Pressemitteilung 11.4.2018

Neuausrichtung der Esslinger Schullandschaft

Am 11. April hat der Ausschuss für Bildung, Erziehung und Soziales in einer 1. Lesung über die öffentlich vorgestellten Vorschläge der Stadtverwaltung zur Weiterentwicklung der Esslinger Schullandschaft beraten.

Bücher und Apfel vor beschriebener Tafel

Ausgangspunkt der Neuausrichtung waren die Empfehlungen der Expertenkommission zur Neugründung der „Neuen Schule Esslingen“ in der Pliensauvorstadt. Diese hatte eine 3-zügige Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe für alle Esslinger Gemeinschaftsschulen empfohlen und gleichzeitig zahlreiche Fragestellungen zur konkreten Umsetzung aufgeworfen. In Gesprächen mit Staatlichem Schulamt und Regierungspräsidium Stuttgart wurden die zunehmend hohen Hürden des Landes zur Neugründung von Gemeinschaftsschulen offenkundig. Die Stärkung der Realschulen durch das Land und das aktuell veränderte Anmeldeverhalten der Eltern erforderten zusätzlich eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der veränderten Situation.

Das 2012 beschlossene und 2016 vom Gemeinderat bestätigte „Zwei-Säulen-Modell“ wird weiterhin als richtig und notwendig gesehen. Die langfristige Stabilität der 2. Säule aus Realschulen und Gemeinschaftsschulen erfordert jedoch weitere Schritte. Die Stadtverwaltung vertritt in Übereinstimmung mit der Expertenkommission die Auffassung, dass die Einführung einer gymnasialen Oberstufe an der Schule Innenstadt von zentraler Bedeutung für die Esslinger Schullandschaft ist. Städte wie Konstanz und Tübingen haben diesen Schritt schon vollzogen und Stuttgart wird diesen baldmöglichst vollziehen.
Für Bürgermeister Dr. Markus Raab gibt es drei zentrale Argumente: „Die gymnasiale Oberstufe stärkt erstens die vorhandenen Gemeinschaftsschulen, stabilisiert das Zwei-Säulen-Modell insgesamt und verhindert den Rückfall in die Dreigliedrigkeit. Zweitens wird der Schulstandort Esslingen dadurch aufgewertet, er gewinnt durch seine Vielfalt an Gymnasien, Realschulen und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe damit an hoher Attraktivität. Drittens entspricht sie dem starken Elternwunsch aus der Elternschaft aller Esslinger Schulen heraus.“

Mögliche negative Auswirkungen oder gar eine existenzielle Gefährdung der Esslinger allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien konnten durch die Verwaltung in mehreren Rechenmodellen ausgeschlossen werden. Amtsleiter Bernd Berroth stellt hierzu klar: „Eine Gefährdung unserer Gymnasien können wir definitiv ausschließen und vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen in den nächsten Jahren müssen wir eher für eine Entlastung insbesondere in den Gymnasien sorgen.“

Der Vorschlag der Stadtverwaltung zur Neustrukturierung der Esslinger Schullandschaft beinhaltet im Wesentlichen folgende Punkte:

  1. Die "Neue Schule Esslingen" in der Pliensauvorstadt wird als 3-zügige Realschule realisiert. Sie soll zum Schuljahr 2022/2023 an den Start gehen.
  2. Die Schule Innenstadt wird als 5-zügige Gemeinschaftsschule mit einer 3-zügigen gymnasialen Oberstufe geführt.
  3. Die Realschule Oberesslingen wird mit 4,5 Zügen (1 Standort) geführt und am Standort Lerchenäckerschule entsteht eine eigenständige 2,5 bis 3-zügige Realschule. Die Beschlüsse aus dem Jahr 2016 zur Zollberg-Realschule, Seewiesenschule, zu den Gymnasien und zu den Werkrealschulen werden wie bisher aufrechterhalten.

"Mit dieser Neuausrichtung unserer weiterführenden Schulen reagieren wir angemessen auf die veränderte Situation. Wir zeigen eine langfristige Perspektive für eine stabile Esslinger Schullandschaft auf und gewinnen aus der Elternperspektive an hoher Attraktivität. Mit dem weiteren Umbau der Esslinger Schullandschaft reagiert die Stadtverwaltung zudem auf die veränderten landespolitischen Rahmenbedingungen", unterstreicht Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

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