Pressemitteilung EnBW 2020-07-10

EnBW bahnt neuen Weg für Fernwärmeleitung

Im Zuge des Ersatzneubaus der HMS-Brücke bahnt die EnBW per Düker eine neue Fernwärmehauptleitung unter dem Neckar hindurch. Eine Unterbrechung der Fernwärmeversorgung ist für das Projekt, das bis Herbst 2021 abschlossen werden soll, nicht notwendig.

Fernwärmebaustelle der EnBW

Der von der Stadt Esslingen für Januar 2021 geplante Abriss der Hanns­Martin-Schleyer-Brücke betrifft auch das Fernwärme-Versorgungssystem Mittlerer Neckar der EnBW. Noch verläuft die Fernwärmehauptleitung in einem Hohlkasten unter der Brücke, die die Stadtteile Mettingen und Weil/Brühl verbindet. Doch der Energiekonzern ist schon dabei, für diese Leitungen, zwar an gleicher Stelle, jedoch siebeneinhalb Meter unter dem Flussbett des Neckars hindurch, einen Weg per Düker zu bahnen.
 
Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits im Oktober 2019 begonnen. Zunächst wurden die zum Vorhaben notwendigen Start- und Zielschachtgruben mit einem Durchmesser von zwölf bzw. neuen Metern errichtet. Jetzt stellt die EnBW gerade in bergmännischer Bauweise den Düker her. Meter für Meter wandert dazu eine 95 Tonnen schwere Vortriebsmaschine durch die Neckarsohle und lässt dabei eine Röhre mit einem Außendurchmesser von knapp dreieinhalb Metern entstehen. 60 Meter der insgesamt 184 Meter langen Strecke unter dem Fluss hindurch sind schon geschafft.
 
Um das Projekt so zügig wie möglich durchführen zu können, hat sich die EnBW im Vorfeld das durchgängige Arbeiten, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, behördlich genehmigen lassen. Alle damit verbundenen Auflagen werden erfüllt. Auch die Grenzwerte für den Lärmschutz werden nachweislich eingehalten. Dennoch können Beeinträchtigungen nie ganz ausgeschlossen werden. Dafür bittet die EnBW um Verständnis.
 
Nach Fertigstellung des Dükers und der Schächte folgt noch die eigentliche Verlegung der neuen Fernwärmerohre samt der notwendigen Infrastruktur, wie zum Beispiel der gesamten Elektrotechnik. Wenn alles planmäßig verläuft, kann das neue Teilstück der Fernwärmehauptleitungen Ende April 2021 wieder in das bestehende Fernwärmenetz eingebunden werden. Die dann noch notwendigen Restarbeiten inklusive der Wiederherstellung der Außenflächen werden voraussichtlich bis Herbst 2021 abgeschlossen sein.

Trotz des Umfangs der Erneuerungsmaßnahme kann das gesamte Projekt ohne Unterbrechung der Fernwärmeversorgung realisiert werden.