Pressemitteilung 15.03.2018

Provisorische Erweiterung der Fußgängerzone Küferstraße

ATU beschließt provisorische Erweiterung der Fußgängerzone Küferstraße. Damit soll der Parksuchverkehr in der Strohstraße beendet werden.

Einstimmig Grünes Licht zur provisorischen Erweiterung der Fußgängerzone Küferstraße bis zur Ritterstraße und in der Strohstraße bis zur Spritzengasse gab am 14. März der Ausschuss für Technik und Umwelt des Esslinger Gemeinderates. "Damit soll der störende "Ringverkehr" durch Parkplatzsuchende in der Strohstraße wirksam geschlossen werden", machte Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht im ATU deutlich. Der ATU erteilte dazu das Einvernehmen der Gemeinde nach der Straßenverkehrsordnung. Die finanziellen Mittel für die provi diesorische Vergrößerung der Fußgängerzone Küferstraße von ca. 3.000,- € sind bereits im Doppelhaushalt 2018/2019 enthalten. Die Wirkung der jetzt beschlossenen Schließung des "Ringverkehrs" soll im Herbst durch einen erneute Verkehrserhebung überprüft werden.Umgesetzt werden soll die Schließung zeitnah zwischen Ostern.

Anlass und Hintergrund
Der Bürgerausschuss Innenstadt, der Arbeitskreis Altstadt sowie Stadtverwaltung und Gemeinderat befassen sich schon seit mehreren Jahren mit dem als störend empfundenen hohen Verkehrsaufkommen in der Ritterstraße und ihrem Umfeld. Bereits im Jahr 2014 zeigte eine Verkehrszählung, dass rund 50% dieses Verkehrs sogenannter Parksuchverkehr ist. In der Ritterstraße und in den angrenzenden Straßen der Altstadt gab es zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenige öffentliche Stellplätze, weshalb der Parksuchverkehr – unter Umständen nach mehreren Suchrunden – diesen Bereich dann wieder verlässt. Als Ergebnis dieser in aller Regel erfolglosen Suche nach öffentlichen Parkplätzen sind viele Fahrzeuge in der Ritterstraße und ihrem Umfeld unnötig unterwegs. In den folgenden Jahren wurden kurz- und langfristige Konzepte für die Verkehrsberuhigung und Umgestaltung des Stadteingangs Maille / Ritterstraße beraten. Angesichts begrenzter finanzieller Möglichkeiten hat der Gemeinderat beschlossen, vorerst mit provisorischen Schritten den Parksuchverkehr zu reduzieren. Anfang 2017 wurde dann der Einfahrtsbereich der Ritterstraße zur Reduzierung des Parksuchverkehrs verengt, die Zufahrt zur Tiefgarage betont und die Zahl der öffentlichen Parkplätze drastisch reduziert. Im November 2017 beschloss der ATU auf Vorschlag der Verwaltung eine weitere verkehrliche und freiräumliche Neuordnung des Stadteingangs Maille – Ritterstraße. Ende 2017 erfolgte eine weitere Verkehrszählung zur Beurteilung der Wirksamkeit mit dem Ziel, weitere Schritte zur Verkehrsberuhigung zu erproben.

Ergebnisse der Verkehrszählung Herbst 2017
Die Verkehrserhebung nach der im Frühjahr 2017 erfolgten provisorischen Verengung der Einfahrt in die Ritterstraße und der Vergrößerung der Haltverbotszone zeigt im Vergleich zur Erhebung 2014 einen Rückgang des Verkehrsaufkommens um 8 % und des Parksuchverkehrs um 7 %. Der Gutachter wertet diesen Rückgang als „gering“ und “nicht befriedigend, weitere Maßnahmen sollten geprüft werden“. Diese Ergebnisse wurden im Dezember 2017 mit dem AK Altstadt und dem Bürgerausschuss Innenstadt diskutiert. Die bauliche und gestalterische Umgestaltung des Eingangsbereichs Ritterstraße bis zu Küferstraße entsprechend den bereits vorhandenen Planungen beim Stadtplanungsamt wird vom AK Altstadt und dem Bürgerausschuss Innenstadt nach wie vor für das einzige dauerhaft zielführende Instrument für die Verkehrsberuhigung der Östlichen Altstadt gehalten. Da dies derzeit nicht finanziert werden kann, soll in einem nächsten Schritt untersucht werden, ob die vorgeschlagene provisorische Schließung der Strohstraße/Einmündung in die Küferstraße den unerwünschten Parksuchverkehr deutlicher reduziert und der Idealvorstellung einer umfassenden Verkehrsberuhigung näher kommt.

Vorschlag "Ringverkehr schließen"
Obwohl es in der östlichen Altstadt keine öffentlichen Parkplätze gibt, versuchen dennoch viele Pkw-Lenker ihr Glück und befahren die Ritter-, Milch- und Strohstraße und oft genug auch dann wieder die Ritterstraße auf der Suche nach Abstellmöglichkeiten. "Die im Frühjahr 2017 umgesetzten Schritte am Eingang zur Ritterstraße (Verengung, deutliche Markierung der Einfahrt in die Tiefgarage, Beschilderung) zeigen bislang noch nicht die gewünschte Wirkung und verkehrliche Beruhigung. Deshalb schlug die Verwaltung in Abstimmung mit dem Bürgerausschuss und dem Arbeitskreis Altstadt die Erweiterung der Fußgängerzone Küferstraße bis zur Ritterstraße und in der Strohstraße bis zur Spritzengasse vor", unterstrich Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht. Als Versuch soll zunächst provisorisch der „Ringverkehr“ geschlossen werden, um in dieser Testphase die Verkehrsverlagerungen und Veränderungen in der Verkehrsmenge zu erfassen und zu bewerten. Ergänzend zur Schließung der Strohstraße wird im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben geprüft, ob zusätzlich zum amtlichen Verkehrszeichen Besuchern der Altstadt auch auf einer Hinweistafel am Eingang der Ritterstraße erläutert werden kann, dass keine öffentlichen Parkplätze über die Ritterstraße anfahrbar sind.

Weiteres Vorgehen:
Nach der Schließung des „Ringverkehrs“ (Sperrung der Strohstraße/Einmündung Küferstraße) und der Erweiterung der Fußgängerzone in diesem Bereich wird die Wirksamkeit im Herbst 2018 durch eine erneute Verkehrserhebung überprüft. Im Winter 2018/19 erfolgen dann eine nochmalige Abstimmung der Ergebnisse mit dem Arbeitskreis Altstadt und dem Bürgerausschuss Innenstadt sowie ein Bericht im ATU.

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