Pressemitteilung 12.02.2018

Heidelberger Kunsthistorikerin erhält erstes Hochwacht-Stipendium

Die Heidelberger Kunsthistorikerin Marlene Kleiner erhält das Hochwacht-Stipendium zu bauhistorischer Forschung in Esslingen.

Das Stipendium wurde im letzten Jahr von der ZukunftsStiftung Heinz Weiler gemeinsam mit der Stadt Esslingen ins Leben gerufen und erstmalig ausgelobt. Eine Fachjury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der ZukunftsStiftung Heinz Weiler, des Stadtarchivs und des Kulturamts der Stadt Esslingen am Neckar, der Unteren und Höheren Denkmalschutzbehörde sowie einem externen Fachmann aus dem universitären Bereich hat die Stipendiatin im Januar einstimmig gewählt.

In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sich Marlene Kleiner mit frühmittelalterlicher Bautechnik als Datierungskriterium. Sie untersucht dazu unter anderem die Kirche St. Vitalis, Vorgängerbau der Stadtkirche St. Dionys aus dem 8. Jahrhundert, von der Fundament und Mauerwerk erhalten sind und die eine lange und komplexe Baugeschichte aufweist. „Frau Kleiners Projektskizze überzeugte die Jury durch ihre hohe Qualität und wissenschaftliche Seriosität“, begründete Kulturamtsleiter Benedikt Stegmayer die Entscheidung der Fachjury. Von St. Vitalis ist noch aufgehendes, unverputztes Mauerwerk erhalten. Als Untersuchungsgegenstand und Vergleichsobjekt sind diese gut erschlossenen Ausgrabungen extrem wertvoll und haben überregionale Bedeutung. Die Jury erhofft sich von Frau Kleiners Forschung Rückschlüsse für die frühe Esslinger Bau- und Stadtgeschichte.

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger freut sich, dass die Stadt Esslingen mit dem vom Kulturamt und der Kuratorin der ZukunftsStiftung Heinz Weiler, Dr. Angela Zieger, konzipierten Stipendium ein deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal erhält. Er fährt fort: „Das Hochwacht-Stipendium zu bauhistorischer Forschung rückt einen zentralen Aspekt unserer städtischen Identität in den Fokus: unsere große historische Tradition, die sich an den zahlreichen Baudenkmälern Esslingens ablesen lässt. Es ist ein großes Glück, dass die Stadt mithilfe der ZukunftsStiftung Heinz Weiler die Möglichkeit hat, die wissenschaftliche Aufarbeitung dieses historischen Schatzes zu befördern. Dafür bedanke mich herzlich bei der ZukunftsStiftung Heinz Weiler und bei allen Fachleuten, die das Stipendium bei der Vorbereitung und bei der Durchführung unterstützen.“ Nächste Woche geht auch die Glocke in der Hochwacht wieder in Betrieb. Deren Steuerung war 2017 aufgrund eines Wasserschadens ausgefallen.

Das Wohn- und Arbeitsstipendium in der Hochwacht der Esslinger Burg läuft über die Sommermonate von Mai bis Oktober 2018 und umfasst neben der freien Nutzung der Hochwacht einen Unterhaltszuschuss von 1.500 € monatlich. Heinz Weiler, Vorstandsvorsitzender der ZukunftsStiftung Heinz Weiler, betont: „Das Stipendium ist eine wunderbare Möglichkeit, historische Forschung mit nachhaltiger Wirkung für unsere Stadt und mit überregionaler Bedeutung zu unterstützen. Ich wünsche Frau Kleiner viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.“ Inhaltlich begleitet wird die Stipendiatin durch das Landesamt für Denkmalpflege. Während der Laufzeit des Stipendiums ist Marlene Kleiner in die Kulturszene Esslingens eingebunden und erhält die Möglichkeit, den Forschungsfortschritt sowie das abgeschlossene Forschungsprojekt zu präsentieren.

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