zur Erzieher/in“ (PiA) gestartet. Neben der bewährten Vollzeit-Schulausbildung besteht damit die Möglichkeit, im Rahmen eines Schulversuchs die Erzieher/innen-Ausbildung als dualorientierte Ausbildung zu absolvieren. Damit sollen weitere Zielgruppen für den Beruf gewonnen werden. Die Stadt Esslingen am Neckar hat sich aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs im Herbst 2012 dazu entschlossen, sofort im ersten Ausbildungsjahrgang acht PiA-Ausbildungsplätze zu schaffen. Nach den positiven Erfahrungen im laufenden Jahr werden im Kindergartenjahr 2013/2014 weitere acht Ausbildungsplätze angeboten.

Ein weiterer wichtiger Projekt-Baustein mit Esslinger Prägung ist die monatliche Ausschreibung „Fachkräfte für Kindertageseinrichtungen“. Damit verbunden ist ein entsprechend monatlicher Auswahl- und Einstellungstag. Dank eines modernen Online-Personalmanagements erhalten ausgewählte Kandidatinnen und Kandidaten zeitnah (innerhalb von rund sechs Wochen nach dem Eingang der Bewerbungsunterlagen) einen Arbeitsvertrag.

Aufgrund des Beschlusses des Landtags Baden-Württemberg zur Erweiterung des Fachkräftekatalogs vom 17. April 2013 ist es nun möglich – über die staatlich anerkannten Erzieher/innen hinaus – weiteres pädagogisches Personal wie z.B. Kindheitspädagog/innen, Heilpädagog/innen, Heilerziehungspfleger/innen, Ergotherapeut/innen, Logopäd/innen oder Dipl.-Pädagoge/innen in den aktuell noch 29 städtischen Tageseinrichtungen mit über 1.600 Betreuungsplätzen zu beschäftigen.

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