Pressemitteilung 18.12.18

Verlagerung der Stadtwerke

Chancen für neues urbanes Stadtquartier in der Weststadt: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 17.12.2018 wichtige weitere Weichen zur Entwicklung gestellt.

Er beschloss auf Vorschlag der Verwaltung und der Stadtwerke die Verlagerung der Stadtwerke in die Neckarwiesen und stimmte der städtebaulichen Rahmenplanung für die städtebauliche Neuordnung des bisherigen Areals in der Weststadt zu.

„Die Verlagerung der Stadtwerke ermöglicht - ganz im Sinne von Innenentwicklung und Nachverdichtung innerstädtischer Flächenpotenziale -  eine gemeinsame Entwicklung von Stadtwerke-Areal und angrenzendem Schlachthof-Areal hin zu einem attraktiven Stadtquartier. Es ist nachhaltig in die Bebauung der Neuen Weststadt eingebunden. Der dadurch entstehende städtebauliche Mehrwert in Form der Errichtung weiterer Gebäude für Wohnen und Gewerbe mit über 10.000 m² Geschossflächen allein auf dem bisherigen Stadtwerke-Areal sowie der ökologischen Aufwertung des Uferbereichs des Roßneckars mit öffentlich nutzbaren Freiflächen rechtfertigen die für die Verlagerung notwendigen Investitionen“, so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. Auf der Basis einer von den Stadtwerken in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie können die Stadtwerke in das Gewerbegebiet Neckarwiesen verlagert werden. „Mit einem Neubau der Stadtwerke im Gewerbegebiet Neckarwiesen entlang der Fritz-Müller-Straße/Lilienthalstraße können die betrieblichen Abläufe den heutigen Erfordernissen in optimierter Form angepasst werden“, so Thomas Isele, Geschäftsführer der Stadtwerke Esslingen.

Die Neue Weststadt bildet das größte städtebauliche Entwicklungspotenzial der Stadt Esslingen am Neckar. Im Zuge der Revitalisierung der ehemaligen Güterbahnhofsflächen und des Hengstenberg-Areals entsteht ein neues, lebendiges, innenstadtnahes Stadtviertel mit gemischten Strukturen (Wohnen, Gewerbe, Dienstleistung) sowie attraktiven Freiflächen. Während die Bebauung auf dem Hengstenberg-Areal bis auf ein Baufeld abgeschlossen ist, sind die Projekte auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofes entweder bereits im Bau oder in konkreter Vorbereitung. So soll auch der derzeitige Hochschulstandort "Flandernstraße" in den westlichen Bereich des ehemaligen Güterbahnhofgeländes, südlich des Stadtwerke-Areals, verlagert werden und dort ein neuer Hochschulcampus entstehen. In Zusammenhang mit dem Neubau der Hochschule ist auf dem Grundstück der Stadtwerke die Errichtung eines Parkhauses mit den für die Hochschulnutzung erforderlichen KFZ-Stellplätzen vorgesehen.

© wittfoht architekten bda

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Aufgrund der Entwicklung der Neuen Weststadt hin zu einem urban geprägten Stadtviertel mit Wohnen, Büros und Hochschule haben sich die Stadtverwaltung und die Geschäftsführung der Stadtwerke Esslingen GmbH mit der grundsätzlichen Frage beschäftigt, ob angesichts dieser Entwicklung der heutige Standort der Stadtwerke überhaupt zukunftsfähig ist. Aus der ursprünglichen Stadtrandlage mit gewerblich geprägtem Umfeld ist inzwischen eine attraktive innerstädtische Lage geworden. Mit der bereits realisierten und künftig entstehenden Bauvorhaben in der Neuen Weststadt und auf dem Hengstenberg-Areal erscheinen die Stadtwerke zunehmend als Fremdkörper, der sich städtebaulich nicht integrieren lässt. „Auch wenn ein Verbleib der Stadtwerke am bisherigen Standort zwar grundsätzlich möglich ist, so ist dieser Standort nicht mehr zeitgemäß und entspricht in keiner Weise einer betriebsoptimalen Nutzung. Zudem würde - unter stadtentwicklungsplanerischen Aspekten betrachtet - ein Verbleib auf Jahre hinaus eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung in diesem Bereich blockieren“, betont Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht.

Der Eigentümer des benachbarten Schlachthofareals ist ebenfalls mit dem Wunsch einer städtebaulichen Neuordnung seines Grundstücks an die Stadt herangetreten. Damit besteht nun die große Chance, auch diese beiden unmittelbar am Rossneckar gelegenen Areale mit einer Gesamtfläche von 1,8 ha in die Entwicklung der Neuen Weststadt zu integrieren. Unter der Vorgabe, für dieses neue Quartier eine hochwertige städtebauliche und architektonische Lösung zu finden, entstand die vom Büro Wittfoht Architekten aus Stuttgart ausgearbeitete städtebauliche Rahmenplanung. Sie bildet nun die Grundlage für die künftige Entwicklung und Bebauung der beiden Areale.

Damit können nun die jeweiligen Planungen fortgeführt werden. Für den Neubau der Stadtwerke müssen die Hochbaupläne konkretisiert werden und für die städtebauliche Neuordnung des Areals in der Weststadt muss unter Beteiligung der Öffentlichkeit ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Es ist vorgesehen, dass die Stadtwerke ab dem Jahr 2021 am neuen Standort ihren Neubau errichten und bis Ende 2022 ihren jetzigen Standort verlassen, damit dort dann bis Ende 2023 das Parkhaus für die Hochschule gebaut werden kann. Die Hochschule wird voraussichtlich 2024 ihren Betrieb in der neuen Weststadt aufnehmen.

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