Pressemitteilung 17.12.2018

Küferstraße wird Innovationsmeile

Im Rahmen der Gründungsinitiative "GründES" von Hochschule und Wirtschaftsförderung soll die Esslinger Küferstraße zur Innovationsmeile für Gründungsinteressierte werden.

Blick zum Wolfstor

Die Küferstraße in Esslingen am Neckar soll zukünftig Tüftlern und Denkern eine Heimat bieten. Im Rahmen der Gründungsinitiative „GründES“ hat das Referat für Wirtschaftsförderung der Stadt Esslingen am Neckar gemeinsam mit der Hochschule Esslingen mit dem Projekt „Innovationsmeile Küferstraße“ Projektbausteine entwickelt, um die Esslinger Küferstraße als Innovationsmeile für Gründungsinteressierte zu nutzen.

In den Gesprächen zur Erarbeitung der Esslinger Gründerstrategie stellten Gründer, Verbände und Unternehmen drei zentrale Faktoren zur Verbesserung der Gründungsfreundlichkeit in Esslingen heraus: Gründer, Tüftler und kreative Köpfe seien aktuell zu wenig vernetzt und verfügten nicht über ausreichende Räume zum Ausprobieren neuer Ideen. Zudem fehle – insbesondere unter jüngeren Menschen – die Lust zum Gründen und Unternehmertum. Im Rahmen der Gründerstrategie „GründerfreundlichES – Gründerfreundliche Stadt Esslingen“ hat das Referat für Wirtschaftsförderung der Stadt Esslingen seither Maßnahmen erarbeitet, um diese Bedarfsbereiche gezielt anzusprechen. Mit dem „Projekt Innovationsmeile Küferstraße“ stellte das Referat nun das erste Vorhaben zur Umsetzung der städtischen Gründungsstrategie der Öffentlichkeit vor.

Das am 25. März 2019 im Verwaltungsausschuss präsentierte und einstimmig unterstützte Projekt einer „Innovationsmeile in der Küferstraße“ will mit dem historischen Wolfstor ein „EinfallsTor“ für gute Ideen in der Stadt verankern. Das Tor soll für gründungs- und innovationsorientierten Bürgerinnen und Bürgern einen Ort der Vernetzung und des Austausches bieten. Interessierte, Kreative, Schülerinnen und Schüler, Studierende und Unternehmer sollen das EinfallsTor kostenlos als Experimentier- und Entwicklungsfeld für eigene Ideen nutzen können. Damit soll ein Treffpunkt geschaffen werden, an dem Gründerinnen und Gründer in der Vorgründungsphase Ideen entwickeln, diskutieren und optimieren können.

Für aussichtsreiche Ideen soll zukünftig ein günstiger Platz in einem Tüftlerhaus angeboten werden. Hierfür soll zunächst eine leerstehende Einzelhandelsfläche genutzt werden, um Gründerinnen und Gründern eine flexibel anmietbaren Platz zum Ausprobieren und Weiterentwickeln zur Verfügung zu stellen. Gegen symbolische 7,77 Euro Nettomiete je Quadratmeter und Monat können Gründerinnen und Gründer in Zukunft eine Teilfläche des Tüftlerhauses nutzen. Ist eine Idee so erfolgreich, dass sie mehr Platz benötigt, unterstützt das Flächenmanagement der Wirtschaftsförderung bei der Suche nach privaten Coworking– oder Büroräumen.

Voraussetzung für die Nutzung des Tüftlerhauses ist die aktive Teilnahme am Gründerverein, der den dritten Projektbaustein bildet. Der Verein soll die Vernetzung der Esslinger Kreativ- und Gründerszene durch Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und die gemeinsame Interessensvermittlung vorantreiben. Unterstützt wird der Verein u. a. durch das städtische Innovationsmanagement der Wirtschaftsförderung. Vereinsmitglieder profitieren zudem von der Kooperation von Stadt und Hochschule Esslingen: Sie erhalten Zugang zu den Laboren der Hochschule und können Hochschulangebote wie z. B. die Entrepreneurship School Esslingen (ESE) nutzen.

OB Dr. Jürgen Zieger unterstreicht die Wichtigkeit der Arbeit der Stadtverwaltung im Bereich Gründungsfreundlichkeit:  "Der Stadt Esslingen ist die Unterstützung von Menschen mit Ideen und Unternehmergeist ein zentrales Anliegen. Mit dem Projekt Innovationsmeile Küferstraße geht die Gründerstrategie „GründungsfreundlichES“ in die Phase der Konkretisierung und Umsetzung. So können wir Esslingen mit passgenauen Angeboten für Gründungsinteressierte noch attraktiver gestalten.“

Auch Marc Grün, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, sieht das Projekt als wichtigen Beitrag einer wirtschaftsfreundlichen Standortpolitik: „Wir wollen gemeinsam eine ideale Infrastruktur für neue Ideen schaffen. Hiervon profitieren zum einen die Gründerinnen und Gründer. Aber auch kleine und mittlere Unternehmen der Region, die wir mit der Esslinger Gründerszene vernetzen, können durch das Vorhaben neue Impulse für Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle der Zukunft erhalten und sich so noch besser für die Wirtschaftswelt von morgen positionieren.“

Das Vorhaben der Innovationsmeile ist auf vier Jahre angelegt. Vor dem Projektstart im 4. Quartal 2019 sollen weitere Details in enger Absprache mit Gründerinnen und Gründern, Künstlern und Unternehmen abgestimmt werden. Für Interessierte, die das Projekt mit Ideen oder Tatkraft unterstützen wollen, steht das Referat für Wirtschaftsförderung gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

(Erstellt am 26. März 2019)

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