Pressemitteilung 2021-04-26-2

Der Alicensteg bleibt vorerst erhalten

Der Ausschuss für Technik und Umwelt hat beschlossen, den Alicensteg vorerst nicht wie geplant abzureißen. Zunächst soll die Verbindung im städtischen Gesamtzusammenhang bewertet werden. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen 2022/23 möchte das Gremium dann über die Zukunft des Stegs entscheiden.

Kaputter Belag auf dem Alicensteg

In der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt des Esslinger Gemeinderats am 26. April wurde das weitere Vorgehen zum Alicensteg erneut zwischen der Stadtverwaltung dem Gremium abgestimmt. Einvernehmlich wurde beschlossen, dass der Abriss des Alicenstegs ausgesetzt wird, bis ein Konzept über die verkehrliche Bedeutung und der technischen Zustand von Brücken, Stegen und Wegen in Esslingen vorliegt, das eine Bewertung der einzelnen Verbindungen im städtischen Gesamtzusammenhang erlaubt. Erst vor diesem Hintergrund möchte der Gemeinderat dann im Rahmen der Haushaltsverhandlungen über Abriss, Neubau oder Sanierung des Alicenstegs entscheiden.
 
Auf Antrag der Fraktionen stellte das Tiefbauamt eine weitere Variante für den Alicensteg vor. Neben der vollumfänglichen Instandsetzung der Fußgängerbrücke mit Kosten von ca. 3,2 Mio. Euro wurde eine Variante „Instandsetzung Light“ untersucht, die den Umfang der Instantsetzung auf die Begehbarkeit der Brücke eingrenzt. Dazu gehören die Erneuerung der Geländer und des Belags auf der Brücke, die Sanierung der Wendeltreppe und der Treppe zum Merkelpark, sowie partielle Stahlbauinstandsetzungen am Deckblech. Im Gegensatz zur vollumfänglichen Instandsetzung finden in dieser Variante nur Arbeiten auf der Brückenoberseite statt. Auf die Korrosionsschutzerneuerung an der Unterseite wird verzichtet. Dadurch verschlechtert sich zwar der Zustand an der Brückenunterseite weiter, es kann aber auf eine aufwendige und sehr teure wechselseitige Verkehrsführung auf der B10 verzichtet werden.
 
Das Ingenieurbüro Leonhardt Andrä und Partner geht davon aus, dass die Brücke damit maximal weitere zehn Jahre genutzt werden kann. Anschließend ist ein Neubau des Stegs erforderlich. Für die „Instandsetzung Light“ werden die Kosten auf knapp 900.000 Euro geschätzt. Der Treppenweg bis zum Unteren Eisbergweg, also die Weiterführung der Brücke auf der Südseite zum Zollberg, müsste dann ebenfalls ertüchtigt werden. Hier schlägt die günstigste Variante mit rund 250.000 Euro zu Buche. Auf eine Beleuchtung würde dann ebenso verzichtet, wie auf die Sanierung des ersten Teils des Unteren Eisbergwegs, der an der Berkheimer Straße bei Gebäude 30 beginnt. Trotz der geringeren Kosten würde die „Instandsetzung light“ unter Berücksichtigung der geringen Nutzungsdauer von maximal zehn Jahren in punkto Wirtschaftlichkeit allerdings nicht gut abschneiden.

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