Pressemitteilung 01.04.2020

Unterstützung für Esslinger Kulturschaffende

Die Esslinger Kulturszene ist von der Schließung der Einrichtungen stark betroffen, seit Mitte März finden keine Kulturveranstaltungen mehr statt. Die Stadt Esslingen sondiert deshalb mit externen Partnern Möglichkeiten zur Einrichtung einer Soforthilfe und unterstützt die Esslinger Kulturszene kurz- und mittelfristig mit einem Bündel an Maßnahmen.

Symbolbild: Bunte Luftballons, die aus einer geöffneten Zimmertür herausfliegen

„Das kulturelle Leben in Esslingen am Neckar ist im Moment weitgehend zum Erliegen gekommen“, sagt Kulturamtsleiterin Alexa Heyder, „je nach Größe der Kultureinrichtungen mussten bis Juni 2020 bis zu 50 Veranstaltungen abgesagt werden“. Unter ihrer Zwangsschließung leiden vor allem die Kultureinrichtungen mit festem Standort: Sie verlieren komplette Eintritts- und Mieteinnahmen, haben jedoch laufende Personal- und Sachkosten. 

Bereits beschlossene Zuschüsse für Kulturinstitutionen, die eine Dauerförderung der Stadt erhalten, werden bei Bedarf vorzeitig angewiesen. So wird den Akteuren in der derzeitigen Notsituation geholfen und ihre Liquiditätsprobleme werden entschärft. Darüber hinaus berät das Kulturamt die Esslinger Kultureinrichtungen bei der Antragsstellung für das umfangreiche Förderprogramm der Landesregierung für Wirtschaftsunternehmen und Selbstständige und fördert das größtmögliche Ausschöpfen der Möglichkeiten, die durch das Programm zur Verfügung gestellt werden.

Kulturamtsleiterin Alexa Heyder: „Einige Kultureinrichtungen haben signalisiert, dass sie durch eine mögliche Landesförderung in Kombination mit den städtischen Zuschüssen ihre Einnahmeverluste vorübergehend kompensieren können. Andere Einrichtungen sondieren aktuell selbst noch die Lage. Insbesondere bei den kulturtreibenden Vereinen ist noch nicht klar, wie sich die Situation genau darstellt – vor allem, wenn das Veranstaltungs-, Proben- bzw. Unterrichtsverbot länger andauert.“

Die Stadt Esslingen am Neckar richtet gemeinsam mit Partnern eine Soforthilfe für die Esslinger Kulturschaffenden ein. Die Kulturverwaltung wird dafür nach der Genehmigung des städtischen Haushalts mögliche Eigenmittel einbringen. Eine Beteiligung mit 15.000 Euro hat bereits der Esslinger Lions Club zugesagt. Darüber hinaus ist die Stadtverwaltung im Gespräch mit der ZukunftsStiftung Heinz Weiler, die ein erstes positives Signal gegeben hat.

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger: „Die Einrichtung der Soforthilfe zur Unterstützung der Esslinger Kulturlandschaft ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich bedauere es ausdrücklich, dass viele Veranstaltungen im kulturellen Bereich abgesagt bzw. verschoben werden mussten. Die Esslingerinnen und Esslinger vermissen das reichhaltige Kulturangebot ihrer Stadt und es ist unser Ziel, alle großen und kleinen Kulturschaffenden sicher durch die Coronakrise zu bringen, damit wir die Esslinger Kulturszene in möglichst ihrem gesamten Umfang erhalten können.“

Kulturbürgermeister Yalcin Bayraktar: „Ich bin dankbar, dass der Lions Club seine großzügige Unterstützung für die Esslinger Kultur zugesagt hat und überzeugt, dass wir mit diesen Soforthilfemaßnahmen gemeinsam den Kultureinrichtungen beistehen können. Es ist leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorauszusagen, wann sich die Lage normalisieren wird. Wir werden daher den Einrichtungen mit sofortiger Wirkung unter die Arme greifen. Ich möchte noch einmal betonen, dass sich alle Esslinger Kultureinrichtung an das Kulturamt zur Beratung wenden können.“

Ob eine Einrichtung oder ein Angebot soforthilfeberechtigt ist, prüft die Stadtverwaltung anhand mehrerer Kriterien. Ausschlaggebend sind beispielsweise die andauernde existentielle Bedrohung der Einrichtung aufgrund von Einnahmeausfall, laufender Fixkosten und Fehlen weiterer Geldgeber, Fördervereine oder Sponsoren; die Einzigartigkeit der Einrichtung bzw. des Angebotes in der Stadt und in der Kultursparte sowie das Bedienen besonderer Zielgruppen, für die es keine vergleichbaren Angebote in der Stadt gibt. Auch der Beitrag zur kulturellen Teilhabe gemäß der Kulturkonzeption findet Berücksichtigung.

Die Länge der Schließung bzw. des Veranstaltungsverbots und das Besucherverhalten nach Wiederöffnung werden entscheidend sein, ob weitere Bedarfe entstehen. Die mittel- und langfristigen Folgen für die Kulturszene sind noch nicht abzuschätzen. Das Kulturamt wird den Kulturtreibenden weiter zur Seite stehen und prüft derzeit, wie digitale Formate von Kulturveranstaltungen unterstützt werden können.

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