Pressemitteilung 2021-06-28

Pulverwiesenbrücke: Ersatzneubau beginnt am 5. Juli

Am kommenden Montag, dem 5. Juli, beginnen die Arbeiten für den Ersatzneubau der Pulverwiesenbrücke. Bis zum Abschluss der Arbeiten Ende März kommenden Jahres ermöglicht eine Behelfsbrücke den Zugang zum Landratsamt und zum Merkel’schen Park.

Pulverwiesenbrücke

Die Bauarbeiten für den Ersatzneubau der Pulverwiesenbrücke beginnen am kommenden Montag, dem 5. Juli. Bis Ende März 2022 soll die Brücke, die über den Hammerkanal den Zugang zum Landratsamt und dem Merkel’schen Park ermöglicht, durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Die Bau- und Ingenieurleistungen werden von der Bietergemeinschaft Rommel Infrastrukturbau GmbH & Co. KG und der Konstruktionsgruppe Bauen AG aus Stuttgart übernommen, die als Sieger eines Wettbewerblichen Dialogs hervorgegangen war. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf etwa 2,6 Mio. geschätzt.

Verkehrsführung
Nach vorbereitenden Arbeiten wird zu Beginn der Sommerferien, von Freitagmittag, dem 30. Juli, bis Sonntag, dem 1. August, die bestehende Behelfsbrücke, die vom Technischen Hilfswerk (THW) 2019 über die Bestandsbrücke gespannt wurde, in Richtung Wasserhaus versetzt und eine provisorische Verbindungsstraße erstellt, um die Querung des Hammerkanals weiterhin zu ermöglichen. Während des Versetzens der Behelfsbrücke ist die Zufahrt zum Landratsamt und zum Merkelpark nicht möglich. Am neuen Brückenstandort wird der Verkehr dann weiterhin per Ampelsteuerung wechselseitig über die einspurige Brücke gelenkt, die Tragfähigkeit ist nach wie vor auf 24 t begrenzt. Der Radverkehr wird auf der Straße geführt, zu Fuß kann ein an die Behelfsbrücke angehängter Gehweg oder der Fußweg über das Wasserhaus genutzt werden.

Bauablauf
Nachdem die Behelfsbrücke an ihrem neuen Standort einsatzbereit ist, wird für die neue Brücke, da oberflächennah kein tragfähiger Baugrund vorhanden ist, zunächst eine Tiefgründung von ca. 15 m durchgeführt. Hierbei werden vier Großbohrpfähle pro Seite mit einem Durchmesser von 120 cm hinter den Widerlagern der Bestandsbrücke in die Erde getrieben. Auf die Bohrpfähle können dann Pfahlkopfbalken betoniert werden, die als Auflager des Brückenüberbaus dienen. Anschließend wird ein Flächengerüst unter der bestehenden Brücke errichtet, bevor Ende August die alte Brücke samt Mittelpfeiler abgebrochen werden kann. Lediglich die alten Widerlager bleiben bestehen.

Bereits Anfang September kann dann mit dem Neubau begonnen werden. Für den Überbau werden vorgespannte, umgedreht T-förmige Fertigteilträger genutzt, die im Betonwerk passgenau hergestellt und auf die Baustelle geliefert werden. Da sie biegesteif an die Unterbauten angeschlossen werden, kann auf Lager und Übergangskonstruktionen verzichtet werden.

Es folgen Wasserleitung und Kabelleerrohre zwischen den Trägern, der Einbau der Bewehrung und die Betonage der Fahrbahnplatte. Wenn die neue Brücke dann im November abgedichtet ist, kann der Belag eingebaut und die Gehwege hergestellt werden. Schließlich werden Geländer und Beleuchtung montiert und Restarbeiten in den Anschlussbereichen durchgeführt. Abschließend wird die Behelfsbrücke zurückgebaut, bevor die neue Brücke dann Ende März 2022 für den Verkehr freigegeben werden kann und für den Neubau des Landratsamts, der mit den Entkernungsarbeiten im Altbau im April 2022 beginnen soll, einsatzbereit ist.

Die neue Brücke
Die neue Brücke wird als robuste Stahlbeton-Rahmenkonstruktion den Zugang zum Landratsamt und zum Merkel’schen Park langfristig sichern und ist für die nächsten 80 Jahre ausgelegt. Die Tragfähigkeit der Brücke wird im Vergleich zur alten Brücke auf 60 t verdoppelt. Durch die abgerundeten, rückversetzten Überbauunterseiten und die gebogenen Kappenbalken wirkt die Konstruktion dennoch sehr schlank. Das Tragwerk der neuen Pulverwiesenbrücke erscheint aus der Ferne unaufdringliches, aber elegantes Rahmenbauwerk, das die Sichtbeziehung von der Brücke in Richtung des Wasserhauses und umgekehrt nahezu unverändert erhält.

Die Fahrbahn auf der Brücke hat eine Gesamtbreite von 4,75 m. Je Fahrtrichtung wird eine Spur zur Verfügung stehen. Da es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich mit einer Höchstgeschwindigkeit vom 30 km/h handelt, kann der Radverkehr im Mischverkehr über die Fahrbahn geführt werden. Auf der nördlichen Seite verläuft ein 1,5 m breiter Gehweg, der südliche Gehweg hat eine Breite von 3,0 m und ist für Radfahrer im Schritttempo freigegeben.

Neubau ist unumgänglich
Nachdem eine Bauwerksprüfung im Juli 2019 die Standsicherheit der bestehenden Pulverwiesenbrücke aufgrund von starken Rissen im Spannbeton gefährdet sah, hatte die Stadt umgehend reagiert. Dank tatkräftiger Unterstützung durch das THW wurde in Rekordzeit eine Behelfsbrücke über den Hammerkanal errichtet und so der Zugang zu Landratsamt, Villa Merkel und dem Kindergarten Färbertörlesweg gesichert.

Da die 1964 errichtete Bestandsbrücke nicht zu retten ist, wurde anschließend unverzüglich mit den Planungen für einen Ersatzneubau begonnen. Unter anderem musste dabei der geplante Neubau des Landratsamts, der mögliche Trassenverlauf des künftigen Radschnellwegs, der Hochwasserschutz, die Feuerwehrzufahrt, die Anbindung an das bestehende Straßennetz und das hohe Fuß- und Radverkehrsaufkommen über den Hammerkanal berücksichtigt werden.

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