Pressemitteilung 26.11.2019

Der Dicke Turm wird saniert

Der Betriebsausschuss Städtische Gebäude des Esslinger Gemeinderates gibt grünes Licht für die Arbeiten des 1. und 2. Bauabschnitts zur Sanierung des Dicken Turms.

In seiner öffentlichen Sitzung vergab der BA SGE mit seinem einstimmigen Baubeschluss 696.000 € für den ersten und weitere 160.000 € für den zweiten Bauabschnitt die Gewerke Aufzug, Rohbauarbeiten, Gerüstarbeiten, Putzarbeiten, Trockenbauarbeiten, Estricharbeiten, Malerarbeiten, Sanitärarbeiten, Heizungsarbeiten und Elektroarbeiten an den jeweils wirtschaftlichsten Bieter. Die Gesamtsumme für den 1. und 2. Bauabschnitt beläuft sich somit auf 856.000 €. Bereits im März 2019 hatte der Gemeinderat die ersten beiden Bauabschnitte der Innensanierung des Esslinger Wahrzeichens frei gegeben.  

Um die Ausführung der verschiedenen Arbeiten bis Dezember 2020 abzuschließen, verfolgt die Stadtverwaltung beim Dicken Turm einen ehrgeizigen Bauzeitenplan. So sind die Rückbauarbeiten vom Juli bis Oktober 2019 mitsamt dem Deckendurchbruch zum 3. Bauabschnitt bereits erfolgt. "Mit dem Baustart der Innensanierung noch im Dezember 2019 kann es jetzt losgehen und wir wecken den Dicken Turm als Esslinger Wahrzeichen aus seinem Dornröschenschlaf", freut sich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

Möglich werde dies, so Finanzbürgermeister Ingo Rust, nach zwei Großspenden, die 2019 eingegangen bzw. zugesagt wurden. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Firma Festo und dem Esslinger Burgverein, die durch ihre Spenden den Startschuss für dieses Projekt möglich gemacht haben. Wir danken aber auch dem Esslinger Gemeinderat sowie allen anderen Unterstützern bis zu Einzelspendern in Esslingen für die breite Unterstützung“ , so OB Zieger.

Mit den ersten beiden Bauabschnitten kann jetzt die so genannte „Burgstube“ wieder hergerichtet werden, ein Raum im zweitobersten Stockwerk des Turms mit ca. 50 Plätzen für Veranstaltungen. Zukünftig soll die Burgstube auch barrierefrei über einen neuen Aufzug erreichbar werden. Außerdem umfasst der Beschluss die Sanierung der Sanitäranlagen, den Rückbau der alten Küche und die Herstellung brandschutzgerechter Fluchtwege.

Hintergrund

Seit 2011 liegt der Dicke Turm auf der Esslinger Burg buchstäblich im Dornröschenschlaf. Nachdem der letzte Restaurantpächter geschlossen hatte und auch kein Nachfolger zu finden war, hatte die Stadtverwaltung 2015 ein Sanierungskonzept für die Esslinger Burg vorgelegt, das für den Dicken Turm eine Nutzung als anmietbare „Catering Location“ vorsah. Die Außensanierung des Wahrzeichens hatte die Stadt im Finanzierungsplan vorgesehen, die Innensanierung hingegen sollte durch Spenden finanziert werden.

Nachdem die Spendenaquise durch den Esslinger Burgverein erste Erfolge zeigte, beschloss der Gemeinderat 2018, dass mit der Sanierung des Dicken Turm begonnen werden sollte, sobald die Hälfte der geschätzten Baukosten als Spenden eingegangen sind – zunächst begrenzt auf den ersten Bauabschnitt. Nachdem zum einen eine Spende von 300.000 Euro der Firma Festo eingegangen war und der Esslinger Burgverein weitere 150.000 Euro zugesagt hat, hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung am 18. März 2019 beschlossen, die ersten beiden Bauabschnitte freizugeben. Zugleich wurde untersucht, ob mit den übrigen Spendenmitteln mit einem Teil des dritten Bauabschnitte begonnen werden kann.

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