04.02.2020

Statistik 2019 des Standesamtes

Der neue Boom beim Standesamt: Biblische Namen und Kirchenaustritte. Nicht ganz neu, aber in seiner Entwicklung konstant ist der Trend, den Neugeborenen alte, traditionelle und oftmals biblische Vornamen zu geben.

Mann mit Baby auf dem Arm; Bild: Fotolia

Insbesondere bei den Knaben wird gern aus dem christlichen Fundus geschöpft. Ganz vorne dabei immer wieder Elias, Adam, Levi, Lukas, Jonathan, Jonas oder Jakob. Auch bei den Mädchen wird gern auf Traditionelles zurückgegriffen, allerdings mehr auf die Namen der Urgroßeltern. Und so treffen sich auf den Spielplätzen künftig Emma, Amalia, Marie, Johanna, Aurelia, Lotta und Anna.

Hier die Spitzenreiter bei den Mädchen:

  • Lina (14),
  • Mia (14),
  • Emilia (12),
  • Sara (11),
  • Sophie (11),
  • Emily (10),
  • Emma (10),
  • Leonie (10),
  • Ella (9) und
  • Ida (9).

Die Top Ten der Jungs:

  • Samuel (17),
  • Noah (15),
  • Felix (12),
  • David (11),
  • Liam (11),
  • Ben (10),
  • Emil (10),
  • Julian (10),
  • Leon (10) und
  • Paul (10).

Beurkundet wurden insgesamt 1860 Geburten, ein deutlicher Rückgang zum Vorjahr mit historischen 2005 Beurkundungen. Gestiegen sind hingegen wieder die Kirchenaustritte. Insgesamt 697 Erklärungen wurden abgegeben, eine Steigerung von 20% gegenüber 2018. Die Besinnung auf biblische Vornamen scheint also nur ein Modetrend zu sein und kein Beleg für eine neue religiöse Bewegung. Eine leicht steigende Tendenz ist bei den Sterbefällen zu verzeichnen, was an den zahlreichen, gut ausgelasteten Pflegeheimen und Hospizen liegen mag. 1260 Beurkundungen wurden 2019 eingetragen.

Auch die laufende Ausstellung von Urkunden aus den alten Registern gehört zur standesamtlichen Tätigkeit. Bereits seit einigen Jahren können die Anträge dazu direkt auf der städtischen Webseite unter www.esslingen.de/standesamt bequem und ohne Mehrkosten online bestellt werden. Allerdings tummeln sich inzwischen auch viele gewerbliche Anbieter im Internet, die sich ihre Dienstleistung sehr gut bezahlen lassen und nur auf den zweiten Blick als solche auch zu erkennen sind. Da kostet eine Urkunde dann schnell das Dreifache. Auch im Internet gilt: immer das Kleingedruckte lesen!

Die große Nachfrage nach Eheschließungsterminen war auch 2019 ungebrochen. Allerdings wurde mit 575 Hochzeiten die Anzahl des Vorjahres (617) nicht ganz erreicht. Das mag vermutlich auch an der Option gelegen haben, mit einer späteren Hochzeit im Jahre „2020“ eine schönere Zahl im Stammbüchlein stehen zu haben. Wenn es um den „schönsten Tag im Leben“ geht, muss eben an alles gedacht werden. Das Standesamt ist auf jeden Fall gewappnet, wenn dieses Jahr die Heiratswelle wieder rollt. Mit mehreren, bewährten Trauorten, sollte für jeden Heiratswilligen der passende Rahmen zu finden sein. Und wer weiß: Wenn der „Dicke Turm“ jetzt wieder aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, könnte in der Zukunft vielleicht auch der ein oder andere Prinz seine Herzensdame dort küssen können.

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