Inklusionsbeirat

Einsatz für Menschen mit Behinderung

Seit Februar 2019 vertreten die 14 ehrenamtlichen Mitglieder mit und ohne Behinderung des Inklusionsbeirats die Interessen von Menschen mit Behinderung in der Stadt Esslingen.

Vorsitzende des Inklusionsbeirats ist Birgit Huber.

Aufgaben und Definition des Inklusionsbeirats

  • Die Mitglieder sind auf 3 Jahre ernannt.
  • Darunter befinden sich neben Einzelpersonen auch Vertreter von Organisationen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen.
  • Der Inklusionsbeirat ist unabhängig und weisungsungebunden.
  • Er berät Politik und Verwaltung in Fragen der Inklusion.
  • Er legt Prioritäten bei der Umsetzung des 2015 vom Gemeinderat beschlossenen Aktionsplans "Auf dem Weg zu einem Inklusiven Esslingen" fest.
  • Schwerpunkte sind  zunächst die Bereiche Sensibilisierung und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.
  • Der Inklusionsbeirat baut Vorurteile und Berührungsängste ab.
  • Er bringt die Interessen und Anliegen von Menschen mit Behinderung in die Gremien der Stadt ein.

Aktionstag am 3. Mai 2019

Wie kann ich mit einem Rollstuhl über eine Kabelbrücke oder auf einen 3-cm-hohen Bordstein fahren? Wie ist es, sich nicht-sehend mit einem Blindenlangstock voran zu tasten – dies und vieles mehr konnten die Besucherinnen und Besucher am 3. Mai beim Aktionstag ausprobieren.

Der Inklusionsbeirat hatte passend zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zum spielerischen Aktionstag auf den Bahnhofsplatz geladen.

Trotz wolkigem Himmel waren zahlreiche junge und ältere Menschen der Einladung gefolgt und probierten den Rollstuhlparcours, die unterschiedlichen Hörmemorys, Fühlkästen und Fühldominos aus. Für einen kurzen Moment konnten sie die Welt mit anderen Sinnen erkunden und aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung wahrnehmen. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler hatten großen Spaß am Rollstuhlparcours und waren stolz, je besser sie die Hindernisse und den Slalom bewältigen konnten. Neben mehreren Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, meisterte auch Oberbürgermeister Dr. Zieger nach seinem Grußwort den Rollstuhlparcours.

Großer Andrang an den Aktionsständen
OB Dr. Jürgen Zieger meistert den Rollstuhlparcour

Oberbürgermeister Dr. Zieger würdigte die inklusiven Ferienfreizeiten unter dem Dach des Stadtjugendrings, die inklusiven Spieletreffs und Sportangebote als Beispiele für gelungene Freizeitgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderung. Er dankte den Mitgliedern des Inklusionsbeirats und der Arbeitsgruppen dafür, dass sie sich konstruktiv und mit viel Sachverstand an der Umsetzung des Esslinger Aktionsplans „Auf dem Weg zu einem Inklusiven Esslingen“ beteiligen. Der informelle Austausch am Infostand kam am Aktionstag ebenfalls nicht zu kurz und es gab viele interessante Begegnungen auf Augenhöhe von Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Stellwand „Inklusion erleichtert das Leben aller – was wünschen Sie sich für eine inklusive Stadt?“ füllte sich schnell und zeigte, dass Inklusion mehr ist als nur Barrierefreiheit. Barrierefreiheit ist aber eine der Voraussetzungen für Inklusion. Genauso wichtig ist den Besuchern, dem Inklusionsbeirat und der Stadtverwaltung aber die Hilfsbereitschaft der Menschen, der wechselseitige Respekt und dass Barrieren in den Köpfen abgebaut werden – zum Beispiel durch Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Handicap wie beim Aktionstag am Bahnhofsplatz.

Der jährlich rund um den 5. Mai stattfindende Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung will auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam machen und setzt sich dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.


Info

Kontakt

Frau
Birgit Huber
Vorsitzende des Inklusionsbeirats