Pressemitteilung 2019-07-31

Zollbergstraße: Engstelle für den Radverkehr wird verbreitert

Die Stadtverwaltung geht auf die Kritik des ADFC ein und verbreitert die, durch einen Oberleitungsmast bedingte, Engstelle auf dem Zollberg-Radweg. Damit ist eine Lösung gefunden, mit der alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gut leben können.

Radwegmarkierung auf der Zollbergstraße
Im unteren Bereich der Zollbergstraße ist der neue Radweg bereits markiert.

Stellungnahme zur Pressemitteilung des ADFC Esslingen bez. des Zollberg-Radwegs
 
Die Stadt Esslingen misst dem Radverkehr eine sehr große Bedeutung zu. Die Stadt sieht den Radverkehr als wesentlichen Part des künftigen Mobilitätsmixes und strebt in den kommenden Jahren eine Verdopplung des Radverkehrs an. Um dies zu erreichen, baut die Stadt vielerorts die Radinfrastruktur aus, hat ein Mobilitätspaket aufgelegt und berücksichtigt bei allen größeren Bauprojekten den Radverkehr nach Kräften.
 
So auch in der Zollbergstraße: Die Stadt Esslingen nutzt die dortigen Hangsicherungsarbeiten, um den Straßenraum neu zu gestalten und dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. Im unteren Bereich der Zollbergstraße, vor der ersten Kehre, wurde bereits damit begonnen, einen Radfahrstreifen einzurichten. Bergaufwärts entsteht hier ein Radweg, der – teilweise als 3 m breiter Rad- und Fußgängerweg – bis über die mittlere Kehre hinausführt.
 
Dieser Radweg soll in mehreren Bauabschnitten bis zur Nellinger Linde hoch geführt werden. Auch die untere Anbindung des Radwegs ist bereits geplant: Von der Pliensaubrücke kommend, wird im Rahmen der Bebauung des Nürk-Areals eine entsprechende Verbindung erfolgen. Langfristig wird damit eine durchgängige Verbindung zwischen Pliensaubrücke und Nellinger Linde geschaffen, die den Zollberg an den künftigen Radschnellweg im Neckartal anbinden wird.
 
Zu Recht weißt nun der ADFC Esslingen darauf hin, dass auf dem Teilstück des Radwegs, der aktuell eingerichtet wird, eine Engstelle besteht. Bedingt durch einen Mast für den Oberleitungsbusverkehr bleiben nur 98 cm für die Durchfahrt. Mit einem breiten Anhänger, der für zwei Kinder ausgelegt ist (ca. 80 cm), braucht es hier tatsächlich Augenmaß, wenn man nicht absteigen möchte.
 
Auch der Erste Bürgermeister Wilfried Wallbrecht sieht dieses Problem und verspricht Abhilfe: „Mit Rücksicht auf den Radverkehr werden wir die Fahrbahn an dieser Stelle auf 6,30 m verengen. Bei einer Durchgangsbreite von 1,20 m kann die Engstelle dann auch mit Anhänger sicher passiert werden.“ Diese Fahrbahnverengung erschwert zwar den Busbegegnungsverkehr, kann nach Absprache mit dem Städtischen Verkehrsbetrieb aufgrund der geradlinigen Straßenführung an dieser Stelle aber ausnahmsweise ermöglicht werden.
 
Damit ist eine Lösung gefunden, mit der alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gut leben können, auch wenn, bedingt durch den engen Straßenquerschnitt, von allen Seiten kleinere Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen. Denn eine Versetzung des Oberleitungsmasts wäre keine Alternative. Nur ein Versatz in Richtung Straßenrand wäre hier sinnvoll möglich. Das aber wäre mit Kosten im sechsstelligen Bereich verbunden und würde den finanziellen Rahmen sprengen.
 
Auch verweist der ADFC darauf, dass an dieser Stelle für den Radverkehr eine nutzbare Breite von 2,50 m vereinbart worden wäre. Die Stadt hat jedoch, auch gegenüber dem ADFC, immer deutlich kommuniziert, dass diese Breite nur im Teilbereich unterhalb der Fußgängerquerung bei Hausnr. 40, ermöglicht werden kann. Oberhalb davon bleibt aufgrund des geringen Straßenquerschnitts schlicht zu wenig Platz.

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