Pressemitteilung 2020-05-27-2

Neubau der Fuß- und Fahrradbrücke über den Rossneckar

Der Ausschuss für Technik und Umwelt hat einen Ersatzneubau der Brücke über den Rossneckar beschlossen. Der Neubau soll im ersten Halbjahr 2021 erfolgen und als künftiger Zugang zum Neckaruferpark eine flexible Nutzung ermöglichen.

Der Ausschuss für Technik und Umwelt des Esslinger Gemeinderats hat einstimmig einen Ersatzneubau der Brücke über den Rossneckar beschlossen. Das Stuttgarter Ingenieurbüro ‚EHS beratende Ingenieure‘ wird mit der weiteren Planung beauftragt. Die Gesamtkosten für den Neubau werden mit rund 700.000 Euro veranschlagt, 146.000 Euro davon steuert das Land Baden-Württemberg bei.

Die bestehende Fuß- und Fahrradbrücke zwischen Stadtzentrum und Mettingen ist Teil des Neckarpromenadenweges. Sie wurde 1987 mithilfe einer Trägerrostkonstruktion aus Holz und Stahl errichtet. Trotz regelmäßiger Wartungsarbeiten sind die Stahlträger großflächig verrostet und das Holz durch Feuchtigkeit, Abrieb und Pilzbildung so stark beschädigt, dass ein Ersatzneubau unausweichlich ist.

Aufgrund der vorhandenen Schäden ist bereits seit 2016 ein Teilbereich der Brücke gesperrt. Der Neubau soll daher möglichst zeitnah, voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2021 erfolgen. Die Bauzeit beträgt in etwa drei Monate, eine Vollsperrung ist aber nur für wenige Wochen erforderlich.

Die neue Brücke wird per Stahlrostkonstruktion in einem leichten Bogen über den Rossneckar geführt. Damit bietet sie Kanufahrern eine angenehme Durchfahrtshöhe von ca. 1,5 m. Sie erreicht eine Spannweite von knapp 15 m und ermöglicht durch einer Breite von 4 m eine flexible Nutzung. Dank einer Traglast von 40 t können auch schwere Baustellenfahrzeuge, etwa zur Gestaltung des Neckaruferparks, die Brücke queren. Die geradlinige Spurführung und der geschlossene Asphaltbelag machen das Überfahren mit dem Rad deutlich angenehmer. Die offene Stahlkonstruktion, die integrale Bauweise und hochwertige Materialien machen die Brücke wartungsarm und langlebig.

Als künftiger Zugang zum Neckaruferpark vermittelt die Brücke ein offenes, einladendes Erscheinungsbild. Die wenigen sichtbaren Stahlelemente sind in hellen Grautönen gehalten und das leicht nach außen geneigte Geländer bekommt eine transparente Seilnetzbespannung. Ihre Bogenform verleiht der Brücke eine gewisse optische Spannung.

Für den geplanten Radschnellweg entlang des Neckars präferiert das Regierungspräsidium Stuttgart eine separate Radwegebrücke, deren Realisierung aber noch von der Trassenwahl, naturschutzrechtlichen Vorgaben und der Zustimmung der Grundstückseigentümer, vor allem der Deutschen Bahn, abhängt.

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