Pressemitteilung 21.10.2021

Gelbbauchunken im Esslinger Stadtwald geht es weiterhin gut

Das Artenschutzprojekt auf dem Schurwald wird erfolgreich fortgeführt. An fünf Standorten konnten sich Jungtiere entwickeln.

Gelbbauchunken Männchen Esslinger Stadtwald
Gelbbauchunken Männchen im Esslinger Stadtwald

Wie jedes Jahr wurden auch im Frühjahr 2021 wieder Maßnahmen für die Gelbbauchunke im Esslinger Stadtwald auf dem Schurwald durchgeführt. An fünf Standorten konnten sich erfolgreich Jungtiere dieser hochgradig gefährdeten Amphibienart entwickeln, wie Überprüfungen gezeigt haben.

Die Stadt Esslingen am Neckar hatte im Jahr 2010/2011 einen Biodiversitätscheck im Rahmen der Fortschreibung des Landschaftsplanes durchführen lassen. Dabei wurde der Stadt u.a. eine besondere Schutzverantwortung für die Zielarten der Kleingewässer und Rohbodenstandorte zugewiesen.

Diese Schutzverantwortung wurde durch Restvorkommen der hochgradig gefährdeten Gelbbauchunke in besonderem Maße unterstrichen. Für die Gelbbauchunke bestand zudem auch bundesweit eine besondere Schutzverantwortung. Damals wurden im Rahmen einer begleitenden Übersichtsbegehung noch einzelne Alttiere und wenige Larven im Schurwald fest gestellt. Zudem konnte noch ein Vorkommen im ehemaligen Sandbruch Nonnenklinge nachgewiesen werden.

Gelbbauchunke Jungtier Esslinger Stadtwald
Gelbbauchunke Jungtier

Die Maßnahmen für die Gelbbauchunke führt die Stadt deshalb bereits seit 2012 überwiegend im Esslinger Schurwald durch. Die ersten vier Jahre wurden die Maßnahmen unterstützt durch Fördermittel des Amphibienschutzprogramms „Impulse für die Vielfalt“ von EnBW in Zusammenarbeit mit der LUBW. Die weiteren Jahre führte die Stadt die Maßnahmen mit Eigenmitteln durch bis zum Jahr 2020, in dem das Landratsamt eine finanzielle Unterstützung durch die Landschaftspflegerichtlinie für 2020 und 2021 ermöglichte. Weitere Maßnahmen sind auch für das kommende Jahr 2022 vorgesehen.

An acht Standorten wurden wieder neue artgerechte Tümpel ausgehoben. Allerdings entwickelte sich das Frühjahr gänzlich anders als erwartet. Nässe und geringe Temperaturen machten es der Gelbbauchunke zunächst schwer, sich erfolgreich zu vermehren. Jedoch gelang der gefährdeten Gelbbauchunke nach weiteren ergiebigen Regenfällen ein spätes Ablaichen im Juni und Juli.

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