Pressemitteilung 20231-06-16-2

Sanierung des Geiselbachkanals abgeschlossen: Verkehrsfreigabe am 18. Juni ab 15:30 Uhr

Die Sanierung des Geiselbachkanals steht vor dem Abschluss. Am Freitag, dem 18. Juni, um 15:30 Uhr wird der Straßenzug wieder beidseitig für den Verkehr freigegeben. Der ÖPNV kehrt am 19. Juni zum Normalfahrplan zurück.

Markierung des Radstreifens

Nach knapp 15monatiger Vollsperrung stehen die Sanierungsarbeiten am Geiselbachkanal vor ihrem Abschluss. Schneller als ursprünglich geplant werden am Freitag, dem 18. Juni, Geiselbachstraße und Mittlere Beutau ab 15:30 Uhr wieder beidseitig für den Verkehr geöffnet. Mit der Verkehrsfreigabe geht eine lange, beschwerliche Zeit für alle Anwohnerinnen und Anwohner der Baustelle und der Umleitungsstrecken sowie für alle Verkehrsteilnehmer:innen, die auf die Verbindung von und nach RSKN angewiesen sind, zu Ende. Der knapp zweijährigen Geiselbachkanalsanierung war bereits die aufwändige Sanierung der Augustinerbrücke vorausgegangen, die ebenfalls zu Verkehrseinschränkungen in diesem Bereich führte.
 
Baustellenabwicklung war logistische Herausforderung
Insgesamt wurden knapp 600 m des zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Geiselbachkanals, der mittig unter der Geiselbachstraße und der Mittleren Beutau verläuft, umfassend saniert bzw. neu gebaut. Dabei wurden gut 172 glasfaserverstärkte Rohrelemente mit Durchmessern von bis zu 2 m verlegt, etwa 18 Schächte und 1 Schachtbauwerk gebaut sowie über 200 Hausanschlüsse erneuert. Im Rahmen der außergewöhnlichen Baustelle musste eine eigene Abwasserhaltung installiert werden, archäologische Forschungsarbeiten begleiteten die Arbeiten im historischen Kanalverlauf und im Juni vergangenes Jahr wurde die Baustelle von einem extremen Starkregenereignis heimgesucht. Besonders aufwändig war die logistische Organisation der Baustelle, um den Anwohner:innen und Rettungskräften trotz des beengen Raumangebots jederzeit den Zugang zu ihren Grundstücken ermöglichen zu können.
 
Oberbürgermeister Dr. Zieger dankt Betroffenen und der Stadt Stuttgart
Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger zeigt sich in Anbetracht der großen Belastung durch die Baustelle äußerst dankbar: „Mein ausdrücklicher Dank gilt allen, die von der langen Sperrung betroffen waren: Den Bewohnerinnen und Bewohnern von RSKN, die fast zwei Jahre lang große Umwege in Kauf nehmen mussten, um in die Stadt zu gelangen; den Anwohnerinnen und Anwohnern der Umleitungsstrecken, die während der Sperrung große Verkehrslasten zu ertragen hatten; und natürlich den Anliegern der Baustelle selbst, die die Hauptlast zu schultern hatten: Baustellenlärm, eingeschränkte Grundstückszufahrten, verminderte Parkmöglichkeiten und vieles mehr. Bei den betroffenen Bürgerausschüssen bedanke ich mich für das entgegengebrachte Verständnis. Auch der Stadt Stuttgart sind wir sehr dankbar dafür, dass sie uns während der Sperrung eine Busverbindung von Rüdern über Uhlbach nach Obertürkheim und zurück ermöglicht hat.“
 
Abbiegebeziehungen am Hirschlandkopf werden wieder hergestellt
Um den Verkehr von und nach RSKN bestmöglich am Laufen zu halten, wurde die Sperrung von umfangreichen Begleitmaßnahmen flankiert. Ein Teil davon wird nun zurückgenommen. Bis Ende Juni werden die Bushaltestellen in Uhlbach zurückgebaut, die Halteverbote im Hölderlinweg entfernt und die Parkverbote in der Uhlbacher Straße zurückgenommen. Die verkehrsarme Zeit bis zum Ende der Sommerferien  wird dazu genutzt,  sämtliche Abbiegebeziehungen am Hirschlandkopf wieder herzustellen, die Führung der Linksabbieger durch den Goerdelerweg zu entfernen und die Busspur in der Rotenackerstraße zwischen Eugen Bolz-Straße und Flandernstraße zurückzubauen.
 
Bus- und Radspur bleibt weitgehend erhalten
Erhalten bleiben dagegen die Bus- und Radspur in der Mülbergerstraße, die Radspur in der Wielandstraße, die Radquerung am Hölderlinweg, der Freiläufer am Neckar Forum, die Neuordnung der Spuren an der Bushaltestelle Katharinenstaffel, die Ordnung der Stellplätze in der Sulzgrieser Steige und das Bewohnerparken im Gebiet um die Mülbergerstraße.
 
ÖPNV verkehrt ab 19. Juni wieder im Normalbetrieb
Auch der ÖPNV kehrt mit Aufhebung der Geiselbachsperrung am 19. Juni wieder zum Normalfahrplan zurück. Die Buslinie 109, die während der Sperrung zwischen Sulzgrieser Steige, Rüdern und Obertürkheimer Bahnhof verkehrte, fährt dann wieder vom ZOB über Krummenacker bis zur Rüderner Glocke und zurück. Der Hölderlinweg wird ab dem 19. Juni nicht mehr befahren, die Linien 110, 112 und N12 kehren wieder auf die alte Streckenführung über die Mülbergerstraße zurück.
 
Erster Bürgermeister Wallbrecht: Abwasserführung für 100 Jahr gesichert
Der Erste Bürgermeister Wilfried Wallbrecht resümiert: „Die Sanierung des Geiselbachkanals war unerlässlich. Mit vereinten Kräften ist es uns gelungen, den maroden Kanal schnellstmöglich zu erneuern und damit die Ableitung des Abwassers aus ganz RSKN für die kommenden 100 Jahre zu sichern – ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren. Dank umfangreicher Begleitmaßnahmen konnte der Verkehrsfluss trotz der Sperrung weitgehend aufrechterhalten werden. Der befürchtete Verkehrsinfarkt ist ausgeblieben.“
 
Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 10,9 Mio. Euro
Auch die Gesamtkosten konnten mit ca. 10,9 Mio. Euro trotz der steigenden Preise in der Bauwirtschaft weitgehend im geplanten Rahmen gehalten werden. Allein in die Optimierung des Verkehrsflusses auf der Umleitungsstrecke und das verbesserte ÖPNV-Angebot während der Sanierungsarbeiten wurden davon rund 2,3 Mio. Euro investiert.
 
Eine Radspur bergaufwärts
Bevor die Sperrung am Freitag aufgehoben werden kann, sind noch einige Restarbeiten zu erledigen. Ende letzter Woche wurde bereits die Asphaltdeckschicht in einem Zug aufgebracht, um störende Nähte zu vermeiden. Nun folgen Markierungsarbeiten und die Beschilderung. Dabei wird bergaufwärts für den Radverkehr in der Mittleren Beutau eine eigene Spur eingerichtet. Nach der Bauabnahme erfolgt schließlich der Rückbau der Baustelleneinrichtung. Im Herbst folgt außerdem noch die Begrünung durch weitere Bäume, die das Straßenbild verschönern und eine angenehme Atmosphäre schaffen.

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