Pressemitteilung 05.08.2019

Fast alle Esslinger Brünnlein fließen

76 städtische Brunnen gibt es aktuell im Esslinger Stadtgebiet, 67 sind in Betrieb und 38 davon werden mit Quellwasser versorgt.

Brunnen am Kleinen Markt

Durch Veränderungen der Zuläufe, durch ausbleibende Niederschläge und damit verbundenem Absinken des Grundwassers kann es zu Verringerungen der sogenannten Quellschüttungen kommen. Trotz der geringen Niederschläge liefern aber beispielsweise der Gollenbrunnen unterhalb der Katharinenlinde und der Achtröhrenbrunnen in Wäldenbronn zuverlässig reichlich Wasser. Dies gilt aktuell auch noch für die meisten anderen Quellbrunnen.

Der Brunnen am Kleinen Markt und die Brunnen in der Augustiner Straße dagegen sind seit Jahren trocken. Diese werden von der Mayenwalterquelle in Krummenacker versorgt. Erstmals im Jahre 1564 erwähnt, liefert diese nicht mehr zuverlässig die erforderlichen Mengen. Woran das konkret liegt, ist nicht bekannt. Dass die Quelle aber etwas unzuverlässig ist, zeigen die Chroniken über die Jahrhunderte. Auch der Adlerbrunnen am Alten Rathaus wird von der Mayenwalterquelle gespeist. Der als Ehrenmal im Jahre 1931 eingeweihte Brunnen liegt etwas tiefer und kann dadurch von dem reduzierten Wasserdruck noch erreicht werden.

Ziel des städtischen Grünflächenamts ist es, die bedeutenden Brunnen der Stadt zuverlässig mit Wasser zu versorgen. Bevor diese Brunnen aber kostspielig an das Trinkwassernetz angeschlossen werden, ist es wichtig, noch vorhandene, zusätzliche Quellen in die Versorgung zu integrieren, erklärt Florian Pietsch, der beim Grünflächenamt für die Brunnen zuständig ist.

Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Gebr. Kauffmann in der Krummenackerstraße konnte sich die Stadt jetzt das Wasserrecht für eine vorhandene Quelle sichern. Die notwendigen Zuleitungen in die Innenstadt werden im Rahmen der Sanierung des Geiselbachkanals und der Geiselbachstraße hergestellt. Neben dem Brunnen am Kleinen Markt sind nach der Fertigstellung, voraussichtlich im Herbst, dann auch die Brunnen in der Augustiner Straße und in der Landolinsanlage wieder versorgt.  

Florian Pietsch gibt sich damit aber noch nicht zufrieden. Die Schapfenquelle an der Einmündung der Unteren Beutau mit einem Anschluss an die Leitung in die Stadt und die Gollenquelle im Bregelwald mit einer Verbindung zur Mayenwalterquelle sollen zusätzlich die Wasserversorgung langfristig sichern. Das Grünflächenamt kann hier immer nur in kleinen Schritten in Verbindung mit anderen Grabungsarbeiten aktiv werden, da die hohen Kosten ansonsten das Budget nicht decken würde. 

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