Pressemitteilung 24.08.2018

Gemeinsame Presseerklärung SVE und Fa. Rexer

Zur gemeinsamen Lösungsfindung auf Grund der zahlreichen Beschwerden trafen sich Bürgermeister Ingo Rust, der Werksleiter des Städtischen Verkehrsbetriebes (SVE) Andreas Clemens sowie der Geschäftsführer der Albert Rexer GmbH & Co. KG Arno Ayasse.

In den Wochen nach der Betriebsaufnahme durch das Busunternehmen Rexer sind vermehrt Beschwerden zur Qualität des Busverkehrs in Esslingen eingegangen. Zur gemeinsamen Lösungsfindung haben sich die Verantwortlichen, diesen Freitag, auf Einladung von Bürgermeister Ingo Rust getroffen. Teilnehmer waren u.a. der Werksleiter des Städtischen Verkehrsbetriebes (SVE) Andreas Clemens sowie der Geschäftsführer der Albert Rexer GmbH & Co. KG Arno Ayasse.

Kernpunkte der Beschwerden der letzten Wochen waren unfreundliches Verhalten, mangelnde Deutschkenntnisse und ungenügende Kenntnisse über Linienführungen und die Position von Haltestellen des Fahrpersonals.

Die Ergebnisse des Gesprächs werden wie folgt zusammengefasst:

1. Das Busunternehmen Rexer und der SVE bitten ihre Fahrgäste für die aufgetretenen Schwierigkeiten um Entschuldigung. Es war zu keinem Zeitpunkt die Absicht Qualitätsstandards im Busverkehr abzusenken - im Gegenteil sollen Qualität und Quantität des ÖPNV weiter verbessert werden. Diesem gemeinsamen Ziel haben sich beide Verkehrsunternehmen verpflichtet. Andreas Clemens: „Ich bedauere es sehr, dass es zu diesen Schwierigkeiten kam. Wir setzen alles daran mit unserem Partner schnelle und erfolgsversprechende Lösungen dafür zu finden.“ Arno Ayasse: „Die Qualität der ersten Wochen nach Betriebsaufnahme entspricht nicht unserem Anspruch als erfahrenes Verkehrsunternehmen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und geloben schnellstmöglich Besserung.“

2. Dem Vorwurf in vielen Beschwerden, das Fahrpersonal hätte nur unzureichende Deutschkenntnisse, gehen SVE und Rexer gemeinsam nach. Der Vertrag zwischen SVE und Rexer regelt eindeutig, über welches Niveau an Deutschkenntnissen das Fahrpersonal verfügen muss und dass ein höfliches und serviceorientiertes Verhalten erwartet wird. Gemeinsam werden die beiden Busunternehmen in den kommenden Wochen ein Konzept ausarbeiten, um diese Anforderungen zu erreichen und nachhaltig sicherzustellen. Beide Busunternehmen bitten allerdings um Verständnis dafür, dass es bei einem extrem angespannten Arbeitsmarkt im Bereich des Fahrpersonals derzeit sehr schwierig ist hochqualifiziertes Personal zu rekrutieren.


3. Schnelle Abhilfe sagte die Firma Rexer auch bei den aufgetretenen Unsicherheiten des Fahrpersonals zu, was Linienführung und Position von Haltestellen angeht. Arno Ayasse: „Wir sind den Beschwerden nachgegangen und haben durch weitere Maßnahmen, wie verstärkte Schulungsfahrten, sichergestellt, dass unser Fahrpersonal die Strecken sicher beherrscht und auch keine Haltestellen mehr übersieht.“

4. Ein wesentlicher Grund für aufgetretene Verspätungen sind die bisher in den Fahrzeugen der Firma Rexer fehlenden Geräte zur Busbeschleunigung. Diese sorgen dafür, dass Busse an Ampeln bevorzugt „Grün“ bekommen und so schneller durch das Straßennetz kommen. Leider wurden die Geräte vom Lieferanten nicht rechtzeitig vor Inbetriebnahme geliefert und folglich nicht rechtzeitig eingebaut. Mittlerweile ist die erforderliche Hardware vorhanden und wird derzeit mit Hochdruck in den Fahrzeugen nachgerüstet. Arno Ayasse: „Zum Schuljahresbeginn sind die Geräte verbaut und wir können mit allen Fahrzeugen die Ampelbevorrechtigung nutzen. Das wird unsere Pünktlichkeit deutlich verbessern.“

5. SVE und Rexer bitten auch weiter alle Fahrgäste Qualitätsmängel möglichst konkret an die zentrale Anlaufstelle des SVE zu melden - vorzugsweise schriftlich per E-Mail, Post oder Fax. Andreas Clemens: „Auch wenn aus Kapazitätsgründen nicht zu jeder Beschwerde ein Rückmeldung gegeben werden kann, können sich unsere Fahrgäste sicher sein, dass jeder Meldung nachgegangen wird.“ Jede eingegangene Meldung wird registriert, dem jeweiligen Unternehmen zugeordnet und eine Stellungnahme eingeholt. In den Fällen, in denen es um Fehlverhalten von Fahrpersonal geht, werden mit diesem Gespräche geführt und ggf. weitere Maßnahmen veranlasst.

Bürgermeister Ingo Rust zeigte sich zufrieden mit den Gesprächsergebnissen: „Ich bin zuversichtlich, dass Rexer die Anfangsschwierigkeiten schnell in den Griff bekommt.“ Es sei schon vieles verbessert worden und es werde noch einiges passieren. „Wir werden als Stadt weiter darauf achten, dass die vereinbarten Qualitätsstandards bei beiden Unternehmen eingehalten werden.“ Gleichzeitig bittet Rust um Verständnis: „Wo Menschen arbeiten, werden auch Fehler gemacht. Das war immer so und das wird immer so bleiben.“, so Rust. „Fairness und ein menschlicher Umgang miteinander sind zwar - vor allem in den sozialen Netzwerken -  aus der Mode gekommen, sollten aber immer noch der Maßstab in unserer Stadt sein.“

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