Pressemitteilung 22.03.2018

Rahmenkonzept für Wirtschaftsförderung vorgestellt

Mit der Konzeption positioniert sich die Stadt Esslingen im regionalen Standortwettbewerb und gibt einen Ausblick auf die zukünftige inhaltliche und personelle Ausrichtung des Referates für Wirtschaftsförderung.

Gemeinsam mit dem Leiter des Referates für Wirtschaftsförderung, Marc Grün, stellte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger am 21.03.2018 im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates die Rahmenkonzeption der städtischen Wirtschaftsförderung der Öffentlichkeit vor. Mit der Konzeption positioniert sich die Stadt Esslingen im regionalen Standortwettbewerb und gibt einen Ausblick auf die zukünftige inhaltliche und personelle Ausrichtung des Referates für Wirtschaftsförderung. Das Strategiepapier definiert die ökonomischen Ziele und Rahmenbedingungen des Wirtschaftsstandortes Esslingen. Auf dieser Grundlage benennt die Konzeption drei Aktionsfelder, die zukünftig im Fokus der städtischen Wirtschaftsförderung stehen sollen. Daneben gibt die Konzeption einen ersten Überblick über die Projekte und Aufgaben der jeweiligen Aktionsfelder.

Strategische Steuerungseinheit, Impulsgeber und Scharnier
„Die anstehenden wirtschaftspolitischen Herausforderungen sind in der Konzeption pointiert zusammengefasst. Zugleich werden konkrete Handlungsansätze beschrieben. Die Rahmenkonzeption stellt ein wichtiges Planungsinstrument für die Weiterentwicklung der Wirtschaftsförderung am Wirtschaftsstandort Esslingen dar“, fasste OB Dr. Jürgen Zieger den Anspruch des Papiers zusammen. OB Zieger: „Die Konzeption verdeutlicht die künftige Aufgabe des Referates für Wirtschaftsförderung als strategische Steuerungseinheit der Stadtverwaltung. Sie hat das Ziel, wirtschaftspolitische Impulse für die Standortentwicklung zu geben und wirkt als Scharnier zwischen öffentlichen und privaten Akteuren.“ Diese Aufgabe als Impulsgeber nehme die Wirtschaftsförderung bereits jetzt aktiv wahr. Anregungen des Referates wie der Konzeptvorschlag „WirtschaftsfreundlichES – Wirtschaftsfreundliche Stadt Esslingen“ hätten die Debatte um den besten Weg zur Sicherung der Standortattraktivität neu angestoßen. Insbesondere liefere der Ansatz, in Zukunft im Bereich der Wirtschaftsförderung auch stärker auf digitale Instrumente wie z. B. ein Feedbacksystem für Unternehmer zu setzen, wichtige Beiträge zur Digitalstrategie der Stadtverwaltung.

Ziele, Trends und Standortbedingungen
Auch in Zukunft sehe sich die Stadt Esslingen der Erhaltung bestehender und der Schaffung neuer Ausbildungs- und Arbeitsplätze verpflichtet. Dies gelte genauso für die Sicherung der Wirtschaftskraft am Standort sowie dem Ziel einer ausgewogenen Wirtschaftsstruktur, betonte Wirtschaftsförderer Marc Grün. Um diese Ziele zu erreichen, müssten neben allgemeinen Rahmentrends, wie der anhaltenden Internationalisierung des Wirtschaftsgeschehens, der Herausforderung des demografischen Wandels sowie dem wirtschaftlichen Strukturwandel, insbesondere auch lokalspezifische Standortbedingungen beachtet werden.
Die lokale Situation Esslingens zeichne sich gegenwärtig durch eine florierende Wirtschaftslage, die geringe Verfügbarkeit weiterer Entwicklungsflächen sowie die nach wie vor wichtige Rolle des verarbeitenden Gewerbes aus. Wichtige Stärken der Stadt bildeten neben der Attraktivität des Standortes das überdurchschnittliche Fachkräfteangebot sowie die hohe Konzentration wirtschaftsstarker Unternehmen wichtiger Zukunftsbranchen. Schwächen des Standortes stellten dagegen der Flächenmangel als dominierender Standortnachteil und die Krisenanfälligkeit aufgrund der Exportorientierung der Unternehmen am Standort dar. Hinzu kämen die logistischen und verkehrlichen Herausforderungen, die auf die Stadt im Rahmen wichtiger Sanierungs- und Neubauprojekte bei der Infrastruktur zukommen. Chancen für den Standort bieten laut Grün vor allem die Forschungsstärke der ansässigen Industrieunternehmen und die Wertschöpfungspotenziale, die aus der Verknüpfung verschiedener Wirtschaftsbranchen erwachsen könnten. Als Risiken seien dagegen die Gefahren der Abwanderung von Schlüsselindustrien sowie die Herausforderungen struktureller Veränderungen in zentralen Wirtschaftsbranchen zu werten.

Bestandspflege, Gestaltung des Strukturwandels und Standortentwicklung im Fokus
Vor diesem Hintergrund werde sich die Stadt Esslingen wirtschaftspolitisch zukünftig insbesondere auf drei Aktionsfelder konzentrieren:  „Die Aufgaben der intensiven Bestandspflege“, die „Gestaltung insbesondere des digitalen Strukturwandels“ und die „gezielte Standortentwicklung“ werden in Zukunft die Schwerpunktthemen der Wirtschaftsförderung bilden“, betont Referatsleiter Marc Grün. Das Aktionsfeld Bestandspflege umfasse dabei alle Impulse zur Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Stadtverwaltung sowie Aktivitäten zur Stärkung des lokalen Wirtschaftsnetzwerkes. Beispiele seien etwa die für dieses Jahr eingeplante Unternehmensbefragung zur Identifizierung von Optimierungspotenzialen im Leistungsangebot der Stadtverwaltung sowie die Erweiterung und intensivere Nutzung bestehender Unternehmensnetzwerke.
Impulse zur Gestaltung des Strukturwandels zielten dagegen auf die Förderung von Innovation sowie Zukunfts- und Wachstumsbranchen in der Stadt. Hierzu plane die Stadt insbesondere, das Gründergeschehens am Standort zu stärken und bisherige Gründerangebote, wie etwa das Life Science Center, konzeptionell neu zu auszurichten.

Das Aktionsfeld Standortentwicklung bündele Vorhaben, die auf die Entwicklung von Infrastruktur, Flächen, Stadtteilen und des Arbeitsmarktes zum Ziel hätten. Hierzu werde die Wirtschaftsförderung etwa Projekte zur Standortentwicklung, wie zum Beispiel die WLAN-Versorgung der Innenstadt oder die anstehenden Sanierungen der Neckarbrücken aktiv begleiten und unterstützen.
OB Zieger: „Die nun vorgestellte Konzeption bildet für die wirtschaftlichen Aktionsfelder den entsprechenden Orientierungsrahmen. Sie beschreibt die Leitlinien, an denen sich alle weiteren Projekte der Wirtschaftsförderung ausrichten werden.“ Statt eines starren Handlungskonzeptes verfolge die Konzeption einen strategischen Ansatz. Dieser sei, so Grün, für die zukünftigen Projekte und Aufgaben der städtischen Wirtschaftsförderung erweiterbar und anpassungsfähig. Und so könne flexibel auch auf neue Rahmenbedingungen reagiert werden.  

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