Flucht und Asyl

Asyl in Esslingen

Esslingen am Neckar leistet als Große Kreisstadt einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Menschen, die bei uns Zuflucht und Asyl suchen, einen guten Platz zum Leben finden.

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die nach Esslingen am Neckar kommen, ist seit 2015 stetig gestiegen. Der Landkreis Esslingen ist die zuständige untere Aufnahmebehörde während der vorläufigen Unterbringung. Wir wirken an dieser Aufgabe aktiv mit und sorgen als Große Kreisstadt dafür, dass 17,4 Prozent - entsprechend unserem Anteil an der Bevölkerung im Landkreis - hier aufgenommen werden können.

Zahlen und Fakten

Derzeit befinden sich 260 Zuflucht suchende Menschen (Stand November 2018) in der vorläufigen Unterbringung, d.h. sie werden durch den Landkreis in der Stadt Esslingen am Neckar untergebracht. Dazu zählen 8 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Jugendhilfeeinrichtungen in Esslingen untergebracht sind. Diese Personengruppe rechnet der Landkreis der Stadt auf die erforderliche Quote für die vorläufige Unterbringung an. Diese Menschen werden auf Wohnungen oder in Gemeinschaftsunterkünften im gesamten Stadtgebiet verteilt.

Für die Anschlussunterbringung der anerkannten Flüchtlinge ist die Stadt Esslingen zuständig. In der Anschlussunterbringung wurden im laufenden Jahr bisher 132 Personen mit Wohnraum versorgt, dies umfasst auch Personen aus dem Familiennachzug. Insgesamt werden der Stadt Esslingen im Jahr 2018 525 Menschen plus Familiennachzug (ca. 130 Menschen) zugewiesen.

Aktueller Zugang der Asylbeweber für Baden-Württemberg:

Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration

Rechtsgrundlagen
Auf der Internetseite des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg finden Sie Informationen über das neue Flüchtlingsaufnahmegesetz.
www.fluechtlingsrat-bw.de

Ein- und Zuwanderung in Deutschland
Laut des Statistischen Bundesamts lebten 2014 knapp elf Millionen Menschen in Deutschland, die selbst eingewandert sind. Das heißt gut jeder fünfte Mensch in Deutschland hat einen Migrationshintergrund.

Weitere Zahlen, Informationen und Antworten: www.esslingen.de/kulturkreise


Das Esslinger Konzept

Das dezentrale Konzept der Stadt Esslingen verfolgt den Ansatz, die Gemeinschaftsunterkünfte gleichmäßig auf die einzelnen Bürgerausschussbezirke zu verteilen. Damit möchten wir den direkten Kontakt mit den Nachbarn erleichtern und so Ängsten vorbeugen. In direkten Gesprächen, durch öffentliche Bürgerinformationen und durch gut erreichbare, professionelle Ansprechpartner(innen) ist es der Stadt Esslingen gelungen, eine hohe Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung zu erreichen und das Sicherheitsgefühlt zu erhöhen.


Bis zum Herbst 2015 galten 70 Plätze als anzustrebende Größe der Unterkünfte und es sollte in jedem Bürgerausschussbezirk nur eine Gemeinschaftsunterkunft geben. Da sich die Flüchtlingszahlen stetig nach oben entwickelt haben, war eine Modifikation des Konzepts für die Erstellung von Gemeinschaftsunterkünften erforderlich. Der Esslinger Gemeinderat hat im Oktober 2015 folgende Modifikation des dezentralen Konzepts beschlossen:

  • In einem Bürgerausschussbezirk können mehrere Gemeinschaftsunterkünfte errichtet werden;
  • die Kapazität der Gemeinschaftsunterkünfte kann von den festgelegten 70 Plätzen nach oben abweichen.

Zwischenzeitlich war es notwendig geworden, dem Landkreis auch Standorte mit einer höheren Kapazität anzubieten.

Inzwischen sind die Zuzugszahlen der Asylsuchenden weiter rückläufig.

Dauerhaft möchte der Landkreis in der Stadt Esslingen vier Standorte für die Vorläufige Unterbringung erhalten.

Diese sind:

  • in der Rennstraße,
  • in der Klosterallee,
  • in der Plochinger Straße und
  • im Bernhard-Denzel-Weg.

Die Gemeinschaftsunterkünfte in der Robert-Koch-Straße und in der Kornhalde werden längerfristig nicht mehr als Vorläufige Unterkunft vom Landkreis benötigt; die Unterkünfte werden deshalb von der Stadt Esslingen übernommen und als Anschlussunterbringung weiter genutzt.

Eventuell steht zu einem späteren Zeitpunkt auch die Gemeinschaftsunterkunft in der Schorndorfer Straße als Objekt für die Anschlussunterbringung zur Verfügung.

Mit dem Wohnraumraumversorgungskonzept stellt sich die Stadt seit Jahren den Herausforderungen, die sich aus der Zuwanderung ergeben.

Um zu vermeiden, dass sich die bereits angespannte Situation auf dem Esslinger Wohnungsmarkt weiter verschärft, sollen mit der Aufstellung neuer Bebauungspläne die Voraussetzungen geschaffen werden, um zeitnah bezahlbare Wohnungen für alle betroffenen Bevölkerungsgruppen zu errichten. Gemeinderat und Stadtverwaltung legen Wert darauf, dass die geplanten neuen Wohnungen in diesen Gebieten sowohl Esslinger Haushalten als auch Menschen auf der Flucht in der Anschlussunterbringung zur Verfügung gestellt werden


Vorläufige Unterbringung

Standort Anzahl der Plätze Anzahl gemeldeter Personen Art der Unterkunft
Außerhalb von Gemeinschaftsunterkünften in Privatwohnungen 4 4 Wohnung
Innenstadt, Rennstraße 111 60 Gemeinschaftsunterkunft
Innenstadt, Pulverwiesen 26 3 Gebäude
Innenstadt, Neue Weststadt 246 44 Notstandort
Weil, Klosterallee 99 55 Gemeinschaftsunterkunft
Oberesslingen, Plochinger Straße 53 19 Gebäude
Oberesslingen, Schorndorfer Straße 99 40 Gemeinschaftsunterkunft
Wäldenbronn, Bernhard-Denzel-Weg 63 28  

Derzeit sind 7 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) durch den Landkreis in verschiedenen Einrichtungen in der Stadt untergebracht. Diese Personengruppe rechnet der Landkreis der Stadt auf die erforderliche Quote für die vorläufige Unterbringung an. Damit befinden sich derzeit 260 Zuflucht suchende Menschen in der vorläufigen Unterbringung in Esslingen am Neckar (Stand: November 2018).


Anschlussunterbringung

Stadtteil Standort Personen (voraussichtlicher) Bezug
Berkheim Hoffnungshaus Rohrackerweg 30 November 2017
Berkheim Hoffnungshaus Brühlstraße 32 August 2018
St. Bernhardt Hoffnungshaus Flandernstraße 36 August 2017
Mettingen Obertürkheimer Straße 100 Juli 2018
Zell Umwidmung der Gemeinschaftsunterkunft Robert-Koch-Straße 70 Juli 2018
Sulzgries Umwidmung der Gemeinschaftsunterkunft Kornhalde 62 November 2018