Pressemitteilung 2020-03-26

Neubau des Geiselbachkanals: So sichert die Stadt die Mobilität während der Bauzeit

Am 30. März beginnt die 15-monatige Sperrung für den Neubau des Geiselbachkanals. Ein umfassendes Maßnahmenpaket macht den ÖPNV zu einer interessanten Alternative und sichert den Verkehrsfluss während der Bauzeit.

Ab dem 30. März wird die zentrale Verbindung zwischen RSKN und der Esslinger Innenstadt für den Kraftverkehr gesperrt (1). Die beidseitige Sperrung ist notwendig, um den Geiselbachkanal in der Mittleren Beutau zwischen den Einmündungen der Sulzgrieser Steige und der Turmstraße neu bauen zu können. Parallel dazu erfolgt der Straßenneubau im gesamten Baufeld bis zur Augustinerbrücke hinunter. Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt, damit der Zugang zu den Grundstücken für Anlieger und Rettungskräfte jederzeit gewährleistet bleibt.

Der Erste Bürgermeister Wilfried Wallbrecht betont: „Die Sperrung ist unumgänglich, um den Bewohnerinnen und Bewohnern von RSKN die Abnahme ihres Abwassers für die kommenden 100 Jahre zu ermöglichen. Aber die Stadt hat gewaltige Anstrengungen unternommen, um die Mobilität während der Bauzeit bestmöglich aufrechtzuerhalten.“

Hier die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

Poller verhindert Schleichverkehr
Ein Poller (2) wird ab Ende März die illegale Nutzung des Schleichwegs über die Weinberge zwischen Rüdern und Uhlbach verhindern. Berechtigte Anlieger können unter www.baustellen.esslingen.de/poller einen Sender beantragen, um den Poller bei Bedarf zu versenken.

Buslinie 109 bis Obertürkheim
Dafür ermöglicht die Buslinie 109 (3) mit Beginn der Sperrung den Anschluss an die S-Bahn in Obertürkheim (4). Während der Hauptverkehrszeiten verkehren die Busse im 15-Minuten-Takt, in den Nebenverkehrszeiten werden Kleinbusse eingesetzt. Für die Strecke, die über Rüdern und Uhlbach bis Obertürkheim verläuft, werden von Rüdern aus nur etwa 10 Minuten benötigt. Zwei zusätzliche Haltestellen werden in Uhlbach eingerichtet (5), um auch dort den Zu- und Ausstieg zu ermöglichen.

Mit dem ÖPNV in die Stadt
Am anderen Streckenende wird die Linie 109 eine Schleife drehen und am oberen Baustellenende die Haltestelle Sulzgrieser Steige bedienen (6). Von dort sind es fußläufig knapp 600 m über das Baufeld bis zur Innenstadt. Der Radverkehr muss im Baustellenbereich absteigen. Alternativ wird an der Haltestelle Krummenacker (7) der Umstieg auf die Linie 111 (8) ermöglicht, die während der Sperrung tagsüber bis 20 Uhr im 10-Minuten-Takt über St. Bernhardt und den Altstadtring bis zum ZOB Esslingen (9) fährt.

Bus- und Radspur
Um auch die Zuverlässigkeit des Busverkehrs zu verbessern, wurde ab der Haltestelle Eugen-Bolz-Straße bis zum Neckar Forum eine eigene Busspur (10) eingerichtet, die auch dem Radverkehr zugutekommt. In diesem Zuge wurde auch die Bushaltstelle Katharinenstaffel (11) ausgebaut. Dort können nun mehr Busse gleichzeitig halten und schneller wieder in den Verkehr einfädeln.

BM Rust: ÖPNV ist attraktive Alternative
„Diese Maßnahmen machen den ÖPNV – zusammen mit dem vergünstigten Stadtticket, Taktverdichtungen und Kapazitätserweiterungen – zu einer attraktiven Alternative zum Auto“, hebt der verantwortliche Bürgermeister Ingo Rust mit Blick auf die zahlreichen Verbesserungen hervor.

Umleitungsstrecke ist gerüstet
In vielen Punkten wird der Umleitungsverkehr aber auch direkt unterstützt. So wurde die Hauptumleitungsstrecke über die Barbarossastraße, die Rotenackerstraße und die Mülbergerstraße bereits im Vorfeld für den Mehrverkehr gerüstet. Unter anderem wurde der Kreisverkehr Rotenackerstraße/Kirchackerstraße (12) saniert. Auch die Ampelschaltungen wurden für den Mehrverkehr entsprechend optimiert und ermöglichen nun einen verbesserten Verkehrsfluss.

Verkehrsoptimierung am Hirschlandkopf
Am Hirschlandkopf (13) wird ab dem 30. März die Verkehrsführung optimiert, indem die Linksabbieger von der Hirschland- in die Wielandstraße und von der Rotenacker- in die Kennenburger Straße herausgenommen werden. Damit erhöht sich die Leistungsfähigkeit der Hauptverkehrsrichtung um ca. 15 %, das entspricht rund 500 Fahrzeugen pro Stunde. Der zahlenmäßig geringfügige Abbiegeverkehr wird ersatzweise über den Goerdelerweg bzw. die Urbanstraße geführt.

Freiläufer am Neckar Forum
Ebenfalls eine deutliche Entlastung bringt der Freiläufer (14), der am Neckar Forum eingerichtet wurde. Der Verkehrsfluss von der Mülbergerstraße in die Ebershaldenstraße wird nun nicht mehr durch den Abbiegeverkehr gestört, sondern kann auf der rechten Spur frei durchlaufen. Hierfür werden die Linksabbieger aus der Grabbrunnenstraße auf die linke Fahrspur der Ebershaldenstraße geleitet.

OB Zieger: Gemeinsam den Verkehrsfluss sichern

Oberbürgermeister Dr. Zieger weist darauf hin, dass der Erfolg dieser Vorkehrungen letztlich an der Mitwirkung aller hängt: „Je mehr Menschen aufs Rad umsteigen, laufen oder, soweit es angesichts der aktuellen, durch das Coronavirus bedingten Krise angemessen ist, öffentliche Verkehrsmittel nutzen, desto besser kann der Verkehrsfluss während der Bauzeit aufrechterhalten werden. Zudem setzen alle, die auf das eigene Auto verzichten, einen positiven Impuls hin zu einem zukunftsfähigen Mobilitätsmix und leisten einen substantiellen Beitrag zum Schutz unseres Klimas. Diesen Menschen gilt mein ausdrücklicher Dank.“

Coronavirus bislang ohne Auswirkungen
Die Ausbreitung des Corona-Virus hat nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf die Bautätigkeiten. Das Tiefbauamt befindet sich diesbezüglich in engem Austausch mit dem ausführenden Bauunternehmen. Dennoch können kurzfristige Änderungen in Anbetracht der derzeitigen Situation nicht ausgeschlossen werden.

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