Postmichelbrunnen

Postmichelbrunnen

Zentral in der Altstadt steht der Postmichelbrunnen, der wichtigste Brunnen überhaupt in der Geschichte Esslingens.

Dieser Standort war die Hauptwegeverbindung zwischen Flandern und Oberitalien, die so genannte Handelsstraße, die in der Nähe der Handelgeschäfte in Esslingen verlief. Von der Inneren Brücke her kommend aus der Pliensau war seit dem Mittelalter schon dort ein Straßenknick Richtung Ritterstrasse. Daher hatte dieser Brunnenstandort seinen Namen als Kaufbrunnen. Dieser Name blieb dem Brunnen bis ins 15. Jahrhundert erhalten.

Seit 1519 wurde der Kaufbrunnen in Fischmarktbrunnen umbenannt. Nicht verwunderlich, da ja in der Nähe des Roßneckars die Stadtfischer ansässig waren und den Brunnentrog als Fischkasten nutzten. Als der klassizistische Fischmarktbrunnen mit seiner steinernen Säule im Jahre 1878 nicht mehr seiner Zeit entsprach, wurde dieser ins „Filial“ nach Wäldenbronn versetzt und zum Acht-Röhren-Brunnen ausgebaut.

Achtröhrenbrunnen

Am exponierten Platz der alten Stadt wurde eine reich verzierte gusseiserne Wasserschale von drei Meter Durchmesser platziert. Gestiftet von der Witwe Anna Hecker als Vermächtnis ihres Mannes, den Oberstaatsanwalts Robert von Hecker. Bereits 1915 erlaubte eine neue Spende eines Esslinger Fabrikanten und ehemaligen Schüler des heutigen Georgii-Gymnasium eine Veränderung an diese Stelle. Er setzte ein Denkmal der beliebtesten Sagengestalt der Esslinger – den Postreiter Michel Banhard aus Deggingen. Der Brunnenstandort erhält einen neuen Namen und Aussehen durch den Cannstatter Bildhauers Emil Kiemlen. Die beliebteste Esslinger Sagenfigur vom Postmichel hat der Bildhauer in vier Reliefdarstellungen an der Außenseite des Naturseintroges festgehalten. Sie zeigen, wie der Postreiter den Fingerring findet und wie er im Wirtshaus damit protzt. Auch seine Hinrichtung wird dargestellt und wie er als Geist mit dem Kopf unterm Arm in der Michaelinsnacht sich den Bürgern zeigt. Auf der Brunnensäule aus Stein wird der Postmichel auf dem Pferd mit Horn in der Hand aus Bronze dargestellt.

Der gusseiserne Brunnen hat daraufhin seinen Platz in der Klaraanlage bekommen.

Klarabrünnele

Stadtplan


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Die Stadtwerke fördern die städtischen Brunnen

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