Pressemitteilung 11.12.2018

Mehr Power für Radverkehr

Die Stadtverwaltung stellt die für 2019 vorgesehenen Radverkehrsprojekte im Ausschuss für Technik und Umwelt vor: Der Anteil des Radverkehrs im Esslinger Mobilitätsgefüge soll deutlich und nachhaltig erhöht werden.

Das Thema Radverkehr und die vermehrte Nutzung von Fahrrädern und Pedelecs erhält gesellschaftlich immer mehr Bedeutung - nicht nur wegen der vielen Baustellen und der zunehmenden Verkehrsüberlastungen im Straßennetz - sondern insbesondere auch aufgrund der Notwendigkeit, einen Mobilitätswandel hin zu einer nachhaltigen Mobilität zu gestalten.

Der Radverkehrsanteil am Modal Split des Gesamtverkehrs lag im Jahr 2011 bei 7% und soll deutlich erhöht werden. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger bekräftigt den Beschluss des 19-Punkte-Plans und des Radverkehrskonzepts der Stadt Esslingen am Neckar von 2013: „Unser Ziel ist es, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 auf 15% zu steigern und damit mehr als zu verdoppeln.“

Trotz Personalengpässen in den letzten Jahren und den daraus resultierenden Verzögerungen in den Planungsprozessen ist die Verwaltung guter Dinge, dass dieses Ziel erreicht werden kann. "Die Aufgabenstellung der Verbesserungen im Radverkehr ist auch im Mobilitätskonzept sowie im Klimaschutzkonzept der Stadt Esslingen am Neckar verankert. Mit einer ambitionierten Projektliste, mit hohen Budgets und den wieder besetzten Stellen in der Verkehrsplanung wollen wir die Umsetzungsgeschwindigkeit für geplante Radverkehrsprojekte deutlich verstärken. Mehr Power für den Radverkehr: damit soll der Anteil des Radverkehrs im Esslinger Mobilitätsgefüge deutlich und nachhaltig erhöht werden", unterstreicht OBM Dr. Zieger.

Umfangreiche Projektliste für 2019

Für das kommende Jahr plant die Stadtverwaltung derzeit umfangreiche Radinfrastruktur- Projekte im Straßen- und Brückenbau sowie umfangreiche Markierungsarbeiten mit einer Gesamtlänge von rund 2.500 Metern. Weitere Projekte sind in Vorbereitung und können hinzukommen. Allerdings könnte es nach Einschätzung der Stadtverwaltung auch Verzögerungen durch die überhöhte Auftragslage bei Baufirmen geben.

Vorgesehen sind 2019 folgende Projekte:

  • die Realisierung des gemeinsamen Geh- und Radweges entlang des Hengstenberg-Areals bis zur Mettinger Straße ( rund 240.000 €)
  • die Aufwertung und Neumarkierung der Fahrradstraße Hindenburgstraße (über 300.000 €)
  • die Verlegung des Geh- und Radweges zwischen dem Hochschul-Neubau und dem Stadtwerkegelände (über 300.000 €) (Baufeldfreimachung für die neue Hochschule)
  • die Busspur mit Radverkehrsfreigabe auf der Augustiner Straße
  • der Ersatzneubau der Rossneckarbrücke am Auslauf in den Neckar in Verlängerung des zukünftigen Neckaruferparks sowie die Sanierung der alten Pliensaubrücke (Steinbogenbrücke)

Für den weiteren Umgang mit dem Thema Radschnellweg und Radschnellverbindungen sind 2019 Vorplanungen vorgesehen auf Basis der Machbarkeitsstudie des Landkreises und des Radverkehrskonzepts der Stadt Esslingen am Neckar.

Weitere Vorhaben

Weitere Projekte sollen im kommenden Jahr konkretisiert werden:

Für die Mobilitätsstation am Bahnhof mit Fahrradparkhaus und Werkstatt werden zurzeit die Verträge gefertigt, der Bebauungsplanentwurf befindet sich in der Auslegung. Auch die Planungen für die Einführung des RegioRadStuttgart werden vorangetrieben. Die Planung für die Querung an der Maille in Verlängerung der Wehrneckarstraße, der Neckaruferpark und der Champagne-Radweg entlang der Hohenheimerstraße ( Champagne-Radweg rund 250.000 €) werden voraussichtlich 2020 in die Realisierung gehen können. Darüberhinaus sollen Radverkehrsangebote an der Brückenstraße, der Mülberger Straße, der Grabbrunnenstraße und die Verbindung am Weißen Stein vorangetrieben werden.

Umgesetzte Projekte im Jahr 2018

„Im Jahr 2018 sind Radinfrastrukturprojekte mit einer Länge von rund 2.880 m Länge und einem Kostenrahmen von ca. 444.000 Euro zum Abschluss gekommen“, freut sich Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht.

Im Einzelnen sind dies: der 2. Bauabschnitt auf der Zollbergstraße (Sanierung der Hangrutschung), die Öffnung der Einbahnstraße für Radverkehr in Gegenrichtung in der Martinstraße (zwischen Kandlerstraße und Altem ZOB), die Sanierung des Neckartalwegs (Abschnitt zwischen Röntgenstraße und Naturschutzgebiet) sowie die Herstellung von fahrradgerechten Waldwegen (Oberer und Unterer Mönchelesweg).

Darüberhinaus konnte und kann die Stadt Esslingen am Neckar im Radmarketing für die Jahre 2018 und 2019 auf die Förderung und Ideen der RadKULTUR zurückgreifen, einem Programm des Landes Baden-Württemberg. Es gab Veranstaltungen wie die Radsternfahrt, Stadtradeln, Pedelec-Testtag, Lastenrad-Infotag, aber auch die Abstandskampagne (mit Warnwesten, Busheckbeklebung, Pressearbeit und  Hinweisschilder) sowie dem Lastenradlieferservice vom Wochenmarkt. Die Gesamtkosten von 75.000 € wurden mit rund 43.000 vom Land Baden-Württemberg gefördert.

Die verschiedenen Radverkehrsprojekte werden regelmäßig mit Vertreterinnen und Vertretern der Radverbänden (Allgemeine Deutscher Fahrradclub ADFC und Verkehrsclub Deutschland VCD) abgestimmt.

Info

Kontakt

Stadtplanungsamt
Ritterstraße 17
73728 Esslingen am Neckar
Telefon (07 11) 35 12-31 10
Fax (07 11) 35 12-55 32 84

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