Pressemitteilung 08.10.18

Aus dem Gemeinderat

Informieren Sie sich über die jüngsten Beschlüsse des Esslinger Gemeinderats in der öffentlichen Sitzung vom 8. Oktober 2018.

Gemeinderatsbeschlüsse

Gemeinderat beschließt Neuausrichtung des Zwiebelfests ab 2021

Mit breiter Mehrheit beschloss der Esslinger Gemeinderat am 8. Oktober in öffentlicher Sitzung die Weichen für die Neuausrichtung des Zwiebelfestes zu stellen. Die Grundlage bildet ein von Stadtverwaltung und Stadtmarketing entwickeltes Rahmenkonzept, das am 7. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Mehrheitlich votierte der Gemeinderat mit 26 zu 8 Stimmen bei 3 Enthaltungen für die Neuausrichtung unter der Federführung der Stadt Esslingen. Es löst das bisherige Zwiebelfest ab, das von der privaten Zwiebelfest GmbH organisiert wurde, einem Zusammenschluss von acht Gastronomen aus Esslingen und der Region.

„Den Zwiebelfestwirten gilt meine große Anerkennung und Wertschätzung für die bisher geleistete Arbeit. Nach Überzeugung der breiten Mehrheit des Gemeinderats und der Verwaltungsspitze ist jedoch eine Neuausrichtung erforderlich“, bilanziert Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. Der Neustart erfolgt im Sommer 2021. In der Übergangszeit bis einschließlich 2020 kann das Zwiebelfest weiterhin durch die Zwiebelfest GmbH organisiert werden. Sie erhalten somit Planungssicherheit und Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen.

Den Auftrag für die Reorganisation erteilte der Esslinger Gemeinderat im Jahr 2016, nachdem mehrere konkurrierende Bewerbungen um die kommerzielle Nutzung des Marktplatzes eingingen. Die Stadt Esslingen ist als Eigentümerin des Marktplatzes in diesem Fall rechtlich dazu verpflichtet einen Modus zu finden, der den Wettbewerb der Antragsteller fair regelt. In der Abwägung verschiedener Alternativen entschied sich der Gemeinderat für das von der Verwaltung vorgeschlagene Modell.

„In den letzten Jahren haben sich die Rechtsgrundlagen für die Vergabe von Festen im öffentlichen Raum geändert, worauf die Stadt Esslingen im konkreten Fall reagieren muss. Zudem sind die Erwartungen der Öffentlichkeit an die Präsentation von stadtbildprägenden Veranstaltungen gestiegen. Das von Stadtverwaltung und Stadtmarketing entwickelte Muster die Planung, Organisation, Durchführung und Marketingstrategie unter einem Dach zu bündeln, bietet nicht nur die erforderliche Rechtssicherheit, sondern entspricht dem Standard in vielen Städten des Landes“, betont OB Jürgen Zieger.

Die Veranstaltung wird aus den Themenbausteinen Wein, Sekt, Kulinarik, Kultur und Altstadterlebnis heraus entwickelt. Ziel ist ein Format, das für die Bürgerschaft identitätsstiftend wirkt und Strahlkraft nach außen entfaltet. Den konzeptionellen Überbau liefert der für Esslingen charakteristische Spannungsbogen aus Tradition und Innovation, lokaler Identität und Weltoffenheit.

Das Fest findet immer im Sommer statt und dauert maximal 11 Tage. Die Grundstruktur bildet eine Landschaft mit bis zu 23 Holzlauben, in denen 9 bis 11 Gastronomen schwäbische Küche, Weine aus Esslingen, dem Neckartal und Remstal sowie Getränke aus der Region verköstigen. Die schwäbische Küche bildet den gastronomischen Kern, wobei auch internationale Interpretationen möglich sind.
Zusätzlich wird dem Thema Sekt eine besondere Hervorhebung verliehen, bspw. mit Themenjahren, in denen regionale Winzersekte oder Schaumweine von außergewöhnlichen Sektkellereien ausgeschenkt werden. Ein zum Thema passendes, dezentrales Kulturprogramm schafft zusätzlichen Erlebniswert mit Musik, Tanz, Unterhaltung und Thementagen.

„Mit der Neuausrichtung bekennt sich die Stadt zu ihrer reichen Historie, denn Wein, Sekt und Kulinarik haben in Esslingen eine lange Tradition“, betont Michael Metzler, Geschäftsführer der Esslinger Stadtmarketing & Tourismus GmbH (EST). Esslingen zählt zu den ältesten Weinstädten und war über Jahrhunderte das Zentrum für Weinhandel und Weinanbau in Schwaben. Noch heute prägen die Steillagen des Neckartals, die bis in die historische Altstadt reichen, das Bild der Stadt. 1826 gründete Georg-Christian Kessler in einem Pfleghof inmitten der Esslinger Altstadt die Sektkellerei Kessler, die heute als älteste Sektkellerei Deutschlands gilt.

Vom Gemeinderat positiv gewürdigt wird die räumliche Öffnung der Veranstaltung zur Stadt hin. Die Anordnung der Lauben mittig auf dem Marktplatz mit Öffnung nach außen zeichnet die ursprüngliche Bebauung des Platzes nach. Hier stand einst das Katharinenhospital, an das heute noch der benachbarte Spitalkelter, das Kielmeyerhaus, erinnert. Durch die Ausdehnung der Veranstaltung auf den Markt- und Rathausplatz ergeben sich für die Besucher abwechslungsreiche Stadtansichten auf Sehenswürdigkeiten wie das Münster St. Paul, die Stadtkirche St. Dionys und das Altes Rathaus mit der bekannten Renaissance-Fassade von Baumeister Heinrich Schickhardt.

Für die Lauben soll ein modulares Konzept entwickelt werden, das nach außen ein ganzheitliches Erscheinungsbild erzeugt. Im Innenausbau und bei den Freisitzen hat jeder Gastronom je nach Konzept individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Für Aufbau, Abbau und Logistik ist eine zentrale Organisation angedacht mit dem Ziel die teilnehmenden Wirte zu entlasten.

Die faire Vergabe der Laubenplätze erfolgt über eine Ausschreibung. Erfahrungen aus anderen Städten lassen erwarten, dass sich lokale und regionale Gastronomen bewerben werden. Zuletzt signalisierten zwölf Esslinger Wirte in einem offenen Brief Interesse an einer Teilnahme. „Ich gehe davon aus, dass die Präsenz an Esslinger Wirten mindestens gewahrt bleibt“, sagt OB Zieger.

„Mit dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates beginnt die eigentliche Arbeit“, ergänzt EST-Chef Metzler. „Mehrere Aufgabenpakete sind zu bearbeiten“. Dazu zählt ein Markenbildungsprozess, um das Profil der Veranstaltung weiter zu schärfen, die Ausarbeitung des Betreibermodells, die Entwicklung eines Gestaltungskonzepts für die Lauben und Außenpräsentation, die Erarbeitung eines Sponsorenkonzepts sowie des Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens.

Als Anschubfinanzierung stellt der Gemeinderat zunächst befristet für drei Jahre 2020, 2021 und 2022 jeweils maximal 50.000 Euro pro Jahr bereit. Danach sollte der Zuschuss schnellstmöglich reduziert werden und an die Stadt zurückfließen.


Flächennutzungsplan 2030 und Landschafts- und Umweltplan beschlossen

Mit den Stimmen von SPD, CDU, Freie Wähler, FDP und OBM Dr. Zieger beschloss der Esslinger Gemeinderat bei 8 Gegenstimmen von Grünen, Die Linke und Für in seiner öffentlichen Sitzung vom 8. Oktober den Esslinger Flächennutzungsplan 2030 und den Landschafts- und Umweltplan. Damit wurde der Schlusspunkt unter ein Verfahren gesetzt, das 2012 begonnen wurde mit dem Ziel, die Leitplanken der künftigen städtebaulichen Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2030 aufzuzeigen.  Das Planwerk nennt eine Zielgröße von etwa 3100 neuen Wohnungen, die in der Innenentwicklung und auf neu zu erschließenden Wohnbauflächen im Außenbereich zur Stabilisierung der Esslinger Bevölkerungsstruktur sowie zur Dämpfung der starken Nachfrage im Wohnungsmarkt realisiert werden sollen. Weitere Darstellungen beziehen sich auf die Verbesserung der Durchlüftung in der Stadt, auf die Sicherung innerstädtischer Durchgrünung, auf Gebiete um die S-Bahnhaltestellen, die künftig intensiver baulich für Wohnen und Arbeiten genutzt werden sollen, auf Mobilitätsthemen und landschaftliche und ökologische Entwicklungsperspektiven.

Ausgespart bleibt die Beantwortung der Frage nach einem für die Stadt angemessenem neuen Gewerbegebiet. Angesichts der Komplexität dieses Themas hatten Verwaltung und Gemeinderat schon früher beschlossen, hierzu ein eigenes Verfahren durchzuführen, dessen Ergebnisse Ende nächsten Jahres erwartet werden. Parallel zum Flächennutzungsplan wurde auch der Landschafts- und Umweltplan aufgestellt, der die Entwicklungsziele für Natur und Landschaft darstellt.  Damit leistet der Landschafts- und Umweltplan als flächendeckendes Instrument der kommunalen Planung einen wesentlichen Beitrag für die Lieferung von Datengrundlagen und Umweltzielen bei der Umweltprüfung von Plänen (Bauleitpläne, Lärmminderungsplanungen) sowie bei Naturschutzplanungen (Pflege- und Entwicklungsziele). Einige der landschaftsplanerischen Ziele wurden direkt in den Flächennutzungsplan übernommen wie z. B. die Suchräume für Kompensationen, die für die nachfolgenden Bebauungspläne zum Ausgleich der Eingriffe benötigt werden.

„Der vorliegende Flächennutzungsplan ist das Ergebnis eines langen Prozesses, in dessen Verlauf viele widersprüchliche Positionen ausbalanciert werden mussten“ erinnert Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht an die teils massiv vorgebrachten Bedenken aus Teilen der Bürgerschaft gegen weitere Wohngebiete und stellt fest, „dass der vorliegende Plan ein tragfähiger Kompromiss ist, auf dessen Grundlage die Stadt die anstehenden Aufgaben – und hier besonders vordringlich die Wohnraumversorgung – nun angehen kann.“ Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger betont einerseits die Ausgewogenheit des umfänglichen Planwerks, weist aber auch darauf hin, dass die Stadt Esslingen sowohl zeitnah zusätzliche Wohnungsbaukapazitäten wie auch Flächen für zukunftsfähige Arbeitsplätze benötigt. Die Antwort auf die Frage nach zusätzlichen Flächen für Gewerbe ist noch offen: „Esslingen kann aktuell fast gar keine gewerbliche Flächen mehr anbieten. Eine größere Handlungsfähigkeit auf diesem Gebiet ist für unseren Wirtschaftsstandort mit rund 50.000 Arbeitsplätzen von sehr großer Bedeutung. Neben der Befriedigung des Bedarfs vorhandener, wachsender Betriebe ist die Verbreiterung des Branchenmixes eine wichtige, in die Zukunft gerichtete Strategie. Damit können wir krisenfeste Arbeitsplätze sichern bzw. neue schaffen wie auch die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt stabilisieren“, unterstreicht OB Zieger.

Im Gemeinderat wurde der vorliegende Plan am 8. Oktober als gute Grundlage für die Arbeit der kommenden Jahre begrüßt und mit großer Mehrheit beschlossen. Nun muss noch das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde zustimmen – und seine im Verfahren geäußerte vorsichtige Kritik, es würden zu wenig Neubaumöglichkeiten im Wohnungsbau angeboten, angesichts der begrenzten Möglichkeiten in Esslingen zurückstellen.

Für die Verwaltung ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Neben der Übersendung aller wichtigen Unterlagen an das Regierungspräsidium müssen noch alle von der Bürgerschaft im Laufe des Verfahrens vorgebrachten Hinweise schriftlich beantwortet werden. Das gilt auch für die vorgebrachten Wünsche nach Baumöglichkeiten auf einzelnen Grundstücken - insgesamt über 600 Anfragen erreichten die Verwaltung dazu. Der Gemeinderat hatte in einem weiteren, allerdings wegen der Vertraulichkeit der privaten Wünsche nichtöffentlichen Beschluss in der gleichen Sitzung auch hier seine Beurteilung gefasst und die Verwaltung beauftragt, die betroffenen Eigentümer darüber schriftlich zu informieren. Angesichts der Fülle von Adressaten wird sich die Beantwortung bis Ende dieses Jahres hinziehen. Die Verwaltung bittet die Eigentümer, vorher von Nachfragen abzusehen und stattdessen die umfassende schriftliche Benachrichtigung abzuwarten.


Gemeinschaftsschulen bekommen eine gymnasiale Oberstufe am Standort Innenstadt

Esslinger Schüler, Eltern und Lehrer können sich darüber freuen, dass der Gemeinderat die weiteren Schritte zur Schulentwicklung in Esslingen am vergangenen Montag (8. Oktober) beschlossen hat. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass nach den letzten Monaten der Unklarheit und Jahren des permanenten Umbaus der Schullandschaft nun mehr Ruhe und Stabilität an Esslinger Schulen einkehrt.

Dem Beschluss sind seit April dieses Jahres umfangreiche und intensive Beratungen im zuständigen Fachausschuss Bildung, Erziehung und Soziales vorausgegangen. „Mit diesen Beschlüssen sind wir einen großen Schritt in der Neugestaltung der Esslinger Schullandschaft vorangekommen,“ so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

Der Gemeinderat ist mit knapper Stimmenmehrheit ( 21 Stimmen dafür, 19 Stimmen dagegen) dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, am Standort Gemeinschaftsschule Innenstadt eine 3-zügige gymnasiale Oberstufe für die beiden Esslinger Gemeinschaftsschulen mit zukünftig insgesamt 7 Zügen einzurichten. Dagegen hatte sich die CDU mit einem Änderungsantrag mit Unterstützung der Freien Wähler und der FDP ausgesprochen. Die knappe Stimmenmehrheit kam durch die Zustimmung von SPD, Grüne, Linke, FÜR und die Stimme des Oberbürgermeisters zustande.
„Mit der gymnasialen Oberstufe stärken und stabilisieren wir die Gemeinschaftsschulen und die 2. Säule insgesamt, wir werten den Schulstandort Esslingen mit 3 Wegen zum Abitur auf und steigern seine Attraktivität in der Elternschaft. Gleichzeitig berücksichtigen wir den starken Elternwunsch, den zuletzt auch der Gesamtelternbeirat der Esslinger Schulen klar zum Ausdruck gebracht hat,“ fasst Schulbürgermeister Dr. Markus Raab die Argumente der Verwaltung zusammen.

Der Gemeinderat war sich schnell darin einig, die Realschule Oberesslingen von dem bisherigen Spagat, eine Schule an zwei Standorten in Oberesslingen umzusetzen, zu befreien. Die Realschule Oberesslingen wird zukünftig mit 4,5 Zügen am bisherigen Standort weitergeführt. Sie ist allerdings, genauso wie die Zollberg-Realschule am absoluten Limit ihrer Aufnahmekapazitäten angelangt. Deshalb schlägt die Verwaltung auch vor, an den ehemaligen Werkrealschulstandorten Adalbert-Stifter-Schule und Lerchenäckerschule jeweils eine 3-zügie Realschule neu zu gründen. Diesem Vorschlag konnte eine knappe Mehrheit des Gemeinderats auch folgen, so dass nun beim Land Baden-Württemberg zwei neue Realschulen beantragt werden.

Die SPD wollte, trotz klarer negativer Signale aus dem Kultusministerium und hoher praktischer Hürden bei der Neugründung einer Gemeinschaftsschule, in der Pliensauvorstadt eine 4-zügige Gemeinschaftsschule umgesetzt sehen. Mindestens sollte, unabhängig von der Schulart, eine gebundene Ganztagsschule geplant und ausgeführt werden. Die Lerchenäckerschule hätte mit diesem Antrag als weiterführende Schule keine Zukunft mehr und die noch fehlenden Züge sollten an der Seewiesenschule und an der Zollberg-Realschule angebaut und eingerichtet werden. Diesem Antrag fand im Gemeinderat jedoch keine Mehrheit.

Die hohe Komplexität und Brisanz des Themas erfuhr noch eine weitere Steigerung durch einen fraktionsübergreifenden Antrag der Freien Wähler, der Grünen und der FDP. Dieser wollte eine Festlegung der „Neuen Schule Esslingen“ auf den aktuellen Schulstandort vermeiden und eine Option auf eine 4-zügige Realschule auf dem VfL-Post-Gelände offen halten. Der Leiter des Amtes für Bildung, Erziehung und Soziales, Bernd Berroth, verdeutlichte dem Gremium die damit verbundenen, erheblichen Nachteile: „Wir müssen bei Verlegung des Standorts damit rechnen, Schulbaufördermittel zurückzuzahlen, das Ergebnis des Haushalts der Städtischen Gebäude Esslingen negativ zu belasten, bei akuter Wohnraumnot auf 40-50 Wohneinheiten und Grundstückserlöse zu verzichten, aufgrund der Aufgabe eines intakten Schulstandorts keine Schulbaufördermittel für den Neubau zu bekommen und einen erheblichen Zeitverlust und damit verlängerte kostenintensive Interimslösungen in Kauf nehmen.“ Mit ebenfalls knapper Stimmenmehrheit wurde dieser Antrag abgelehnt. Einigkeit herrschte im Gemeinderat darüber, dass am Standort Lerchenäckerschule eine eigenständige Ganztagsgrundschule eingerichtet wird.

Schon im Juni dieses Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, dass am Georgii-Gymnasium das Pilotprojekt Ganztagsschule in einen Grundsatz- und Planungsbeschluss bis Ende des Jahres münden soll und dass am Schelztor-Gymnasium ein Pilotprojekt „Erschließung und Digitalisierung zum Schuljahr 2018/2019 gestartet wird.

Schulamtsleiter Bernd Berroth, zeigte sich erfreut darüber, dass nun nach monatelangem Ringen Entscheidungen getroffen wurden, denn der Zeitdruck sei immens. „Wir haben nun eine solide Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung, welche eine große Herausforderung für alle beteiligten Ämter und die Schulen sind.“ Das konkrete Maßnahmenpaket inklusive Sanierungen müsse nun so schnell wie möglich geschnürt und abgearbeitet werden.


Stadt Esslingen beteiligt sich am Programm Stadtgefährten

Stadt Esslingen beteiligt sich am Programm Stadtgefährten-Fonds für Stadtmuseen der Kulturstiftung des Bundes

Projekttitel: "Viele Teile, eine Stadt"

Einstimmig grünes Licht zur Beteiligung der Stadt Esslingen am Neckar an dem Projekt Stadtgefährten-Fonds für Stadtmuseen der Kulturstiftung des Bundes gab am 8. Oktober der Esslinger Gemeinderat.

Die Städtischen Museen haben sich bei der Kulturstiftung des Bundes mit dem Projekt „Viele Teile, eine Stadt!“ beim Programm Stadtgefährten – Fonds für Stadtmuseen beworben. Die Fachjury der Kulturstiftung des Bundes hat sich für das Projektkonzept der Städtischen Museen Esslingen ausgesprochen und eine Fördersumme in Höhe von 150.000,- EUR bewilligt. Das Projekt beginnt im Oktober 2018 und läuft bis 30.06.2020. Im Kulturausschuss am 20. Juni 2018 wurde bereits unter Top 5 „Informationen über aktuelle Angelegenheiten“ darüber informiert.

Eine der Fördervoraussetzungen ist die Schaffung einer Projektleitungsstelle im Museum. Die Stelle konnte bereits, befristet auf die Projektlaufzeit, besetzt werden. Aufgrund des Projektstarts zum Oktober 2018 laufen die Projektvorbereitungen mit der Kulturstiftung des Bundes bereits. Die zugesagten Fördermittel der Kulturstiftung des Bundes werden zur vollständigen Deckung der Personalaufwendungen und teilweisen Deckung der Sachaufwendungen eingesetzt. Die darüber hinausgehende Finanzierung erfolgt aus dem Budget des Stadtmuseums für Sonderausstellungen sowie aus Drittmitteln, darunter eine Förderung des ZukunftsStiftung Heinz Weiler.
 
Das Projektkonzept sieht einen partizipativen Forschungsprozess mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile mit ihren spezifischen Geschichten und Themen vor, die museal erschlossen und öffentlich präsentiert werden sollen. Für die Beteiligung in den Stadtteilen wurden unter anderem Gespräche mit mehreren Bürgerausschüssen geführt, die ihr großes Interesse an dem Projekt äußerten und sich zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern aktiv in das Projekt einbringen möchten. Das Stadtmuseum im Gelben Haus soll sich über die Projektlaufzeit zu einem aktiven Diskussionsort der Stadtgesellschaft entwickeln und nachhaltig von dieser Positionierung profitieren. Die Ergebnisse des Projekts sollen in Form von Präsentationen in den Stadtteilen, einer Kabinettausstellung im Gelben Haus des Stadtmuseums sowie einer Onlineausstellung zugänglich gemacht werden.


Die historische Pliensaubrücke wird 2019 umfassend saniert

Gemeinderat beschließt Finanzierungspaket

Die historische Pliensaubrücke, die im 13 Jahrhundert gebaut wurde, soll in verschiedenen Bauabschnitten umfassend saniert werden. Wasser dringt durch die Oberseite ins Bauwerk ein und schädigt so die alte Bausubstanz. Der gesamte Pflasterbelag samt Unterbau muss daher ausgebaut und alle Versorgungsleitungen erneuert werden. Ähnlich wie 2005 an der Inneren Brücke werden die Bauarbeiten bauhistorisch begleitet und gefördert.

Der im März 2018 angekündigte Start der Instandsetzungsarbeiten an der historischen Pliensaubrücke, Steinbogenbrücke über die B 10, wurde ins Frühjahr 2019 verschoben. Grund für die Verschiebung war die deutliche Überschreitung der im Zuge der Planung ermittelten Baukosten (1,68 Mio €) mit rund 37 % bzw. 79 % der beiden abgegebenen Angebote. Es konnte kein Auftrag für die Bauarbeiten erteilt werden.

Nach dem mit breiter Mehrheit am 8. Oktober gefassten Beschluss im Gemeinderat werden im Oktober die Ingenieur-/Tiefbauarbeiten und die Steinsanierungsarbeiten in Form einer beschränkten Ausschreibung nach öffentlichem Teilnahmewettbewerb neu ausgeschrieben und zwischen März und November 2019 umgesetzt werden.

Es erfolgt zuerst die Instandsetzung der Brücke aus ingenieurbautechnischer Sicht, d. h. Abdichtungs- und Belagsarbeiten oben auf dem Bauwerk. Die Bauarbeiten umfassen u. a. auch die Erneuerung der Gas- und Wasserversorgungsleitungen im Brückenkörper durch die Stadtwerke Esslingen. Diese müssen zwingend im Jahr 2019 abgeschlossen sein, da die Leitungen in der Vogelsangbrücke ebenfalls erneuert werden müssen. Die Vogelsangbrücke wird ab 2019 ebenfalls saniert.

Die Steinsanierungsarbeiten umfassen Arbeiten in den Bögen V und IX in den Randbereichen außerhalb der B 10, sowie an den Innenseiten der Brüstungen und Bögen.Die Instandsetzungsarbeiten an den Natursteinfassaden und Bogenuntersichten im Bereich der B 10 sollen in einem weiteren Schritt frühestens ab 2020 oder 2021 ff erfolgen. Die erforderlichen Haushaltsmittel werden aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen der jetzigen Sanierung ermittelt, im Haushalt angemeldet und dann separat ausgeschrieben.

Da die Bauarbeiten in zwei Bauphasen erfolgt, wird die Pliensaubrücke während der Bauarbeiten für Fußgänger und Radfahrer weiterhin benutzbar sein. Nach Aussage der Stadtverwaltung wird eine Restbreite von rd. 2,50 m ständig zur Verfügung stehen.


Stadt übernimmt vom Landkreis Gemeinschaftsunterkunft in der Kornhalde

Die Stadt Esslingen übernimmt nach einem Beschluss des Gemeinderates vom 8. Oktober zum 01.11.2018 die Gemeinschaftsunterkunft in der Kornhalde Sulzgries vom Landkreis Esslingen. Bisher wurde die Unterkunft von neu angekommenen Menschen auf der Flucht bewohnt. Künftig dient sie im Rahmen der Anschlussunterbringung Menschen als Zuhause, die in der Regel bereits zwei Jahre in Deutschland leben. Trotz des Wechsels des Besitzers wird ein Großteil der derzeitigen Bewohner in der Kornhalde wohnen bleiben. Die Stadt plant derzeit, die Unterkunft noch bis ins Jahr 2026 zu nutzen. Sie bietet Platz für maximal 61 Personen. Wie in anderen Anschlussunterbringen im Stadtgebiet übernimmt die Stadt Esslingen auch für die Gemeinschaftsunterkunft Kornhalde ab November die soziale Betreuung.


Gemeinderat wählt Johannes Müller zum Technischen Werksleiter des SVE

Mit breiter Mehrheit hat der Esslinger Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 8. Oktober Herrn Johannes Müller zum neuen technischen Werkleiter des Städtischen Verkehrsbetriebes Esslingen am Neckar (SVE) gewählt. Gemeinsam mit dem kaufmännischen Werkleiter wird er ab November die anspruchsvolle Aufgabe übernehmen, vor allem die notwendige Technik der Busflotte und der dazu gehörigen Infrastruktur des städtischen Verkehrsunternehmens zukunftsfähig weiter zu entwickeln. Im Auftrag des Gemeinderats sollen 63 % des öffentlichen Esslinger Stadtverkehrs künftig elektromobil bedient werden und der SVE damit einen gewichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität der Bürger leisten.

Finanzbürgermeister Ingo Rust zur Wahl von Herrn Müller: „Nahverkehrsfachleute sind zur Zeit sehr gesucht. Wir freuen uns daher, mit Herrn Müller einen erfahrenen Fachmann zu bekommen, der sowohl den alltäglichen Betrieb eines öffentlichen Busbetriebs im Detail kennt, andererseits aber auch die Expertise mitbringt, den eingeschlagenen Weg des Ausbaus der Elektrohybrid-Busflotte konsequent weiter zu verfolgen und die damit gesteckten Ziele zeitnah zu erreichen.“ Herr Dipl. Ing. Johannes Müller war u. a. Direktor der Bussparte bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und Geschäftsführer des Busunternehmens Axel Tücks GmbH.


Gemeinderat gibt grünes Licht für SVE-Kundencenter am ZOB

Im Rahmen des Großprojektes „Attraktivierung des ÖPNV“ hatte die Verwaltung in der Sitzung des Gemeinderates ein Konzept für einen neuen Kundencenter des Städtischen Verkehrsbetriebes Esslingen (SVE) am ZOB vorgestellt. Für die Umsetzung des Vorhabens gab der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 8. Oktober grünes Licht.

In bester Lage, an der Stirnseite des anthrazitfarbenen Kubus auf dem Bahnhofsvorplatz, soll ein kleiner, aber feiner SVE-Kundencenter entstehen, in dem Fahrgäste nicht nur Auskünfte zu Themen rund um den ÖPNV erhalten, sondern auch Fahrkarten lösen, Fundsachen anfragen oder Beschwerden abgeben können.

Bürgermeister Ingo Rust freut sich über die Entscheidung des Gemeinderates: "Der Info-Point ist der erste Baustein unserer Bemühungen den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen. Die nächsten sollen bald folgen." Auch der kaufmännische Werkleiter des SVE, Andreas Clemens, sieht in dem Info-Point nur Gutes: "Unseren Fahrgästen steht nun ein persönliches Beratungsangebot in bester Lage zur Verfügung."

Der Info-Point ist Montag bis Freitag von 7:00 - 12:30 Uhr, Montag bis Mittwoch 13:00 - 18:00 und Donnerstags 13:00 - 20:00 geöffnet. Die Eröffnung des neuen Kundencenters ist für das Frühjahr 2019 geplant.


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