Pressemitteilung 10.09.2021

Esslinger Sommerschule 2021

Es ist schon fast Tradition. Bereits zum dritten Mal fand in der letzten Ferienwoche die Sommerschule statt. Es war landesweit eine von 17 Sommerschulen für Grundschulkinder.

Sommerschule 2021 © Peter Stotz

Das gerade in Coronazeiten wichtige Projekt, das parallel zu den Lernbrücken stattfand, richtete sich an Kinder der Klassen 3 bis 4. Insgesamt 25 Schüler:innen aus der Waisenhofschule, der Grundschule Mettingen, sowie der Katharinenschule stimmten sich unter dem Motto „Ich bin ich“ auf das neue Schuljahr ein.

Nachdem am 13. September sowieso die Schule wieder beginnt, kann man sich fragen, was die Sommerschule den Kindern bringt. Die drei verantwortlichen Lehrkräfte haben gute Antworten. „Die Kinder erfahren hier, dass Lernen Spaß machen kann und darf“. „Wir vermitteln Techniken, damit sich die Kinder eigenständig Lesetexte erarbeiten können – das ist nachhaltig“. „Vor dem Start ins neue Schuljahr kommen Kinder, die in den Ferien hautsächlich in ihrer Muttersprache kommuniziert haben, wieder in der deutschen Sprache an“.

In den 5 Tagen der Sommerschule haben die Schüler:innen am Vormittag Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Spielerisch und mit viel Zeit und Zuwendung erfuhren die Kinder, was sie schon können und lernten viel Neues dazu. Schwerpunkt der Sommerschule waren Sprach- und Leseförderung. Am Nachmittag standen Ausflüge auf die Burg und in den Wald, Spiele und Trommeln auf dem Programm. Neu in diesem Jahr war die Kooperation mit der Stadtbücherei. Naheliegend eigentlich, wenn es um Leseförderung geht.

Geplant, organisiert und durchgeführt wurde die Sommerschule von einem qualifizierten Team aus drei Grundschullehrkräften der Waisenhofschule, zwei Lehramtsstudierenden und einer städtischen Sozialarbeiterin. Bis auf eine Lehrkraft waren alle bereits im letzten Jahr mit von der Partie.

Und warum machen die Lehrkräfte und Studierenden so etwas in ihren Sommerferien? „Besonders schätzen wir, dass wir die Möglichkeit haben uns auch einmal eine Viertelstunde intensiv mit nur einem Kind beschäftigen zu können. Das ist im Alltag alleine in einer großen Klasse nicht möglich.“ lautet eine Begründung. Auch die gute Teamarbeit zwischen den Lehrkräften und allen weiteren Akteuren ist bereichernd und motivierend, so eine weitere Aussage.

Knapp 5.000 Euro Unterstützung für Honorare, Mittagessen und Materialien erhält die Sommerschule vom Träger des Programms, dem Kultusministerium Baden-Württemberg. Die Stadt Esslingen stellte die Schulräume samt Hausmeister und Reinigung zur Verfügung und das Amt für Bildung, Erziehung und Betreuung unterstützte das Sommerschulteam bei der Organisation und Planung.

Ein weiterer Punkt zum Thema Nachhaltigkeit: Damit die Lernerfolge bei den Kindern nicht verpuffen, erhalten die jeweiligen Klassenlehrer:innen Rückmeldung zu ihren Schüler:innen und arbeiten mit ihnen auch nach den Ferien gezielt weiter.

„Wir sind froh, dass die Sommerschule wieder stattgefunden hat. Die Kinder haben in hohem Maße davon profitiert“, so das Fazit von Bernd Berroth, Amtsleiter des Amtes für Bildung, Erziehung und Betreuung der Stadt Esslingen.