Pressemitteilung 2021-04-26-1

Innovatives Ampelsystem für die Schorndorfer Straße

In der Schorndorfer Straße wird aktuell ein innovatives System zur Ampelsteuerung implementiert, das den Verkehrsfluss erheblich verbessert und so die Lärm- und Abgasbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner deutlich reduziert. Bis zum Ende der Sommerferien soll das System optimal eingestellt sein.

Kreuzung Plochinger, Schorndorfer und Ulmer Straße

Ein neues, innovatives Steuerungssystem mit dem Namen ‚Optifluss‘ soll den Verkehrsfluss in der Schorndorfer Straße deutlich verbessern. Leistungsfähige, untereinander vernetzte Ampelanlagen steuern den Verkehrsfluss in Abhängigkeit des tatsächlich auftretenden Verkehrsaufkommens und reduzieren damit Wartezeiten und häufige Anhalte- und Anfahrvorgänge. Der Verkehr wird dynamisch durch die Hauptverkehrsachse geleitet und berücksichtigt dabei sowohl die Zuströme aus den Nebenachsen als auch das Fußverkehrsaufkommen.

Auf diese Weise wird in der Hauptverkehrszeit eine Verbesserung des Verkehrsflusses von bis zu 30 % ermöglicht. Eine große Entlastung für die Schorndorfer Straße, die mit täglich 27.000 Fahrzeuge, darunter 600 Lastwagen, zu den meistbefahrenen Straßen im Stadtgebiet gehört und deren Verkehrsaufkommen aufgrund ihrer regionalen Verkehrsfunktion starken Schwankungen unterliegt. Vor allem auch die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren von der neuen Ampelsteuerung: Die Verstetigung des Verkehrsflusses reduziert die Lärm-, Schmutz- und Abgasbelastung deutlich und verringert den Ausweichverkehr in den angrenzenden Wohnstraßen.

Die technischen Voraussetzungen für das System wurden bereits im Vorfeld geschaffen. Alle sieben Anlagen in der Schorndorfer Straße wurden mit modernen Steuergeräten ausgerüstet. Die Anbindung der Ampeln an das städtische Glasfasernetzt sichert einen schnellen Austausch der Verkehrsdaten zwischen den einzelnen Ampeln. Seit Ende März wird die Software nun Anlage für Anlage eingespielt und schrittweise in den Probebetrieb genommen. Bis zum Ende der Sommerferien soll das System optimal eingestellt sein. Die Gesamtkosten für die neue Ampelsteuerung belaufen sich auf etwa 850.000 Euro, 380.000 Euro davon werden durch das Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ des Bundes bezuschusst.

Die Funktionsweise von Optifluss

Die neue, dynamische Optifluss-Steuerung erfasst, ähnlich wie herkömmliche Steuerungssysteme, die Verkehrsbewegungen mit Hilfe von Detektoren. Während konventionelle Ampelsysteme den Verkehr aber erst erfassen, wenn dieser an der Ampel zum Stehen gekommen ist, ermöglicht die Optifluss-Steuerung durch zusätzliche, im größeren Abstand zur Kreuzung positionierte Schleifen, eine frühzeitige Reaktion auf zufließenden Verkehr.

Aus den ermittelten Daten werden flexibel und in Echtzeit die erforderlichen Grün- und Rotzeiten für alle Verkehrsteilnehmer errechnet. Fußgänger und querende Radfahrer können durch die neue Steuerung nach Anforderung schneller Grün erhalten, ohne auf den für sie im Festzeitenprogramm vorgesehenen Zeitpunkt warten zu müssen. Optifluss nutzt hierfür, wie auch für den aus Seitenstraßen einfahrenden Verkehr, Lücken im Verkehrsfluss der Hauptachse. Auch der Busverkehr wird in optimierter Form in das System eingebunden.

Wissenschaftliche Begleitung

Die wissenschaftliche Begleitung der Universität Stuttgart stellt sicher, dass laufend Optimierungspotentiale erkannt und zeitnah in das System implementiert werden können. Optifluss wird bereits in Dresden und in Luzern eingesetzt. In beiden Städten kommunizieren allerdings jeweils nur zwei Lichtsignalanlagen miteinander. Esslingen ist die erste Stadt, in der ein kompletter Straßenzug mit dieser Steuerung ausgestattet wird.

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