Baublock A

Gemischt genutzter Baublock A

Auftakt zum Quartier Neue Weststadt

Ausschnitt aus dem Rahmenplan Neue Weststadt, in dem der Baublock A blau umrandet ist.
Die Neue Weststadt - Rahmenplan ©LEHEN drei – Übersichtsplan

Im Jahr 2014 hat die RVI GmbH von der Stadt Esslingen a.N. einen Teilbereich des ehemaligen Güterbahnhofgeländes erworben und seitdem zwischen Fleischmannstraße, Schlachthausstraße, Eugenie-von-Soden-Straße und Berliner Straße drei gemischt genutzte Quartiere aus Wohnen, Geschäfts- und Büronutzung realisiert. Wie bereits bei den vorangegangenen Baublöcken C und D, wurde nun auch zur Sicherung der städtebaulichen Qualität und Vielfalt für Baublock A ein weiteres Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Der architektonische Realsierungswettbewerb für den Baublock A in der Neuen Weststadt hat gezeigt, dass es eine große Vielfalt unterschiedlicher Lösungen gibt.
 
Vom Bahnhofsplatz aus gesehen, bildet der Baublock A mit dem Alten Zollamt den Auftakt der Neubebauung in der Neuen Weststadt. Von den Wettbewerbsteilnehmern war die Ausarbeitung einer Planung für einen gemischt genutzten Baukörper gefordert, der im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss gewerbliche Nutzungen und in den darüber liegenden Geschossen Wohnungen vorsieht. Dabei sind 75 % der in der Neubebauung entstehenden Wohnungen für den geförderten sozialen Wohnungsbau vorzusehen. Mit dem Baublock A steht nun ein Projekt zur Realisierung an, das künftig nach Westen die räumliche Begrenzung des Bahnhofsplatzes bildet. Insofern ist die Wirkung dieses Gebäudes in den öffentlichen Raum von besonderer Bedeutung.

Voraussichtlicher Baubeginn ist Mitte 2023, voraussichtliche Fertigstellung in 2025.

Das Preisgericht diskutierte 10 Entwurfsarbeiten an Hand  von Plänen und Modellen.

1. Preis

1. Preisträger

Den 1. Preis erhielt das Büro 2BA Architekten GmbH aus Stuttgart, dessen Entwurf einen städtebaulich klaren Hochpunkt als Auftakt zum Quartier der neuen Weststadt setzt. Diese Geste ist in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof gut nachvollziehbar und wird durch die Höhenstaffelung von einer siebengeschossigen Eckbebauung zu einer Fünf-Geschossigkeit in Richtung Westen klar herausgearbeitet. Die erdgeschossige Gewerbezone mit dem Arkadengang, der dem Bahnhof zugewandt ist, wirkt einladend und angemessen.

Das Gebäude besticht durch eine sehr klare Fassadengliederung mit einer Ablesbarkeit der einzelnen Geschosse, einer Erdgeschosszone, die die Proportionen der Nachbargebäude im Westen aufnimmt, und Obergeschossen, die mit der Materialität der Klinkerfassade auch Bezug nimmt zum benachbarten Altbau der IKK und dem alten Zollamt.
Der Charakter des industriell geprägten Umfelds der Weststadt wird auf gelungene Weise in eine zeitgemäße Formensprache übertragen. Die niedrigeren Bauteile und der Erweiterungsbau werden formal bewusst abgesetzt, um den Kopfbau zu betonen.

Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan, Entwurfsverfasser: 2BA Architekten GmbH, Stuttgart