Pressemitteilung 18. Februar 2021

Katharinenlinde wird zum Biodiversitäts Hot-Spot

Im weiteren Umfeld der Baustelle für die Hochschule Esslingen in der Neuen Weststadt werden zum Schutz der dort lebenden Zauneidechsen neue Lebensräume gefördert. Ein Schwerpunkt ist dabei der Bereich um die Katharinenlinde.

Spaziergänger auf der Katharinenlinde

Durch den geplanten Umzug der Hochschule in die Neue Weststadt sind umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der dort lebenden Zauneidechsen vorgenommen worden. Ein Teil dieses Maßnahmenpakets umfasst die Förderung von Eidechsenlebensräumen im weiteren Umfeld der Baumaßnahme, ohne dass die Tiere dorthin umgesiedelt werden sollen. Ein Schwerpunkt ist hier der Bereich um die Katharinenlinde. Die vorgesehenen Maßnahmen haben aber nicht nur einen Mehrwert für Eidechsen, sondern insbesondere auch für viele Insekten, die bekanntlich die Nahrungsgrundlage für Eidechsen und viele Vogel- und Fledermausarten darstellen.

So werden beispielweise Holzstapel aufgeschichtet, die den wärmeliebenden Tieren als Sonnenplätze dienen. Das Holz bietet aber auch Nistplätze für viele gefährdete Wildbienen und auf Totholz spezialisierte Käfer. Weiterhin werden über 10.000 m² blütenreiche Ansaaten entlang der Wegeränder vorgenommen. Hiervon profitieren Insekten als Nektarquellen; durch die extensive Nutzung und das Stehenlassen von Altgrasstreifen stehen aber auch Winterquartiere zur Verfügung.

Trockenmauern sind ein prägendes Kulturelement in unserer Landschaft, das auch Eidechsen lieben. Finden sie doch Verstecke und Sonnenplätze in den wämespeichernden Steinen. Diese werden im Umfang von ca. 100 Metern Lauflänge neu angelegt. Somit wird ein breites Spektrum von Lebensräumen geschaffen, in denen viele Tier- und Pflanzenarten eine Heimat finden, die in unserer zumeist intensiv genutzten Landschaft selten geworden sind.

Die Rüderner Heide ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird von Menschen aus nah und fern besucht. Daher wurde bei der Gesamtkonzeption der Maßnahmen, neben den ökologischen Anforderungen, auch ein besonderes Augenmerk auf eine landschaftsästhetische Gestaltung gelegt. Weiterhin werden Schautafeln über die Maßnahmen informieren. Die Einzelprojekte zur Herstellung der Lebensräume beginnen Mitte Februar mit Gehölzarbeiten und werden bis in den kommenden Herbst reichen, wenn dann die letzten Bäume gepflanzt und Wiesen angesät werden.