Pressemitteilung 2020-04-27

Pliensaubrücke wieder vollumfänglich geöffnet

Die Sanierung der historischen Pliensaubrücke steht vor dem Abschluss und ist bereits wieder vollumfänglich geöffnet. Der mittlere Brückenbereich ist barrierefrei ausgebaut und als gemeinsamer Rad- und Fußweg ausgewiesen.

Neuer Pflasterbelag auf der Pliensaubrücke

Die Sanierungsarbeiten auf der historischen Pliensaubrücke stehen vor dem Abschluss. Nur wenige Restarbeiten am Vorplatz in der Pliensauvorstadt und kleinere Steinmetzarbeiten stehen aktuell noch aus und sollen bis Ende April abgeschlossen werden. Der Hauptteil der Brücke ist bereits wieder in seiner Gesamtbreite für den Fuß- und Radverkehr geöffnet.
 
In den vergangenen 13 Monaten wurde die Brücke aus ingenieurbautechnischer Sicht instandgesetzt, es wurden sowohl Abdichtungs- und Belagsarbeiten auf dem Bauwerk als auch Spritzbetonarbeiten an den Untersichten durchgeführt. Im Zuge von Natursteinarbeiten wurden abgewitterte und gerissene Steine von Steinmetzen fachmännisch saniert. Parallel erneuerten die Stadtwerke Esslingen die Gas- und Wasserleitungen.
 
Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 3,35 Mio. Euro. Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, das Denkmalpflegeprogramm der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Deutschen Stiftung Denkmalschutz förderten die Sanierung mit insgesamt knapp 350.000 Euro.
 
Die Verkehrsführung auf der Brücke wurde für eine gemeinsame Nutzung durch den Fuß- und Radverkehr gestaltet, ist barrierefrei ausgebaut und berücksichtigt die historische Bedeutung der Brücke, indem sie die mittelalterliche Ansicht so weit als möglich beibehält.
 
Der mittlere Brückenbereich ist als gemeinsamer Rad- und Fußweg ausgewiesen und durch einen glatten Steinbelag auch für Kinderwägen, Rollstühle und Rollatoren geeignet. Eine Bevorrechtigung für den Radverkehr gibt es nicht. Der äußere Brückenbereich bleibt Fußgängerinnen und Fußgängern vorbehalten, hier wurde ein rauer Pflasterbelag verbaut, der der historisch gewachsenen Ansicht der Brücke entspricht. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege wird noch an einer verträglichen Lösung für eine höhere Brüstung gearbeitet.
 
Denn die Pliensaubrücke steht unter Denkmalschutz. Bauliche Veränderungen sind nur im Rahmen denkmalschutzrechtlicher Genehmigungen möglich. Die Pliensaubrücke ist neben der Regensburger Brücke die älteste Steinbogenbrücke nördlich der Alpen und gilt als Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst. Aus Stubensandstein gebaut, besaß sie ursprünglich zehn Bögen und wurde durch drei Tortürme gesichert. Im 2. Weltkrieg wurde die Brücke schwer beschädigt. Auch wurden Teile der Brücke für den Bau des Neckarkanals abgerissen. Heute sind 5 Bögen sowie der nördliche Torturm von 1444 erhalten. Die restlichen Bereiche wurden in modernen Formen ergänzt.
 
Die Sanierung der Pliensaubrücke ist mit diesen Arbeiten am historischen Teil der Brücke noch nicht vollumfänglich abgeschlossen. Voraussichtlich 2023 müssen die Natursteinfassaden und Bogenuntersichten im Bereich der B 10 instandgesetzt werden.

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